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Regionale Ringerfans haben freie Auswahl

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Im Halbschwergewicht eine sichere Bank für Burghausen: Theo Tounousidis (rotes Trikot). (Foto: Wittenzellner)

Die Ringervereine des Bezirks Inn-Chiem sind an diesem Wochenende überwiegend auf heimischer Matte zu sehen – die Ringerfans in der Region haben damit die Qual der Wahl. Finden sich doch von der Papierform her einige spannende Mattenduelle wieder, bei denen auch so manche sportliche Revanche auf die Vorrundenkämpfe mit dabei sein dürfte.


Der SV Wacker Burghausen empfängt zu Hause den Bundesligaaufsteiger SV Triberg, der dem SVW frech-fröhlich eine 13:26-Niederlage beibrachte. Beide haben bisher je fünf Siege auf dem Konto. Spannend dürfte es unter anderem werden, wenn Burghausens Lokalmatador Matthias Maasch (66 Greco) gegen den armenischen Europameisterschaftsteilnehmer Aram Julfalakyan antreten muss. Für die weiteren bayerischen Vereine SVS Hallbergmoos und Johannis Nürnberg besteht am Tabellenende weiter höchste Abstiegsgefahr.

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Der SVW dürfte an diesem Samstag vor einer guten Kulisse ringen: erhalten doch die Fußballfans, die das Drittliga-Spiel zwischen Burghausen und dem VfL Osnabrück einige Stunden zuvor besuchen, 50 Prozent Ermäßigung beim Besuch des Ringerduells.

In der Oberliga kommt es zum Spitzenduell zwischen Tabellenführer ASC Bindlach und dem SC Anger, der allerdings einen Kampf weniger ausgetragen hat. Mit 18:17 hatte Bindlach im Hinkampf in Aufham gewonnen, der Rückkampf dürfte wieder entsprechend knapp werden. Beide stellen einen ausgeglichenen Kader, wobei ein eventuelles Fehlen von Seppi Hinterreiter (Polizei-Europameisterschaft in Prag) den SCA deutlich schwächen würde. Bei einem Bindlacher Sieg wären die Franken aufgrund eines relativ leichten Restprogramms wohl nicht mehr einzuholen, wogegen der SCA noch zum in Lauerstellung befindlichen SV Untergriesbach fahren muss.

In der Bayernliga stehen für die regionalen Vertreter zwei Heimkämpfe an: der TSV Trostberg empfängt den AC Lichtenfels. Die Reserve des AC wird dabei – je nach Belieben – mit Bundesligaringern verstärkt zu einer Oberliga-Spitzenmannschaft aufgebaut, um eine Woche später wieder mit einer echten zweiten Garde anzutreten. Insofern ist der Ausgang des Duells schwer vorherzusagen. Beim 21:16-Sieg in Lichtenfels hatte die Schrader-Truppe eher das Glück, von einer übermäßigen Bundesligaverstärkung der Lichtenfelser verschont geblieben zu sein. Der TV Traunstein, der bisher auf einen weitgehend guten Saisonverlauf zurückblicken kann, erwartet mit dem Tabellenzweiten SV Mietraching eine ganz harte Nuss. Die Niederbayern sind favorisiert und peilen offensichtlich den sofortigen Wiederaufstieg in die Oberliga an.

In der Landesliga Süd hängen die Trauben für den SC Anger II gegen die Reserve des Zweitligisten TSV Westendorf sehr hoch, wobei es sicher nicht wieder zu einem 0:40 wie in der Vorrunde kommen dürfte. 18:19 hieß es regulär auf der Matte, aufgrund von Aufstellungsproblemen des SCA wurde die Begegnung aber mit 0:40 gewertet. Westendorf stellt jedoch je nach Einsatz von Zweitliga-Ringern die stärkste Mannschaft. Der TSV Berchtesgaden, derzeit Tabellenfünfter, ist gegen den TV Geiselhöring nur Außenseiter und dürfte sich sicherlich auf die Heimkämpfe, wie auf eher schlagbare Gegner wie zum Beispiel die Reserve des SV Untergriesbach am folgenden Wochenende konzentrieren. Die Zweite des SV Wacker Burghausen sollte sich gegen den niederbayerischen »Nachbarn« Untergriesbach II keine Blöße geben und Punkte gegen den Abstieg sammeln. Der AC Bad Reichenhall, Tabellenzweiter in der Bezirksliga Ndb.-Opf./Inn-Chiem empfängt mit dem AC Regensburg einen unangenehmen Gegner, der vom AC nur in Bestbesetzung zu besiegen ist. In Regensburg setzte es bei Unterbesetzung des AC eine deftige 10:20-Niederlage.

In der Schüler-Grenzland-Liga steht der SC Anger gegen die KG Vigaun/Abtenau vor einer Bewährungsprobe. Der Tabellenzweite TV Traunstein muss sich gegen den AC Wals und den TSV Berchtesgaden beweisen, der wiederum auch gegen den TSV Trostberg antreten muss. Trostberg empfängt außerdem den Nachwuchs aus Burghausen.

Der Siegeszug des AC Wals in der Österreichischen Bundesliga dürfte auch am Samstag beim KSK Klaus weitergehen. Mit dem Abschluss des oberen Playoffs kann der österreichische Rekordmeister dann für das Finale planen. awi