Saisonabbruch bei den Ringern

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Spektakuläre Würfe wie im Bild von TVT-Mittelgewichtler Luca Zeiser (rotes Trikot) wird man in diesem Jahr beim Ringen nicht mehr sehen. Die Ligen wurden vom Verband vorzeitig abgebrochen. (Foto: Wittenzellner)

Die Ringerabteilung des TV Traunstein musste schon nach dem Auftreten einiger Coronafälle in der Abteilung den bedauerlichen Schritt gehen und zog seine Männermannschaft in der Landesliga Süd und sein Nachwuchsteam in der Schüler-Bezirksliga Inn/ Chiem zurück. Nach dem Motto »safety first« (Sicherheit steht an erster Stelle) sah man bei den Ringer-Verantwortlichen um Abteilungsleiter Hartmut Hille und Chefcoach Petar Stefanov keine andere Lösung als die Reißleine zu ziehen.


»Bei völlig ausufernden Infektionszahlen gab es für uns gar keine andere Option« so Abteilungschef Hille. Daneben habe eine Rolle gespielt, dass bei verschärften Corona-Bestimmungen kaum mehr ein reguläres Training – geschweige denn Wettkämpfe – möglich gewesen wären. Zwischenzeitlich ist im Corona-Hotspot Landkreis Traunstein ohnehin die Schließung der Sporthallen – und damit auch der Trainingsraum der Traunsteiner Ringer in der AKG-Turnhalle – ab dem morgigen Mittwoch verfügt worden.

Nun hat auch der Bayerische Ringer-Verband (BRV) der dramatischen Situation auf bayerischer Ebene Rechnung getragen: Nach einer Dringlichkeitssitzung des Verbandsausschusses am Sonntag Abend hat das Gremium die sofortige Einstellung des Ligabetriebes für alle bayerischen Mannschaftsligen beschlossen. Es finden keinerlei Mannschaftskämpfe mehr in dieser Saison statt.

Neben dem bereits ausgestiegenen TV Traunstein betrifft die Entscheidung damit auch unter anderem die Vereine im Bezirk Inn/Chiem in den bayerischen Ligen aus Anger, Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Burghausen und Trostberg. Am Sportprogramm 2022, das vor allem in den ersten Monaten des neuen Jahres den Schwerpunkt auf die Einzelwettbewerbe auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene legt, will man derzeit aber festhalten – in der Hoffnung auf ein abklingen der Pandemie.

»Für uns und unsere Ringer ist die Entwicklung natürlich höchst bedauerlich, gerade auch, was den Nachwuchsbereich angeht. Aber klar ist auch, dass wir in unseren Entscheidungen immer die Gesundheit von Sportlern und Zuschauern an erste Stelle stellen« macht auch Chefcoach Petar Stefanov die Haltung der Abteilung deutlich. Er hofft allerdings trotzdem, dass er spätestens im kommenden Jahr wieder voll mit seinen Ringern mit Training und späteren Wettkämpfen starten kann.

awi

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