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Reinhold Austermayer bleibt »Schiri-Chef«

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Reinhold Austermayer aus Tittmoning steht nun als gewählter Obmann an der Spitze der Fußball-Schiedsrichtergruppe Ruperti. Seit Oktober 2012 war er kommissarisch im Amt. »Wir versuchen nicht zu enttäuschen, zählen aber auch auf Unterstützung«, betonte Austermayer, der Hans Mayer (Petting) als Beisitzer und Heinz Hofstetter (Teisendorf) als Lehrwart in den Gruppenausschuss berief.


Ehrengast und Bezirksschiedsrichterobmann Robert Schraudner (München) ließ bei der Hauptversammlung die vergangenen vier Jahre Revue passieren. Die Gruppe Ruperti sei nach dem außerplanmäßigen Wechsel sehr gut aufgestellt und habe sich etabliert. »Die Außenwirkung hat auch jederzeit funktioniert«, lobte der BSO. Schraudner freut es, dass Felix Brych für die WM in Brasilien nominiert wurde. «Das zeugt von guter Arbeit in Oberbayern.« Als ranghöchster Schiedsrichter der Gruppe Ruperti pfeift Florian Kornblum (Chieming) in der Regionalliga und ist in der III. Liga als Assistent im Einsatz.

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Zwei Entwicklungen der vergangenen Jahre bereiten Schraudner Sorgen. Einerseits die zunehmende Gewalt am Fußballplatz gegen Schiedsrichter: »In der Menge und der Intensität war das noch nicht da«, meint der BSO. Zum anderen sorgen ihn die rückläufigen Schiedsrichterzahlen. Waren es in Bayern 2010 noch 3500, so ist diese Zahl inzwischen um zehn Prozent zurückgegangen. 40 bis 50 Prozent der Nachwuchsschiedsrichter hören bereits nach dem Neulingskurs wieder auf. Aus diesem Grund wurden »Runde Tische« und eine Arbeitsgruppe gebildet, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Austermayers Rückblick erstreckte sich über die 16 Monate, die er kommissarisch im Amt war. »Wir mussten damals eine schnelle Lösung finden, die finale Lösung ist dann im Lauf der Zeit entstanden«, sagte der GSO. Ein Neulingslehrgang, ein Förderlehrgang und eine Assistentenschulung fielen in seine bisherige Amtszeit. Ziel war es auch, Einteiler und Beobachter zu installieren.

Von den 188 Schiedsrichtern der Gruppe sind 139 aktiv. »Im Vorjahr mussten wir dann den elektronischen Spielbericht und seit diesem Winter den Futsal in Angriff nehmen«, berichtete Austermayer. Was ihm Sorge bereitet sei das Verhalten der Eltern und Betreuer gegenüber den jungen Schiedsrichtern. »Sie verletzten die Vorbildfunktion«, kritisierte der GSO. Neulinge müssten sich erst bewähren. Ziel für die Zukunft sei es, neue Unparteiische zu gewinnen und sie auch bei der Gruppe zu halten.

Schraudner leitete im Anschluss die Neuwahlen. Diese ergaben ein deutliches Votum: Reinhold Austermayer wurde mit 64:2-Stimmen bei zwei Enthaltungen zum Gruppenobmann gewählt. Der GSA besteht aus Hans Mayer und Heinz Hofstetter. Einteiler sind Mayer, Tobias Dürnberger (Petting) und Jürgen Kornblum (Chieming). Das Amt des Vergnügungswarts übt Uli Straub (Freilassing) aus, Hans Öllerer ist für die Schiedsrichterutensilien verantwortlich. Als Schriftführer fungiert Thomas Donhauser (Seebruck), die Internetseite betreut Hans Wichtlhuber (Tengling).

Abschließend bedankte sich Austermayer bei Kreisschiedsrichter-Obmann Franz Einmannsberger (Emmerting), der nach 16 Jahren nunmehr sein Amt niederlegt. td