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Rekorde zum Jubiläum des Chiemsee-Triathlons

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Der Österreicher Thomas Steger siegte im vergangenen Jahr beim Chiemsee-Triathlon über die Mitteldistanz. In diesem Jahr sieht er sich erneut starker Konkurrenz gegenüber, will aber seinen Titel verteidigen. (Foto: Weitz)

Chieming rüstet sich wieder für den Chiemsee-Triathlon (CST) – und die fünfte Auflage der Veranstaltung sprengt bereits im Vorfeld alle Erwartungen. Denn schon seit Wochen sind die Wettkämpfe beim Jubiläum über die Kurz- und Mitteldistanz am kommenden Sonntag ausgebucht. Aber auch der Bewerb über die Volksdistanz, der am kommenden Samstag erstmals über die Bühne gehen wird, findet bei den Athleten regen Zuspruch.


»Das ist wirklich eine hochkarätige Sportveranstaltung«, freute sich Landrat und Schirmherr Siegfried Walch bei einer Pressekonferenz. Über 1100 Sportler werden an den beiden Tagen am Start sein. »Das ist ein Rekordteilnehmerfeld«, hob Sven Hindl vom Veranstalter Wechselszene hervor. »Wir haben an beiden Tagen zudem 29 Profis am Start und damit sieben mehr als 2015«, freute er sich über die wachsende Beliebtheit des Chiemsee-Triathlons. »Das ist ein sehr, sehr starkes Feld.« Für die Großveranstaltung werden zudem rund 500 Helfer im Einsatz sein.

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Auch ein Sportler aus Guatemala dabei

Hindl führte noch weitere Zahlen ins Feld. Aus jedem deutschen Bundesland seien Teilnehmer am Start, hob er hervor. Am Samstag sind 279 Teilnehmer dabei und am Sonntag sind es nochmals 880 Aktive. Auch Athleten aus Guatemala, Kolumbien und Südafrika probieren dabei in diesem Jahr ihr Glück.

Über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen/80 km Radfahren/20 km Laufen) geht der österreichische Durchstarter Thomas Steger wieder an den Start und möchte seinen Titel aus dem Vorjahr unbedingt verteidigen. »Versuchen werde ich es auf jeden Fall«, sagte er. Angesichts der Konkurrenz wird das aber kein Selbstläufer. Der Vorjahreszweite Jaroslav Kovacic aus Slowenien möchte ihm nämlich den Titel streitig machen. Und dann gibt es ja auch noch Lokalmatador Julian Erhardt, der in diesem Jahr schon mit einigen Erfolgen aufhorchen ließ. Bei den Frauen wird der Sieg wohl über die Olympia-Teilnehmerin Ricarda Lisk führen.

Auf der Kurzdistanz (1,5/40/10) will Nils Daimer erneut Erster werden. Er bekommt es mit Europameister Markus Fachbach sowie mit Tomas Bednar und Christian Jais zu tun. Bei den Frauen zählen Daniela Sämmler und Renate Forstner zu den Favoritinnen. Bei der Premiere über die Volksdistanz geht es über folgende Strecken: 0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen. Paratriathleten können übrigens über alle drei Strecken starten.

»Auch touristisch ist der Chiemsee-Triathlon ganz wertvoll für die Region«, hob Landrat Walch hervor. Auch Stephan Semmelmayr, Geschäftsführer von Chiemgau Tourismus, sprach von einem »großen Impuls für die Region«. Der Touristiker wird dabei übrigens selbst an den Start gehen. »Ich will das Ganze einfach auch mal als Teilnehmer miterleben.«

Walch hingegen hegt keine Ambitionen, selbst einmal an den Start zu gehen. »Ich würde es nicht einmal schaffen, die 500 Meter zu schwimmen«, betonte er. Zudem habe er zuletzt Fußball gespielt und davon »noch immer einen Muskelkater.« Doch einige Sponsoren der Veranstaltung nahmen den Wink mit dem Zaunpfahl gerne auf. »Wir bekommen das für nächstes Jahr schon hin«, hakten sie gleich ein. Doch der Landrat ließ sich nicht überzeugen – vorerst zumindest.

Die Vorbereitungen für den CST, der auch zur Triathlon-Serie Alpenass gehört, laufen seit Monaten schon auf Hochtouren. Mittlerweile sind auch in Chieming die Aufbauarbeiten schon im Gange. Natürlich seien vor allem die Anwohner dadurch teilweise eingeschränkt, betonte Hindl, aber man wolle die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich halten.

Der Zweite Chieminger Bürgermeister Georg Hunglinger betonte, dass die Gemeinde stolz sei, dass die Veranstaltung in Chieming stattfinde. Momentan sehe man nur ein Problem: das Wetter. Denn durch den vielen Regen seien die vorgesehenen Parkplätze auf den Wiesen gefährdet. »Aber da werden wir eine Lösung finden, wenn es so weit ist.« Eventuell könne man Shuttlebusse einsetzen, betonte er. SB