weather-image
21°

Rückkehr ins »Wohnzimmer«

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Florian Hofmann steht am morgigen Samstag im Heimspiel gegen den TSV Schwaben Augsburg wieder im Aufgebot des SV Kirchanschöring. (Foto: Butzhammer)

Die letztjährige Heimschwäche (Bilanz: 2-9-7) konnten die Bayernliga-Fußballer des SV Kirchanschöring auch im ersten Heimspiel der laufenden Saison nicht abstellen. In Fridolfing gab’s am Mittwoch vergangener Woche ein 1:2 gegen die SpVgg Hankofen-Hailing. Nun hoffen die Verantwortlichen der Gelb-Schwarzen, dass es bei der Rückkehr ins eigene Stadion an der Laufener Straße besser klappt: In der frisch sanierten »Arena dahoam« – die Arbeiten sind übrigens noch nicht abgeschlossen – soll am morgigen Samstag (16 Uhr) ein Dreier gegen den TSV Schwaben Augsburg gefeiert werden.


»Wir freuen uns alle auf dieses erste echte Heimspiel«, so SVK-Trainer Michael Kostner, der diesmal wieder auf Florian Hofmann und Maxi Willinger zurückgreifen kann und somit etwas mehr Variationsmöglichkeiten hat. Dagegen wurde Routinier Özgür Kart nach seinem Platzverweis vom vergangenen Sonntag in Schwabmünchen für drei Begegnungen gesperrt, darf somit auch am kommenden Mittwoch (14 Uhr) beim TSV Dachau sowie am Sonntag, 19. August (16 Uhr), beim SSV Jahn Regensburg II nicht aufgeboten werden.

Anzeige

»Die Rote Karte war eine Frechheit, was auch der Schwabmünchner Trainer Paolo Maiolo – sogar öffentlich – bestätigt hat«, klagt Kostner. »Und dafür jetzt drei Spiele Sperre – ich finde das lächerlich. Aber vielleicht spielen da ja auch andere Sachen eine Rolle...«

Doch auch ohne »Ötzi« dürfte Kostner eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen schicken können, die den ambitionierten Fuggerstädtern – die als Tabellenzwölfter sicher etwas unter Wert dastehen – mehr als nur Paroli bieten soll. Denn nach drei SVK-Niederlagen in Folge sollte mal wieder ein Sieg auf der Tagesordnung stehen, auch wenn die Truppe von Trainer Sören Dreßler natürlich einen extrem harten Brocken darstellt.

Auch Thaddäus Jell aus dem »Anschöringer« Abteilungsleiterteam fiebert dem Comeback im eigenen Stadion – nach dem 4:1 vom 21. April gegen, ja tatsächlich, Schwaben Augsburg – entgegen: »Wir freuen uns riesig aufs erste ,Heim-Heimspiel’. Wir sind sehr glücklich über die vielen Helfer und Unterstützer, die diesen Stadion-Umbau ermöglicht haben.« Insofern wolle man »natürlich unbedingt eine tolle Leistung zeigen«. Dazu müsse man die Null halten und die individuellen Fehler abstellen.

Die letzten drei Spiele seien allesamt intern analysiert worden, erklärt Jell, »und wir gehen trotz der Negativserie mit einem guten Gefühl in dieses Heimspiel. Da wird eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die sich den Arsch aufreißt.«

Das sieht Pressesprecher Michael Wengler ganz ähnlich: »Mannschaft und Spieler sehnen sich nach daheim, vor allem auch wegen des tollen Publikums«, verspürt er eine gewisse Aufbruchstimmung. Und man dürfe auch nicht vergessen: »Während unser Team nach Holzkirchen, Sonthofen und Schwabmünchen gefahren ist, haben daheim viele fleißige Hände dafür gesorgt, dass die Männer, wie unser Coach sie immer bezeichnet, diesmal wieder hier auftreten können.«

Es sei jedenfalls ein Gefühl, »als wenn man eine Wohnung oder ein Haus renoviert und endlich wieder einziehen kann«, meint Wengler. Und vielleicht klappt’s ja im »SVK-Wohnzimmer« endlich mit dem ersten Heim-Dreier... cs