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Ruhpolding wieder Treffpunkt der Ultraläufer

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Uli Großmann aus Eisenärzt (auf dem Bild unterwegs auf den Hochfelln) hat alle Chiemgauer-100-Rennen bestritten.

Zum 14. Mal findet an diesem Samstag der »Chiemgauer Bergultra« über 100 Kilometer und 4500 Höhenmeter bzw. 161 Kilometer und 7500 Höhenmeter statt. 42 Langstrecken-Trailrunner werden die 100-Meilen-Strecke in Angriff nehmen. 96 Sportler sind für die 100-Kilometer-Strecke gemeldet, wobei es auch die Möglichkeit gibt, die Strecke zu verkürzen.


Der Traillauf ist im Rennkalender der Ultraläufer fest etabliert. Die Bedeutung des Laufes zeigt sich an der Beteiligung von Läufern aus acht Nationen. Mit den »Internationalen« messen sich auch einige einheimische Läufer. Das ist Ansporn für Veranstalter Giselher Schneider: »Nicht nur die einheimischen Läufer schätzen die familiäre Betreuung während der Strapazen. Über die erneute gute Beteiligung bin ich sehr erfreut.«

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Neben dem großen Teilnehmerfeld hat Giselher Schneider auch ein sehr großes Helferteam. Die Verpflegungsstationen werden überwiegend von Sportlern besetzt, sogar Vorjahressieger Tom Wagner ist als Helfer im Einsatz. Ohne die freiwilligen Helfer wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich.

Am Freitagnachmittag treffen sich die Athleten im Ruhpoldinger Waldstadion zu Startnummernausgabe, Briefing und gemeinsamem Nudelessen. Bereits ab 14 Uhr haben die Teilnehmer, welche die optionale 100-Meilen-Strecke in Angriff nehmen, die Möglichkeit, stündlich ihre eigene Startzeit festzulegen. Die 100-Meilen-Strecke führt in einem »Vorspann« zusätzlich über Zinnkopf, Teisenberg, Adlgaß, Kohleralm und Weißbach nach Zwing, wo sie in die 100-Kilometer-Strecke einfädelt. Die Route führt hauptsächlich über alpine Wander- und Forstwege und weist mehrere Anstiege auf. Der Verlauf besteht aus zwei Runden im Gebiet von Ruhpolding: Zunächst wird der Rauschberg umrundet (26 Kilometer) und danach werden 74 Kilometer auf die Hörndlwand und im Hochfelln-Gebiet gelaufen. Auf dem Weg gibt es sieben Verpflegungsstationen und mehrere Wasserstationen.

Die Markierungen bestehen aus Schildern und rot-weißem Markierungsband an Bäumen und Sträuchern, sowie Pfeilmarkierungen am Boden und den Beschilderungen der Wanderwege. Selbstverständlich stehen auch GPS-Tracks zur Verfügung. Daher bittet Giselher Schneider alle Wanderer entlang der Strecke, »die Markierungen nicht zu entfernen. Diese werden allesamt wieder eingesammelt und wiederverwendet.«

Den Streckenrekord über 100 Kilometer hält bei den Männern seit 2009 Petru Muntenasu mit 10:45 Stunden. Bei den Frauen gilt es die Zeit von 13:40 Stunden zu schlagen, welche 2008 von Julia Böttger gelaufen wurde. Die Bestzeit auf der 100-Meilen-Strecke hat Rudi Döhnert mit 21:28 Stunden aus dem Jahr 2014; bei den Frauen steht immer noch Iris Dillingers Zeit von 27:33 Stunden aus dem Jahr 2010.

Bei den 100 Meilen versucht ein starkes Teilnehmerfeld, Rekordzeiten zu erzielen. In der Damenwertung wird Anke Warlich auf einem der ersten Plätze erwartet. Bei den Herren liegt das Augenmerk auf Tobias Krumm (Bergisch Gladbach), Jan Adamec (Tschechien) und dem 100-Kilometer-Vorjahressieger Armin Bernard (Rosenheim). Mit Ulrich von Großmann ist erneut ein Einheimischer am Start, der die Strecke aus dem »Eff Eff« kennt. Großmann ist Rekordhalter mit 14. Teilnahmen.

Auf der 100-Kilometer-Distanz gibt es nach der Papierform keinen Favoriten. Gespannt darf man auf Armin Hohenadler (TV Traunstein) sein, der nach einer Auszeit auf seiner Heimstrecke wieder an der Startlinie steht. Die weiteren »Locals« sind Armin Tollkühn (Siegsdorf), Marcel Laponder (Bergwacht Ruhpolding), Simon Winkler (Dojo Wonneberg), Hans Wolfgruber (Petting), Reinhold Frank (Bergwacht Bergen), Michael Popp (SC Ruhpolding). Unter www.chiemgauer100.de gibt es weitere Infos zum Chiemgauer 100. pf