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Ringer des TV Traunstein verlieren das Derby

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Er holte einen sicheren Sieg für den TVT: Weltergewichtler Ilja Vorobev (rotes Trikot) siegte klar gegen den Angerer Matthias Eckart. (Foto: Wittenzellner)

Erwartungsgemäß mit einer Niederlage endete für die Traunsteiner Ringer das Bayernliga-Derby des TVT gegen den SC Anger, der sich mit einer Reihe zweitligaerfahrener Ringer gut aufgestellt präsentierte und mit 18:11 gewann. Über 400 Zuschauer sahen den Kampf in der Traunsteiner Franz-Eyrich-Halle. Der TVT konnte vier Mattenduelle für sich entscheiden, der SCA sechs.


Die Traunsteiner begannen schlecht, nachdem in einem vorgezogenen Kampf Andreas Dik (61 kg, griechisch-römisch) gegen Andreas Bauer mit technischer Überlegenheit (Differenz von 15 Punkten oder mehr) das erwartete Nachsehen hatte. Auch Ben Wittenzellner (57 kg, Freistil) mit kaum auskurierter Grippe tat sich gegen Lorenz Hagelauer schwer und musste nach einer Unachtsamkeit in der 2. Runde aufs Blatt.

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»Gut gekämpft und wenig belohnt«, das war das Fazit für Gökhan Tetik, der im Greco-Schwergewicht dem Angerer Josef Abler mit fünf Punkten Differenz den Sieg überlassen musste. Dagegen dominierte im Halbschwer-Freistil Traunsteins Georgi Sredkov gegen den Angerer Benedikt Argstatter. Der Gästeringer war mit einer passiven Ringweise um Schadensbegrenzung bemüht und kam erst in der letzten Kampfminute etwas auf. Am Ende stand ein klares 11:1 für den Bulgaren in Traunsteins Diensten, was drei Mannschaftspunkte bedeutete.

Die Niederlage von Luca Zeiser gegen den erfahrenen Ungarn Robert Molnar (66 kg, Freistil) war ebenso einkalkuliert wie schwer vermeidbar. Das 3:14 aus Traunsteiner Sicht war zur Pause erwartet – wenngleich zu hoch, um das Gesamtergebnis noch drehen zu können.

Nach der Pause mühten sich in der Gewichtsklasse bis 86 kg Greco mit Alexej Patalaschko und dem Ex-Traunsteiner Ringer Simon Öllinger zwei gleichstarke Ringer ab. Beide setzten Durchdreher am Boden an, Öllinger lag in einem engen Duell nach sechs Minuten reiner Kampfzeit vorne.

Ordentlich Dampf machte Artur Tatarinov (71 kg, Greco) gegen Felix Baumgartner. 10:2 Punkte zeigten die Überlegenheit Tatarinovs in der 1. Runde, der im nächsten Abschnitt aber unerwartet einbrach. Tatarinov rettete den Kampf mit 12:8 über die Runden, musste hinterher aber ärztlich versorgt werden.

Auch bei seinem Zwillingsbruder Eduard Tatarinov (80 kg, Freistil) lief es nicht nach Wunsch. Er musste unter der Woche mit einer Trainingspause eine Wirbelverletzung auskurieren. Gegen den früheren Bayerischen Meister Josef Hinterreiter – ein routinierter Gegner – unterlag er in einem engen Mattenduell mit 2:6. Dennoch gab Ilja Vorobev (75 kg, Freistil) gegen den Angerer Matthias Eckart nochmal alles. Am Ende siegte er mit erfolgreichen Beinangriffen und Durchdrehern sicher mit 10:4 Punkten. Den Abschluss machte Plamen Petrov gegen Michael Klouceck. In diesem Greco-Weltergewichtskampf standen nach rund eineinhalb Minuten 16 Wertungspunkte für den Traunsteiner angeschrieben.

Die II. Mannschaft musste in der Gruppenliga Süd eine Niederlage gegen Angers Reserve einstecken. Nur vier Siege standen für den TVT zu Buche. Hier zeigten sich die jungen Afghanen Yusuf Raiskhel (57 kg und 61 kg) und Saber Mansuri (66 kg) von der besten Seite und holten je zwei Siege. Weitere Mannschaftsringer waren Andreas Dik, Philipp Schrag, Mahsun Ersayin, Andreas Boschko und Seifullah Rahmani.

Für die TVT-Nachwuchsringer stand es in der Grenzlandliga nach zehn Kämpfen 15:24. Justin Flemmer (31 kg), Yuvigi Etov (34 kg), Leopold von Ellerts (42 kg) und Leonard Rube (46 kg) holten jeweils sichere Siege.

Traunsteins Abteilungsleiter Hartmut Hille trug den Kampftag ohne Sieg mit Fassung: »Das war zu erwarten. Was uns mehr schmerzt sind die vielen angeschlagenen und verletzten Ringer, die wir in dieser Saison schon so früh zu beklagen haben.« awi