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Reiterberger weiter auf Titelkurs

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Er fuhr auch im zweiten Saisonrennen der Konkurrenz in der Superstock-1000-EM davon: Markus Reiterberger. (Foto: MPAfoto)

Zweites Rennen, zweiter Sieg: Markus Reiterberger (Obing) hat in der Europameisterschaft der Superstock-1000-Klasse seine Ambitionen auf den Titelgewinn nachdrücklich untermauert. Der Motorradrennfahrer des Teams alpha Racing-Van Zon-BMW holte sich in Assen (Niederlande) den Sieg. Doch er war nicht der einzige Sieger aus der Region: Auch Luca Grünwald (Waldkraiburg) feierte einen Erfolg. Er gewann das Rennen der Supersport-300-WM.


Reiterberger setzte sich um immerhin 5,5 Sekunden vor seinem BMW-Markenkollegen Roberto Tamburini (Italien/Berclaz Racing Team SA) sowie um 7,3 Sekunden vor Aprilia-Pilot Maximilian Scheib (Chile) durch. Reiterbergers Teamkollege Jan Bühn (Kronau) zeigte sich von seinem Sturz beim EM-Auftakt in Aragón schon gut erholt und wurde Zehnter. Vierter wurde Federico Sandi (Italien/Ducati) vor Florian Marino (Frankreich/Yamaha).

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»Sieg in Assen, Tabellenführung ausgebaut, Pole Position, Rundenrekord – was will man mehr«, freute sich Reiterberger. »Wir waren von Anfang an schnell unterwegs. Dennoch hat mein Team noch einen draufgesetzt. Jeder einzelne hat einen fehlerfreien Job gemacht. Ich habe das Qualifying allerdings nicht optimal nutzen können, weil ich zu Beginn vor lauter Hektik den Motor abgewürgt habe. Ich war dann im Pulk und hatte keine freie Strecke, um die neuen Reifen perfekt auszunutzen. Na ja – Pole ist Pole. Im Rennen konnte ich dann unsere Taktik umsetzen und habe zu Beginn direkt einen Vorsprung rausgefahren. Den konnte ich dann auch bis zum Ende verwalten«, freut sich der 24-Jährige.

Schon im Training hatte Reiterberger mit der BMW S 1000 RR seine Konkurrenz um gut eine halbe Sekunde auf die Plätze verwiesen – Tamburini als Zweiter des Qualifyings hatte genau eine Tausendstelsekunde Vorsprung vor Sandi, Bühn war Fünfter geworden. Allerdings war Reiterberger im dritten freien Training sogar noch schneller gewesen und hatte dabei den Rundenrekord von Tamburini aus dem Vorjahr unterboten.

Im Rennen verpatzte Bühn den Auftakt und fiel auf Rang 12 zurück, ehe er sich allmählich wieder nach vorne kämpfte. Reiterberger führte und verbesserte in der zweiten Runde sogar noch den Rekord bei der schnellsten Rennrunde auf 1:36,594 Minuten. Er baute seinen Vorsprung aus und zog davon.

Nun führt er in der Gesamtwertung mit 50 Punkten vor Tamburini (40), Scheib (29), Sandi (29) und Marino (22). Bühn (6) belegt Rang 13.

Luca Grünwald trumpfte nach seinem 9. Platz zum Saisonbeginn nun in den Niederlanden groß auf: Der Pilot des Teams Freudenberg KTM setzte sich in der Klasse Supersport 300 um 0,065 Sekunden nach hartem Kampf an der Spitze letztlich vor Glenn van Straalen (Niederlande) durch. Das Duo setzte sich vor einem Kawasaki-Fünferpack durch, wobei der Siebtplatzierte gerade mal 1,738 Sekunden Rückstand auf Grünwald hatte. In der WM-Gesamtwertung rückte der 23-Jährige damit mit 32 Punkten hinter Scott Deroue (Kawasaki/diesmal Dritter), der 36 Zähler aufweist, auf Rang 2 vor.

In der Königsklasse Superbike gewann Jonathan Rea (Kawasaki) den ersten Durchgang hauchdünn vor Michael van der Mark (Niederlande/Yamaha) und Chaz Davies (Ducati), sowie Tom Sykes (beide Großbritannien/Kawasaki). Xavier Fores (Spanien/Ducati)) als Fünfter hatte schon deutlichen Rückstand. Im zweiten Lauf gewann Sykes vor Rea und van der Mark. In der Gesamtwertung führt Rea (159 Punkte) vor Davies (129), Marco Melandri (Italien/Ducati/115), van der Mark (103) und Sykes (101).

Für alle Klassen geht es am Wochenende vom 11. bis 13. Mai mit dem Rennen in Imola (Italien) weiter. Das Motto für die Zeit bis zum Rennen auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari hat Reiterbergers Teamchef Werner Daemen schon vorgegeben: »Solche Ergebnisse sind nicht selbstverständlich bei so starker Konkurrenz, deshalb müssen wir weiter hart dafür arbeiten.« who

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