Bildtext einblenden
Da war der Jubel riesig: Markus Reiterberger sicherte sich mit seinem Doppelsieg in Assen vorzeitig den Titelgewinn. (Foto: IDM_Dino Eisele)

Reiterberger holt sich vierten IDM-Titel

Der vorzeitige Titelgewinn ist perfekt: Motorradrennfahrer Markus Reiterberger (Obing) hat sich seinen vierten Meistertitel in der Superbike-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft gesichert. Der 28-Jährige feierte in Assen (Niederlande) einen Doppelsieg und ist bei nunmehr 245 Punkten von seinem Hauptkonkurrenten Florian Alt (Nürmbrecht/138) nicht mehr einzuholen. In den verbleibenden zwei Veranstaltungen (insgesamt also vier Rennen) sind noch maximal 100 Punkte zu holen.


»Das war ein richtig geiles Wochenende«, freute sich Reiterberger. Er lobte besonders sein Team BCC-alpha-Van Zon-BMW rund um IDM-Urgestein Werner Daemen, das »es geschafft hat, mir so ein tolles Bike hinzustellen. Wir hatten keine Ausfälle zu verzeichnen, was mich unglaublich froh und stolz macht.« Das Team habe auch in Assen »wieder super Arbeit geleistet.« Daher freue er sich sehr darüber, dass er seine Mannschaft »vorzeitig mit dem Meistertitel dafür belohnen konnte.«

Auf dem legendären GP-Kurs im niederländischen Assen musste der 28-Jährige aber im ersten Lauf hart kämpfen, um sich gegen seinen Hauptkontrahenten Florian Alt (Wilbers BMW) durchzusetzen. Dieser war das ganze Wochenende stark, doch ein technisch bedingter Ausfall im zweiten Lauf bedeutete das Ende seiner theoretischen Titelchancen.

Im ersten Rennen war Alt nach dem Start aus der letzten Reihe in Runde zwei schon auf Platz sechs vorgefahren. An der Spitze duellierte sich Reiterberger mit Gaststarter Loris Baz (Bonovo Action Team BMW), den er aus der Superbike-WM kennt. In der letzten Runde lag der Franzose nur 0,3 Sekunden hinter Reiterberger und fuhr 0,046 Sekunden hinter dem Obinger auf Platz zwei über die Ziellinie. Dritter wurde Alt – und da Baz keine IDM-Punkte bekommt, erhielt der 26-Jährige als zweitbester Fixstarter der IDM 20 Punkte für die Gesamtwertung.

Durch den Reverse Grid, der in der Superbike-IDM angewendet wird, startete Reiterberger das zweite Rennen von Platz acht aus. Er kam wieder gut weg und konnte sich in der ersten Runde schon auf der vierten Position einreihen.

»Ich habe einen Spitzen-Start gehabt und bin Loris gefolgt. Nach der kurzen Verwirrung an der Spitze, bei der die drei Fahrer vor mir zu weit gefahren sind und ausweichen mussten, habe ich innerhalb von drei Runden auf Loris aufholen können und ihn dann überholt«, freut sich der Obinger. In der sechsten Runde fiel Florian Alt wegen eines technischen Defekts aus – daher wäre für Reiterberger selbst mit dem zweiten Platz die Meisterschaft sicher gewesen, da Loris Baz als Gaststarter keine Punkte bekommt. Doch in der zwölften Runde ging der Obinger am Franzosen vorbei und sicherte sich den neunten von zehn bisher möglichen Siegen in dieser Saison, was ihm nach 2013, 2015 und 2017 jetzt seinen vierten Meistertitel einbrachte.

So richtig realisieren wird er es aber wahrscheinlich erst etwas später, wenn er mit seinem Team anstoßen kann. »Klar war mir bewusst, dass ich, wenn es ganz komisch läuft, heute schon Meister werden kann, aber wirklich damit gerechnet hatte ich nicht. Für Florian tut es mir wirklich leid. Er hatte einfach riesiges Pech diese Saison, denn er war wirklich kein einfacher Gegner für mich und ist starke Rennen gefahren«, lobte er auch seinen Kontrahenten. Freuen durfte sich das Team zudem über zwei fünfte Plätze von Pepijn Bijsterbosch (Niederlande), der in der IDM-Gesamtwertung mit 99 Zählern Rang vier einnimmt.

In der IDM stehen noch die Veranstaltungen in Spielberg (2. bis 4. September) und in Hockenheim (23. bis 25. September) auf dem Programm. Dazwischen ist der 28-Jährige aber noch mit dem Team von BMW Motorrad World Endurance in der Langstrecken-Weltmeisterschaft gefordert: Am Wochenende 17./18. September steht in Le Castellet (Frankreich) auf dem Circuit Paul Ricard das 24-Stunden-Rennen auf dem Programm. Beim Bol d'Or will das BMW-Team, das zuletzt in Suzuka (Japan) durch einen technisch bedingten Ausfall leer ausging, noch einmal kräftig punkten.

fb/who

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein