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Rückschlag für die Starbulls

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Starbulls-Spieler Stephen Schultz war in dieser Szene schneller als der Landshuter Torhüter Tyler Weiman. Am Ende verloren die Rosenheimer aber mit 0:3. (Foto: Ziegler)

Rückschlag für die Starbulls Rosenheim in der DEL II. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer verlor das Derby beim EV Landshut mit 0:3. Es war bereits die dritte Niederlage der Rosenheimer in dieser Saison gegen die Niederbayern.


Die Anhänger beider Teams sorgten mit ihren Sprechgesängen schon vorm Eröffnungsbully für Gänsehautatmosphäre. Die Gäste kamen mit der Situation besser zurecht, wussten aus ihrer optischen Überlegenheit der ersten zehn Minuten aber kein Kapital zu schlagen. Auch als Cody Thornton nach einem heftigen Check gegen Fabian Zick für zwei Minuten auf die Sünderbank musste, ließen die Rosenheimer die Scheibe zwar recht ansehnlich laufen, ein echter Abschuss war aber nicht dabei.

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Heute geht's gegen Riessersee weiter

Spätestens als die Rot-Weißen die Unterzahl unbeschadet überstanden hatten, nahmen sie das Heft in die Hand. Spielerisch war’s ganz gewiss nicht erste Sahne, doch mit Einsatz erkämpften sie sich fast im Minutentakt hochkarätige Einschussmöglichkeiten. Max Forster versemmelte nach einer Hereingabe von Patrick Jarrett (10.), Ty Morris tankte sich durch und scheiterte dann an Starbulls-Schlussmann Patrick Ehelechner, den Nachschuss ließ Kyle Doyle ungenutzt (11.). Dann scheiterte erneut Forster (12.), ehe im ersten Powerplay der Niederbayern Andi Geipel und im Gewühl vorm Kasten gleich mehrmals PJ Fenton verzogen (16.). Den unrühmlichen Abschluss im Auslassen feinster Chancen machte Michael Endraß (17.).

Auch im zweiten Durchgang gaben die Dreihelmenstädter zunächst den Ton an, beim Schuss von Endraß hatte Ehelechner aber ebenso wenig Probleme wie beim Versuch von Doyle, den er aus kürzester Distanz entschärfte. Anders kurz darauf: Erneut im Gewühl stocherte Jarrett die Scheibe Richtung Mitte des Torraums, wo Fenton den Schläger hinhielt und am völlig verdutzten Ehelechner vorbei zum 1:0 über die Linie schob (26.).

Der Gegentreffer weckte bei den Gästen neue Kräfte: Erst visierte Sergio Somma den Pfosten an, dann prüfte Mario Valery-Trabucco Eisenhut. Just als die Innstädter aufkamen, erhöhte der EVL auf 2:0. Im Powerplay waren exakt fünf Sekunden heruntergelaufen, als sich Ehelechner einen harmlosen Schuss von Geipel über die Fanghand selbst ins Tor schaufelte (31.). Billy Trew machte mit einem Bilderbuchtor zum 3:0 gegen zurücksteckende Gäste schließlich den verdienten Derbysieg klar (51.). »Wenn du kein Tor schießt, kannst du nicht gewinnen. Das begleitet uns aber schon länger«, meinte Starbulls-Trainer Franz Steer.

Bereits am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr geht es für sein Team im Heimderby gegen den SC Riessersee weiter. Es sind zwar noch 21 Partien bis zum Start in die Play-off-Runde zu absolvieren, doch der Druck auf die Rosenheimer erhöht sich von Spiel zu Spiel. Egal wie der Gegner heißt, in den nächsten sechs Begegnungen innerhalb von 13 Tagen müssen möglichst viele Siege eingefahren werden. Nicht um den Abstand an die Spitzengruppe abreißen zu lassen wie noch vor vier Wochen, sondern um überhaupt Kontakt zu den Pre-Play-off-Plätzen zu halten. »Wir müssen Siege einfahren, egal wie die anderen spielen. Natürlich ist jetzt unser primäres Ziel der 10. Platz«, sagt Steer.

EV Landshut - Starbulls Rosenheim 3:0 (0:0, 2:0, 1:0). – Tore: 1:0 (26.) Fenton; 2:0 (31.) Geipel; 3:0 (51.) Trew. – Schiedsrichter: Bidoul. – Strafminuten: Landshut 10 plus 10 für Rinke-Leitans, Rosenheim 8 plus 10 für Hanselko. – Zuschauer: 6500. bz