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Sachenbacher-Stehle wiederholt Vorjahreserfolg

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Kathrin Lang, Andrea Henkel und Evi Sachenbacher-Stehle (von links) bei den Schießübungen unter Wettkampfbedingungen. (Foto: Wegscheider)

»Erste Sommerleistungskontrolle überlebt!« Das war der bezeichnende Ausspruch von Franziska Preuß, nachdem die Stützpunktsportlerin mit dem Paddelboot am Chiemsee das Ziel erreicht hatte. Eine Woche lang überprüften die Biathlondamen im Berchtesgadener Land und am »Bayerischen Meer« ihre Form. 21 Teilnehmerinnen vom C- bis zum A-Kader beteiligten sich an der Sommerleistungskontrolle; lediglich Miriam Gössner konnte wegen ihres Radunfalls verletzungsbedingt nicht teilnehmen. Neu war in diesem Jahr, dass die C-Kadersportler der Herren ebenfalls bei der Sommerleistungskontrolle am Start waren und ihre Wettkämpfe gemeinsam mit den Damen absolvierten. Ein Versuch, der sich vollauf bewährt hat und im nächsten Jahr wohl seine Fortsetzung findet.


Ein Grund für die Anstrengung war die zeitlich kurze Aufeinanderfolge der unterschiedlichen Trainingsinhalte mit vier verschiedenen Schießeinlagen. Vor allem die nicht mehr dem Kader des DSV zugehörigen Athletinnen Franziska Hildebrand, Carolin Henne-cke und Nadine Horchler zeigten sich bereits in toller Form und bewiesen mit den Rängen drei bis fünf ihren Willen, sich weiter durchzusetzen.

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Den Gesamtsieg verbuchte, wie schon im Vorjahr, Evi Sachenbacher-Stehle für sich, wobei die Entscheidung darüber bis zum Schluss spannend blieb. Nur durch ein Missgeschick beim Paddeln versäumte es Kathrin Lang (ehemals Hitzer), die Sommerleistungskontrolle 2013 für sich zu entscheiden. Dennoch zeigte Lang, dass nach ihrer Babypause wieder mit ihr zu rechnen ist.

Die unterschiedlichen Disziplinen mussten zum Teil bei schwülwarmen Temperaturen vorgenommen werden. Der erste Ausdauerbewerb war der Berglauf oberhalb des Parkplatzes Wimbachbrücke nach Kühroint. Sachenbacher-Stehle gewann über die 5,8 Kilometer lange Strecke mit 550 Höhenmeter klar vor Hennecke und Hildebrand.

Nach kurzer Verschnaufpause war noch der Roller-Schub-bewerb vom Loipl zum Hochschwarzeck über eine Strecke von 3,4 Kilometer mit 190 Höhenmeter zu absolvieren. Auch hier gab Sachenbacher-Stehle klar den Ton an und gewann souverän vor Franziska Hildebrand und Nadine Horchler.

Am nächsten Tag mussten die Biathlon-Damen mit dem Rennrad eine Distanz von 10,2 Kilometer und 555 Höhenmeter überwinden. Start war am Gebirgshäusl in der Engedey und das Ziel der Parkplatz am Hochschwarzeck. Die mit Abstand schnellste Zeit mit 28:24 Minuten erreichte hier erneut Sachenbacher-Stehle mit klarem Vorsprung vor Lang und Preuß.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Trainingswoche waren auch die Schießeinlagen am Sillberg, bei dem sich die Trainer etwas ganz Besonderes einfallen hatten lassen, um die Biathletinnen annähernd unter Wettkampfdruck zu stellen. Immer acht Damen, gemischt mit den Herren, mussten unter Zeitdruck gegeneinander antreten. Besonders Laura Dahlmeier zeigte ihr Potenzial und war die beste Schützin. Den anschließenden 3000-Meter-Lauf entschied Sachenbacher-Stehle in 10:24 Minuten auf dem Sportplatz in der Strub für sich. Ihr am nächsten kamen Hennecke (10:32) und Hildebrand (10:49).

Ein Wettkampf mit den Skirollern auf das Roßfeld stand am nächsten Tag auf dem Programm. Auf dem anspruchsvollen Kurs trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Nach 6,7 Kilometer im klassischen Stil, bei denen 570 Höhenmeter zu absolvieren waren, war Sachenbacher-Stehle die Beste. Im Ziel hatte sie fast eine Minute Vorsprung auf Hildebrand und Hennecke.

Mit dem Paddelwettbewerb auf dem Chiemsee ging die Sommerleistungskontrolle zu Ende. Auf der 2,8 Kilometer langen Paddelstrecke war nicht nur die Kraft, sondern insbesondere die Technik entscheidend. Mit diesem ungewohnten Sportgerät kam Hennecke am besten zurecht. Sie lag am Ende vier Sekunden vor Horchler und Marie Heinrich.

Sachenbacher-Stehle lieferte insbesondere in den Ausdauerdisziplinen eine überzeugende Vorstellung ab und siegte nicht unverdient. Auf dem zweiten Rang folgte Kathrin Hitzer vor Franziska Hildebrand.

Bei den Herren setzte sich Lukas Rombach (SC Wehr) souverän durch und verwies Philipp Nawrath (SK Nesselwang) und Philip Horn (Eintracht Frankenhain) auf die weiteren Plätze. hw