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Reiterberger bekommt »Gesellschaft«

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Er will sich im Superstock-FIM-1000-Cup etablieren: Marvin Fritz vom Team Bayer-Bikerbox, der in Aragón auf eine gute Platzierung hofft.

Die Superbike-Weltmeisterschaft gastiert erstmals in dieser Saison in Europa – und damit kommen auch erstmals die Fahrer im Superstock-1000-FIM-Cup zum Einsatz. Daher ist nun in Aragón (Spanien) neben dem Obinger Superbike-Piloten Markus Reiterberger auch ein heimisches Team am Start: das Bayer-Bikerbox-Team mit Pilot Marvin Fritz.


Im Vorjahr hatte die Mannschaft den Titel in der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Superbike-Klasse geholt. Zum Team gehören Teamchef und Cheftechniker Sepp Buchner (Feichten), Data-Recording-Mann Andy Pfaffinger (Tittmoning), Mechanikerin Michaela Ruff, Teaminhaber Jakob Bayer (Allgäu) und Fahrer Marvin Fritz

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Nun gibt es einen sportlichen Fortschritt – aber mit einem technischen Rückschritt: Denn die Maschinen dürfen in der Superstock-Serie wesentlich weniger stark technisch verändert werden als in der Superbike-IDM. »Der Fahrer kommt jedenfalls gut damit zurecht«, freut sich Pfaffinger. Dass sich Team und Pilot nun bei den Auftritten auf internationalem Parkett umstellen müssen, ist allen klar. Auf rund 250 000 Euro Gesamtaufwand schätzt das Team das nötige Budget, und dieser Kraftaufwand soll sich lohnen. Marvin Fritz jedenfalls will mit der gut 220 PS starken Yamaha YZF-R1M beweisen, dass er international gut mitmischen kann. Besonders günstig dabei: Der Kurs in Spanien gehört für den 23-Jährigen zu seinen Lieblingsstrecken neben Jerez, Hockenheim, Magny-Cours und Assen.

Das Team war in der Saisonvorbereitung zu Tests in Misano (Italien) und eben auch in Aragón. »Und wenn man sich die Zeiten aus dem Training anschaut und mit den offiziellen Zeiten aus dem Vorjahr vergleicht, sind wir auf jeden Fall konkurrenzfähig – das wäre ungefähr Trainingsplatz 7 gewesen«, freut sich Pfaffinger.

Natürlich ist ihm auch bewusst, dass die anderen Mannschaften im Vergleich zum Vorjahr sicherlich Fortschritte gemacht haben werden. »Aber wir werden auch unsere Fortschritte machen«, betont der Tittmoninger.

Eher noch nicht die gewünschten Fortschritte gab es bislang in der WM-Saison 2017 für Markus Reiterberger und sein Team Althea BMW Racing. Zwar konnten sich die Leistungen (zuletzt unter anderem ein 10. Platz) schon sehen lassen, »aber ich habe immer noch nicht das richtige Vertrauen in die Maschine«, so der 23-Jährige. Verbesserungen seien nicht so leicht zu erzielen, »schließlich hat ein Privatteam halt weniger Möglichkeiten als ein Werksteam.«

Bei der Vorbereitung auf die Saison war Reiterberger auch durch einen Sturz bei Tests – die Ölleitung ging kaputt – im November gebremst worden. »Ich hatte wieder einige Probleme mit der Wirbelsäule und konnte bis Ende Januar fast nichts tun. Aber jetzt bin ich wieder fit.«

Nach dem ersten WM-Lauf in Australien flog er gleich nach Thailand weiter, denn ein zwischenzeitlicher Rückflug nach Deutschland hätte wegen der Zeitverschiebungen in den beiden Ländern keinen Sinn gehabt. So nutzte Reiterberger die freie Zeit vor dem Rennen in Thailand, um einen Tauchschein zu machen.

»Auftauchen« möchte er auch in den Ergebnislisten wieder auf vorderen Positionen. Die Aussichten, dass das in Aragón gelingen könnte, sind zumindest vom Kurs her gut: »Ich mag die Strecke und freue mich auf die Rennen«, so der 23-Jährige. who