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SB Chiemgau II will es dem Gegner »so schwer wie möglich« machen

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Den Gegner versetzen: Das wollen die Fußballer des SB Chiemgau Traunstein II – hier Felix Maaßen (rechts, gegen den Angerer Max Schnappinger) – die diesmal beim Tabellenzweiten BSC Surheim vor einer schweren Aufgabe stehen. (Foto: Wirth)

Das Dauerduell an der Spitze geht weiter, und der Abstiegskampf wird immer spannender: Das ist die Situation in der Fußball-Kreisklasse IV vor dem 11. Spieltag.


Mit ihrer Niederlage beim Nachholspiel in Berchtesgaden (siehe eigener Bericht) verpassten es die Fußballer des SC Inzell, sich vom punktgleichen Verfolger BSC Surheim (je 25) abzusetzen.

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Dafür wollen sich die Schützlinge des Trainerduos Jürgen Biermaier/Georg Dumberger nun am Samstag (15 Uhr) im Inzeller Ludwig-Schwabl-Sportpark gegen den FC Bischofswiesen (11./10 Punkte) schadlos halten. Im sechsten Heimspiel soll der sechste Heimdreier her – allerdings hat der Gast immerhin zwei seiner sechs Auswärtsauftritte gewonnen.

SC Inzell will in die Erfolgsspur zurück

»Die Niederlage in Berchtesgaden war nicht einmal unverdient, die haben nach ihrer Führung clever verteidigt«, so Trainer Jürgen Biermaier. Dass es einen mal in einer Saison mit einer Niederlage erwische, sei »völlig normal«.

Gegen Bischofswiesen wolle man nun »von Beginn an das Tempo hochhalten und konzentriert spielen.« In Sachen Konzentration habe es am Mittwochabend ein wenig gefehlt, »aber ich hoffe, die Spieler haben jetzt gesehen, dass es nicht von alleine läuft«, so Biermaier im Rückblick. Es gelte, wieder die eigenen Stärken zur Geltung zu bringen, zumal es auch in personeller Hinsicht gut aussehe – dann sollte ein Heimsieg fällig sein ...

Bei Inzells Titelkonkurrent BSC Surheim (2./25) muss zur gleichen Stunde der SB Chiemgau Traunstein II (10./10) antreten. Die Traunsteiner hatten in den vergangenen Wochen mit der Verletztenmisere ihrer Ersten Mannschaft zu kämpfen. Denn vier bis fünf Spieler rückten zur Landesliga-Truppe auf. »Das hat man bei uns natürlich gemerkt, zumal auch bis zu drei unserer Stammspieler noch verletzt waren«, so Trainer Gerry Straßhofer. Dass aber ein Teil der aufgerückten jungen Spieler sich schon gut in der »Ersten« präsentierte »und Mateusz Galanek sogar fast Stammspieler ist«, zeige, »dass wir auf einem guten Weg mit der Ausbildung unserer U-23-Spieler sind. Denn das ist ja unsere Hauptaufgabe«, so Straßhofer.

Die verbliebenen Spieler hätten sich aber auch gut gehalten – und entwickelten sich gut. Auch einige »Gastspieler« aus der U 19, die schon ins Aufgebot gerückt seine, hätten sich bei Kurzeinsätzen ordentlich verkauft. »Bis auf die Niederlage in Vachendorf haben wir auch bei den verlorenen Spielen gut mitgehalten«, betont der Trainer. So will er es mit seiner jungen Mannschaft auch dem BSC Surheim »so schwer wie möglich machen und möglichst auch einen oder drei Punkte mitnehmen.« Denn in der sehr ausgeglichenen Klasse »sind die Qualitätsunterschiede nicht so groß, da ist alles möglich.«

Das bewiesen ja zuletzt die Berchtesgadener, die nun am Samstag um 15 Uhr beim SC Anger (6./15) gerne nachlegen und ihre schlechte Auswärtsbilanz (0-0-5) aufbessern würden. Doch bei den heimstarken Gastgebern (4-1-1) wird das eine heikle Angelegenheit.

Vor einer solchen steht zur gleichen Stunde auch der TSV Fridolfing (9./13), der den ESV Freilassing II (13./7) empfängt. Da es beim jüngsten Heimspiel-Doppelpack zwei Niederlagen gab, geht es jetzt darum, den Abstand zu den gefährdeten Plätzen zu vergrößern. »Mit solchen Leistungen muss man sich auf nichts anderes als Abstiegskampf einstellen«, redet Trainer Bernhard Zeif Klartext. Definitiv verzichten muss er diesmal auf Johannes Wagner, hinzu kommen einige personelle Fragezeichen (Christoph Zeif, Andreas Stöwe, Christian Heinrich, Markus Hager, Lucas Aicher, Dominik Oswald).

»Gewisse Ratlosigkeit« nach schwankenden Leistungen

Noch mehr »Fragezeichen« herrschen allerdings ob der jüngst so schwachen Vorstellungen. »Es herrscht eine gewisse Ratlosigkeit wegen der so extrem schwankenden Leistungen und der teils unglaublichen Eigenfehler«, gibt er zu. Daher seien nun »deutliche Verbesserungen im kämpferischen und läuferischen Bereich nötig, um die Kurve zu kriegen.« Am besten schon gegen den ESV II, dann hätte man einen Konkurrenten aus der Abstiegszone erst einmal »abgehängt«.

Den Abstand nach »unten« vergrößern wollen auch der SV Ruhpolding (8./13) und der ASV Grassau (7./15), die sich am Samstag um 16 Uhr im Ruhpoldinger Waldstadion gegenüberstehen. Dies gelang beiden Mannschaften am vergangenen Montag, denn am Tag der Deutschen Einheit feierten sie jeweils Auswärtssiege, nachdem sie zwei Tage zuvor jeweils verloren hatten.

Die beiden Partien, die an diesem Sonntag stattfinden, beginnen jeweils um 15 Uhr. Dabei will der SC Vachendorf (12./8) nach zwei Siegen in Folge weiter Boden gutmachen und den ASV Piding (3./17) in die Schranken weisen. Wie von SCV-Trainer Markus Gastager vermutet, setzte der erste Saisonsieg vor zwei Wochen offensichtliche neue Kräfte beim SCV frei. Das sollen nun auch die Pidinger zu spüren bekommen. Doch die Gastgeber dürften gewarnt sein: Die Gäste verdanken ihre gute Tabellenposition nämlich vorwiegend ihrer Auswärtsstärke (4-0-1).

Dagegen setzt zur gleichen Stunde der SV Oberteisendorf (4./17) auf seine gute Heimbilanz (4-0-1), die gegen den SV Kirchanschöring II (5./16) weiter ausgebaut werden soll.

TSV Traunwalchen mit neuem Mut in Mühldorf

In der Fußball-Kreisklasse III muss Schlusslicht TSV Traunwalchen (13./4) beim FC Mühldorf (6./11) antreten. Doch die Traunwalchner gehen am Sonntag (14 Uhr) mit frischem Mut ins Spiel: Immerhin gab es zuletzt mit dem Interimstrainer-Duo Markus Heinemann/Christian Wittfang einen Zähler im Kellerduell gegen den SVL Tacherting. Nun soll im sechsten Anlauf zumindest der erste Auswärtspunkt her – sollten es deren drei werden, wäre sogar der Anschluss zu den rettenden Plätzen geschafft. who