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SB Chiemgau dreht Partie und feiert wichtigen Sieg

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Traunsteins Stefan Mauerkirchner (Mitte), der sich auch gegen Landshuts Tobias Rewitzer (links) und Luca Löffler durchsetzt, sorgte mit seinem Treffer für den 2:1-Sieg des SBC. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Köppl, Thudt (91. Petzka), Schön, Mauerkirchner, Probst (75. Tahir), Willberger, Höhensteiger (91. Berz), Daniel, Marchl, Kennedy.


SpVgg Landshut: Huber, Rewitzer, Winterling (55. Daut), Neumeier, Taffertshofer, Löffler, Shalaj (62. Oehl), Loibl, Hagl, Krumpholz (76. Süß), Fischer.

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Schiedsrichter: Quirin Demlehner (Julbach).

Zuschauer: 660.

Tore: 0:1 (4.) Rewitzer, 1:1 (32.) Probst; 2:1 (87.) Mauerkirchner.

Der SB Chiemgau Traunstein hat in der Fußball-Landesliga Südost den vierten Heimsieg in Serie eingefahren. Die Truppe von Trainer Jochen Reil gewann vor 660 Zuschauern im Jakob-Schaumaier-Sportpark gegen die SpVgg Landshut völlig verdient mit 2:1. Das Heimteam lag dabei zunächst zurück, drehte dann aber die Partie dank des späten Siegtors von Stefan Mauerkirchner (87.). »So spannend hätte ich es gar nicht gebraucht«, sagte Jochen Reil sichtlich erleichtert nach dem Schlusspfiff.

Keine einfache Partie für den SBC Traunstein

Denn mit dem elften Saisonsieg im Rücken und nunmehr 37 Punkten auf dem Konto ist der Aufsteiger acht Spieltage vor Schluss auf dem besten Weg, den Klassenerhalt frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Die Partie sei nicht einfach gewesen, »da Landshut mit breiter Brust (das Team war seit fünf Spielen ungeschlagen, Anm. d. Red.) zu uns gekommen ist«, betonte der SBC-Trainer.

Dabei begann die Partie gegen Landshut – der SBC lief mit Trauerflor für die verstorbenen Mitglieder Gerhard Pemler und Heinz Beilhack auf, zudem gab es eine Schweigeminute – alles andere als nach Plan. »Wir haben sehr nervös angefangen«, gestand Reil, »das kenne ich von meiner Mannschaft noch gar nicht.« Mit dem ersten Angriff der Gäste klingelte es dann auch schon im Kasten von SBC-Torwart Issa Ndiaye. Er war beim Kopfball des Landshuter Kapitäns Tobias Rewitzer nach einer Freistoß-Flanke von Asllan Shalaj machtlos (4.). »Beim Gegentor haben wir die klare Zuteilung nicht eingehalten«, monierte Reil. Sein Team fand auch danach lange kein Mittel gegen eine gut gestaffelte Gäste-Abwehr und lief ein ums andere Mal ins Abseits. Nur Maximilian Probst (5. und 19.) sorgte mit einem Kopfball und einem Schuss aus acht Meter für etwas Gefahr.

Erst nach 25 Minuten habe seine Mannschaft dann gezielter nach vorne gespielt, betonte Reil. Und in der Tat schlug der SBC mit dem ersten so richtig gelungenen Spielzug in der Partie gleich zu: Patrick Schön zog einfach mal ab und Torwart Johannes Huber klatschte den platzierten Schuss nur nach vorne ab – dort stand Probst goldrichtig und staubte zum Ausgleich ab (32.). Für Probst war es nach seiner langen Verletzungspause das erste Pflichtspieltor in dieser Saison überhaupt. Das 1:1 war auch gleichzeitig das Halbzeitergebnis. »Mit der ersten Halbzeit bin ich insgesamt nicht zufrieden«, sagte Reil.

In der zweiten Halbzeit nahm die Partie deutlich an Fahrt auf und es entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch. Erst prüfte Probst den Landshuter Torwart Johannes Huber (47.), dann kam eine Minute später auf der Gegenseite Maximilian Loibl zum Schuss, doch SBC-Schlussmann Ndiaye hatte mit dem Versuch keine Probleme.

Landshut wird nicht mehr gefährlich

In der 65. Minute kam Probst nur einen Schritt zu spät, als Mauerkirchner nach einer schönen Aktion nach innen passte. Daniel Willberger traf in der 68. Minute nur den Außenpfosten nach einem Freistoß von Kapitän Patrick Schön. Die Gäste übernahmen nach dieser Drangphase des SBC wieder mehr das Ruder, kamen aber nicht mehr gefährlich vors Tor.

In den letzten zehn Minuten der Partie drückten die Traunsteiner dann noch einmal so richtig aufs Tempo – und zeigten nun den unbedingten Willen, dieses Spiel gewinnen zu wollen. Waldemar Daniel (83.) und Stefan Mauerkirchner (84.) ließen zunächst Top-Chancen aus. Doch Mauerkirchner schlug in der 88. Minute nach einem schönen Doppelpass mit Schön zu und markierte mit seinem neunten Saisontor den umjubelten Siegtreffer. »Das Tor für uns war in der Schlussphase richtig überfällig«, betonte Reil. »Das Selbstbewusstsein ist bei uns jetzt einfach da«, fügte er hinzu. Mit der Leistung der zweiten Halbzeit muss dem SBC vor den kommenden Aufgaben jedenfalls nicht bange sein – und die Verantwortlichen dürften somit bald für eine weitere Landesliga-Saison planen können. SB