weather-image

Reiffenstuel-Realschule ist Landessieger

0.0
0.0

Freude herrschte bei den zwei heimischen Teams, die sich in der Max-Aicher-Arena mit den besten bayerischen Schülern im Eisschnelllauf maßen: Die Reiffenstuel-Realschule wurde in der Wettkampfklasse »Jungen III« mit einem fünfköpfigen reinen Inzeller Bubenteam Landessieger. Die Achental-Realschule verpasste um knapp vier Sekunden Platz eins und wurde mit vier Teilnehmerinnen Zweiter in der Klasse »Mädchen III«. Etwa 170 Schüler hatten sich für den bayernweiten Wettbewerb angemeldet. Hans Bresina ermunterte als Sprecher alle zum kräftigen Anfeuern der jeweiligen Läufer.


Auch die zwei Schnellsten der Altersklasse III kamen aus der Region: Es waren Markus Salzinger aus Inzell von der Reiffenstuel-Realschule mit 39,02 Sekunden Gesamtzeit für die 100 und 300 Meter sowie Josephine Heimerl aus Schleching mit 42,47 Sekunden Gesamtzeit. Josephine sicherte ihrem Team von der Achental-Realschule Marquartstein, das vom Langlauf eine gute Kondition mitbringt, damit einen ordentlichen Vorsprung. Auch ihre Team-Kolleginnen Laura Maier, Sarah Schönfelder und Antonia Bodenstein schlugen sich wacker. »Heute war die Schwierigkeit, dass keiner stürzen durfte«, erläuterte DEC-Inzell-Trainerin Gitta Heimerl, mit der die Mädchen tags zuvor extra noch in Inzell trainiert hatten, ebenso wie in den Faschingsferien: Da die Fünfte im Bunde, Annabell Speicher, krank vom Deutschen Schülercup in Thüringen zurückgekehrt war, lag es an dem Quartett, die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen. Bis auf DEC-Nachwuchstalent Josephine sind sie alle Hobby-Eisläuferinnen. »Alle haben sich in ihren Zeiten gesteigert. Es waren Superläufe. Mehr ging nicht«, lobte Gitta Heimerl. »Wir sind begeistert und überlegen, ob wir im Eisschnelllauf im Verein weitermachen«, verrieten Laura und Antonia. Alle hoffen, dass sie es nächstes Jahr im Bund mit Annabell auf dem Stockerl ganz nach oben schaffen.

Anzeige

»Bei den 100 Meter war es knapp, da waren die Eishockeyspieler der anderen Schulen auch ganz gut. Aber bei den 300 Meter war es dann klar«, erwiderte Markus Salzinger auf die Frage, ob die Inzeller Buben mit ihrem Sieg gerechnet hatten. »Das sind nicht unsere Strecken«, erklärte er: Im Training laufen die DEC-Sportler Markus Salzinger, Michael Wels und Simon Graf Strecken zwischen 500 und 3000 Meter. Bei den 300 Meter komme man in Eisschnelllauf-Schlittschuhen erst auf der Zielgerade so richtig ins Gleiten. Unterstützt wurden die drei durch Toni Hallweger und Seppi Mayer in Eishockey-Schlittschuhen.

Der Hauptgedanke dieser Wettbewerbe unter dem Motto »Jugend trainiert für Olympia« sei das Dabeisein und der Gedanke, im Team für die eigene Schule und Region zu starten und mit einem schönen Gefühl nach Hause zu fahren, erklärte Gitta Heimerl. »Das ist unser Fundus«, meinte Bundescheftrainer Markus Eicher im Blick auf die jungen Sportler, der wie Bürgermeister Martin Hobmaier bei den Wettbewerben vorbei schaute. »Die mit Eisschnelllauf-Schlittschuhen sind natürlich klar im Vorteil. Aber vielleicht reizt das die anderen, es ebenfalls mal auszuprobieren.«

Die Organisatoren Helmut Ripper und Hans Zuch wurden unterstützt von etwa zehn Lehrern. Sie bedauerten, dass keine Kollegen von Realschulen und Gymnasien, die einen Großteil der Teilnehmer stellten, und niemand von der Landesstelle für Schulsport da war. Der Inzeller Elternbeirat übernahm die Verpflegung. 15 Fünft- und Sechstklässler aus Inzell leisteten Helferdienste, etwa beim Parcours-Aufbau oder Startnummern-Einsammeln. Zwei Neuntklässler aus der Mittelschule in Fridolfing halfen bei der EDV-Auswertung.

Urkunden, Medaillen und Laptoptaschen mit der Aufschrift »Bayern« übergaben Schulamtsdirektor Otto Mayer, Josef Schallinger, Vorstandsmitglied der Sparkasse Traunstein-Trostberg, und Fachberaterin Ingrid Wudi. vm