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Sandra Ziegler ist Bezirksschützenkönigin der Damen

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Das sind die neuen Schützenkönige des Bezirks Oberbayern im Bayerischen Sportschützenbund Karl Beck (Luftpistole, von links) aus dem Gau Aichach, Sandra Ziegler (Luftgewehr Damen) aus dem Rupertigau und Christopher Widmann (Luftgewehr Schützenkönig, Gau Freising). (Fotos: Eder)

Die Schützenkönige des Bezirks Oberbayern im Bayerischen Sportschützenbund (BSSB) kommen in diesem Jahr aus den Gauen Freising, Aichach und dem veranstaltenden Rupertigau. Sandra Ziegler aus Fridolfing hielt die Fahnen des Rupertigaus hoch und holte sich im Luftgewehrschießen der Damen den Königstitel. Bei den Männern war Christopher Widmann aus dem Gau Freising erfolgreich. Der Königstitel im Luftpistolenschießen ging an Karl Beck aus dem Gau Aichach. Die Proklamation der Könige fand am Samstagabend vor über 500 Besuchern im Waginger Kurhaus statt – im Rahmen eines unterhaltsamen Programms aus Musik, Trachtentanz und Gstanzln.


Schützenmeister Schuhmann gibt die Sieger bekannt

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Der Höhepunkt des Abends war natürlich die Proklamation der Könige. Eingeleitet wurde diese Zeremonie mit dem Einmarsch der Schützenkönige der 30 Gaue des Bezirks Oberbayern, prächtig anzuschauen mit ihren schimmernden Ketten. Auf die Bühne kamen zunächst die drei oberbayerischen Schützenkönige des vergangenen Jahres. Der scheidende Schützenmeister des Bezirks Oberbayern, Eberhard Schuhmann, gab danach die Ergebnisse des Königsschießens bekannt. Als dann jeweils die ersten drei aus den drei Wettbewerben auf der Bühne standen, bekamen die neuen Könige ihre Ketten umgehängt, überreicht von ihren Vorgängern.

Schützenmeister Schuhmann stellte fest, das Bezirkskönigsschießen habe gut geklappt und »Super-Ergebnisse« gebracht, und er dankte all den vielen Gaukönigen und -königinnen, die zum Bezirksschützentag nach Waging gekommen waren. Da er ja bei der Wahl am gestrigen Sonntag nicht mehr kandidierte (wir werden über die Versammlung noch berichten), gab es für ihn von den Salzburger Sportschützen ein Abschiedsgeschenk in Form eines Wanderrucksacks samt Inhalt, den sich Schuhmann gleich mal demonstrativ mit Hilfe des ebenfalls geschenkten Wanderstocks über die Schulter hängte. Zu Gast bei der Proklamation waren neben Salzburger Schützen auch welche aus Tirol und Südtirol.

Am Beginn des Abends, eingeleitet von Gauschützenmeister Anton Stutz, der seiner Freude über den voll besetzten Saal Ausdruck verlieh, standen kurze Grußworte von Ehrengästen. Der Waginger Bürgermeister Herbert Häusl als Schirmherr des 65. Oberbayerischen Bezirksschützentages meinte, es sei für die Gemeinde eine Ehre, die oberbayerischen Schützen zu Gast zu haben. Die Straßen von Waging seien für den Festzug bereits festlich geschmückt worden, und auch das Wetter scheine wohl mitzuspielen – für einen Schirmherrn immer eine wichtige Sache. Es sei gut, so Häusl weiter, dass sich die Schützen auf diese Weise in der Öffentlichkeit präsentierten; schließlich spielten die Schützenvereine in den Kommunen eine wichtige Rolle, so auch in der Marktgemeinde Waging, in der es mit der Kgl. Priv. Feuerschützengesellschaft und den Schlossschützen Holzhausen zwei Schützenvereine gebe. Beide könnten, so lobte der Bürgermeister, mit guten Mitgliederzahlen, erfreulichem Nachwuchs und schönen Erfolgen aufwarten.

Landtagsabgeordneter Klaus Steiner drückte den Schützen seine Wertschätzung und Anerkennung aus. Sie spielten in der bayerischen Geschichte und im Brauchtum eine wichtige Rolle, böten eine schöne sportliche Betätigung an, der er sehr zugetan sei, und begeisterten damit auch viele Jugendliche. Somit seien die Schützenvereine wichtige Bestandteile im Ortsleben. Immer wieder gebe es zwar Angriffe gegen das Schützenwesen, die aber meist jeglicher Grundlage entbehrten, betonte er.

Waginger Trachtenverein sorgt für Unterhaltung

Der Abend bot ein abwechslungsreiches Programm, durch das Lenz Berger aus Anger führte und das von der Blaskapelle Jung-Otting unter Leitung von Sepp Thaler musikalisch umrahmt wurde. In die Herzen der Besucher tanzten und plattelten sich die Kinder des Waginger Trachtenvereins: Für deren Vorführungen gab es viel Applaus, und die Gäste klatschten zu den Melodien, mit denen Lois Babinger auf seiner Ziach die jungen Tänzer begleitete, immer wieder mit.

Nach der doch recht umfangreichen Proklamation oblag es dem jungen Unterhaltungs-Multitalent Andi Heindl, den Abend etwas aufzulockern. Mit seinen teilweise recht frechen Witzen über Politiker, Preußen und Österreicher, mit seinem Lied vom »Fensterstock-Hiasl«, das auf die heutige Computer-Generation mit ihren Chat-rooms umgedichtet war, und treffsicheren Gstanzln kam er beim Publikum bestens an. he