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Rekordkulisse, aber kein Erfolg

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Der Kirchanschöringer Tobias Janietz (links, hier im Duell mit dem Hallbergmooser Markus Weber) traf im Spitzenspiel ins eigene Tor. Alois Straßer (rechts) und seine Teamkollegen konnten die Partie nicht mehr drehen und mussten die Tabellenführung wieder abgeben. (Foto: Butzhammer)

Es hat nicht sollen sein im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga Südost für den SV Kirchanschöring: Die Mannschaft von Spielertrainer Patrick Mölzl verlor gegen den VfB Hallbergmoos vor einer Rekordkulisse von 2065 Zuschauern unverdient mit 0:1. Die Kirchanschöringer mussten damit auch die Tabellenführung an die Gäste abgeben.


Dem Verlauf nach kann man von einem engen und ausgeglichenem Spiel reden, das eigentlich keinen Sieger verdient hätte. Ein bitteres Eigentor in der 25. Minute entschied die Partie für die Hallbergmooser, denen der Treffer perfekt ins Konzept passte und gegen aufopferungsvoll kämpfende Kirchanschöringer am Ende den Laden hinten dicht hielten. »Das war eine tolle Sache auch für Hallbergmoos vor über 2000 Zuschauern zu spielen. Man hat gesehen, dass beide Teams zurecht ganz oben stehen«, sagte der sympathische VfB-Trainer Toni Plattner, der eine ebenso enge Partie sah. »Kirchanschöring hatte die Chancen und wir haben mit Glück und Können immer wieder noch dazwischen funken können.«

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In einem ausgeglichenen ersten Durchgang hatte der SVK mehr Spielanteile und Ballbesitz, während der VfB die Räume dicht machte. Den ersten Beifall von den Rängen ernteten die Hausherren, als ein schöner Angriff über drei Stationen bei Manuel Omelanowksy landete, der den Ball zur Mitte brachte, aber zusehen musste, wie ein Abwehrbein vor den SVK-Spitzen Christian Heinrich und Sebastian Leitmeier klärte.

Dann die 23. Minute: Patrick Mölzl trat einen seitlichen Freistoß gefährlich vors Tor, VfB-Torwart Emilio Pingitore machte gegen Albert Eder nicht die beste Figur und bekam die Faust nicht mehr ganz ran, fälschte den Kopfball aber noch so ab, dass dieser hauchdünn am Pfosten vorbeiging.

Die Partie war bis zu diesem Zeitpunkt völlig offen, bis ein mehr als unglücklicher Umstand, dem Konter-Konzept der Gäste ideal in die Karten spielte: Aus einer ungefährlichen Situation heraus segelte die Kugel halbhoch der Sechzehnerkante entlang, wo Tobi Janietz von seinem Mann im Rücken etwas verunsichert plötzlich den Schlappen hinhielt und so für ein Eigentor sorgte, das kein Stürmer hätte besser erzielen können. Die Kugel landete gegen den Lauf von SVK-Torwart Dennis Kracker aus 14 Meter exakt im langen Eck. Eine mehr als glückliche Führung, die sichtlich Wirkung zeigte bei den Hausherren.

Aber auch nur bis zum zweiten Durchgang, denn diesen starteten die Gelb-Schwarzen von Beginn an couragiert und mit Druck nach vorne. Nach dem Doppelwechsel – Stephan Schmidhuber und Bernd Eimannsberger für Manuel Omelanowsky und Alois Strasser – wurden die Männer um Spielertrainer Patrick Mölzl gefährlicher. Bereits nach 49 Minuten steckte »Leiti« auf »Schmidi« durch und dieser zog aus halblinker Position ab – die Kugel rauschte knapp am Pfosten vorbei ans Außennetz. Nur sieben Minuten später wurde abermals Schmidhuber schön auf Außen freigespielt, dessen Querpass klärte aber VfB-Verteidiger Johannes Hornof vor dem einschussbereiten Christian Heinrich und verfehlte dabei nur ganz knapp das eigene Tor. Die Hallbergmooser traten immer weniger vorne in Erscheinung, während der SVK das dritte Mal knapp daneben zielte. Wieder fehlten nur Zentimeter, als »Schmidi« abermals von halblinks von der Sechzehner-Linie abzog (60.).

Mit Herz und Leidenschaft drängten die Hausherren auf den Ausgleich, doch es fehlte das nötige Quäntchen Glück. Am Ende segelte ein langer Ball um den anderen in die Gefahrenzone, Christian Jung scheiterte per Kopf an Pingitore, Bernd Eimannsberger zog aus kurzer Distanz ab. Den ersten gefährlichen Konter setzten die Gäste in der 86. Minute – er blieb aber erfolglos, aber auch so brachten sie die knappe Führung über die Zeit. bts