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Reiterberger freut sich auf »gemeinsame Sache«

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So will er auch diesmal möglichst viele Konkurrenten hinter sich lassen: der Obinger Motorradrennfahrer Markus Reiterberger.

»Das wird ein Spaß«: Richtig groß ist die Vorfreude von Motorradrennfahrer Markus Reiterberger (Obing) auf den Lauf der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) an diesem Wochenende. Denn dieser wird gemeinsam mit den Rennen des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) ausgetragen.


So treten aus der IDM auch nur die Piloten der »Königsklasse« Superbike sowie (im gleichen Rennen) der Kategorie Superstock an – darunter eben auch Titelverteidiger Reiterberger. Der 20-Jährige ist heuer praktisch der Einzige aus dem Superbike-Feld, der regelmäßig mit den dominierenden Piloten des werksunterstützten Ducati-Teams mithalten kann. So führt das Ducati-Duo mit dem Spanier Xavi Forés (242) und Max Neukirchner (216) das Gesamtklassement an, dahinter folgen Reiterberger (182) und dessen Teamkollege Bastien Mackels (Niederlande/99) vom Team Van-Zon-Remeha-BMW.

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Auch Team Schnitzer dabei

»Ich bin sonst nicht so der Automobilsportfan, aber das wird eine tolle Sache«, freut sich Reiterberger, zumal im DTM ja auch das Freilassinger Rennteam BMW Schnitzer vertreten ist – und das mit den ehemaligen DTM-Champions Bruno Spengler (Kanada/Meister 2012) und Martin Tomczyk (Rosenheim/Meister 2011).

Aber auch für Reiterbergers Konkurrenten Max Neukirchner ist die Veranstaltung am Lausitzring etwas ganz Besonderes: Denn vor 25 Jahren hatte dort Lothar Neukirchner die DDR-Motorradmeisterschaft in der 250-ccm-Klasse gefeiert, nun ist sein Sohn Max dort einer der Favoriten.

200 PS »gegen« 500 PS

Die Motorräder leisten jeweils rund 200 PS. Die DTM-Fahrzeuge haben dagegen rund 500 PS in ihren V-8-Motoren »unter der Haube«. Aber sie müssen ja auch ein Fahrzeuggewicht von 1120 Kilogramm (plus Zusatzgewichte für die erfolgreichsten Piloten der vergangenen Rennen) beschleunigen (bis zu maximal ca. 240 km/h), beim Motorrad beträgt das Mindestgewicht 168 Kilogramm. Entsprechend brutal ist auch die Beschleunigung bei den Zweirädern, die auf langen Geraden schon gut 280 km/h erreichen können.

Auch für die Organisatoren bedeutet der Wechsel von Motorrad- und Autorennen bzw. -training einen großen Aufwand. Der Streckenverlauf muss für die Motorräder jeweils leicht angepasst werden, zudem muss nach jeder Fahrt der Autos (es sind auch Porsche-Carrera-Cup und ATS-Formel-3-Cup am Start) die Strecke vom Gummiabrieb gesäubert werden, weil dieser für die Motorradpiloten zur Sturzfalle werden könnte.

»Gute Werbung für uns«

Mächtig Gas will Reiterberger auf jeden Fall geben, denn vor so großem Publikum wie im Rahmen des DTM fahren die Motorradpiloten bei den IDM-Veranstaltungen sonst nicht. »Das ist eine gute Werbung für uns«, freut sich der 20-Jährige – und will mit guten Platzierungen auch entsprechend »Eigenwerbung« betreiben ... who