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Sandra Georg holt Silber bei der WM

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Die Ruhpoldinger Sportschützin Sandra Georg präsentierte stolz ihre WM-Silbermedaille und das WM-Maskottchen.

Was für ein Erfolg für Sandra Georg von der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Ruhpolding: Sie wurde bei der 51. WM der Sportschützen in Granada (Spanien) Vizeweltmeisterin in der Mannschaft. Im Einzel hatte sie hingegen Pech und verpasste eine weitere Medaille knapp.


Die nur alle vier Jahre stattfindende WM ist für die Sportschützen schon fast wie eine Olympiade. Pro Nation in der Damenklasse Gewehr dürfen nur acht Damen an den Start gehen. Sie müssen die Disziplinen LG, KK liegend, KK 3 x 20, GK liegend und GK 3 x 20 abdecken. Sandra Georg, die bei der Deutschen Meisterschaft den 2. Platz mit 595 Ringen hinter Gudrun Wittmann (Fischbachau/ebenfalls 595 Ringen) errungen hatte, wurde für den WM-Kader nominiert und ging beim Gewehr-Liegendwettbewerb über die 300-Meter-Distanz an den Start.

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Tagelang machte der Wind in Granada den Schützen zu schaffen: Er war am frühen Morgen stürmisch, dann böig und später abflauend. Wer sich auf diese Wechselspiele am besten einstellen konnte, hatte die höchste Trefferquote.

Sandra Georg begann mit 99/99/99/97/99 – und war damit führend im Klassement. Dann waren der 58. und 59. Schuss windbedingt eine 9,9 rechts tief und eine 9,8 links oben. Windfahnen bei 200 und 300 Meter hatte es wegen der Lage des Schießstandes keine gegeben. Somit war man dem Wind ausgesetzt – ohne zu wissen, wie stark und aus welcher Richtung er kam. Sandra Georg beendete die letzte Serie mit 98 Ringen und hatte damit insgesamt 591 Ringe. Das reichte am Ende nicht für einen Podestplatz. Sie musste sich mit dem undankbaren 4. Platz begnügen. Die Drittplatzierte Estin Anzela Voronova war zwar ringgleich, hatte aber mit 25:23 Innenzehner die besseren Zehner. Erste wurde die Dänin Charlotte Jacobsen mit 593 Ringen vor der Deutschen Eva Rösken (Ehrenkirchen) mit 592 Ringen.

Zumindest in der Mannschaft klappt es für Sandra Georg dann mit einer Medaille. Gudrun Wittmann, die dritte Teilnehmerin des Deutschen Schützenbundes in diesem Wettkampf, belegte nämlich mit 587 Ringen den 14. Platz. In der Mannschaftswertung kam das deutsche Team mit Sandra Georg, Eva Rösken und Gudrun Wittmann damit auf den hervorragenden 2. Rang mit 1766 Ringen. Das Team lag nur drei Ringe hinter dem neuen Weltmeister Schweden (1769 Ringe). Dritter wurde Frankreich mit 1753 Ringen.