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RB Salzburg beeindruckt in Traunstein

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Er beeindruckte in Traunstein besonders: Salzburgs zweimaliger Torschütze Munas Dabbur (links), hier gegen den Würzburger Clemens Schoppenhauer. (Foto: Wirth)

Am Ende waren alle halbwegs zufrieden, nur die Zuschauerzahl (gut 400) war doch etwas enttäuschend: Die »Roten Bullen« aus Salzburg konnten nach dem 4:1-Sieg in Traunstein auf eine gelungene Generalprobe für den Auftakt in der Champions-League-Qualifikation am kommenden Dienstag zurückblicken. Zweitliga-Neuling Würzburger Kickers fing sich nach massiven Problemen in der ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel und erreichte im zweiten Durchgang immerhin ein 0:0.


Und die Zuschauer im Jakob-Schaumaier-Sportpark bekamen, zumindest von Seiten der Oscar-Garcia-Truppe, sehr ansehnlichen Profi-Fußball präsentiert. »Keine Frage: Salzburg war spritziger, der Sieg hochverdient. Das ist aber auch logisch, denn Red Bull bestreitet ja schon nächsten Dienstag das erste Champions-League-Spiel«, meinte Traunsteins stellvertretender SBC-Abteilungsleiter Hans Neunteufel.

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»Den Rasen hätte man ein bisschen kürzer mähen können«, resümierte Salzburgs Co-Trainer René Aufhauser, »sonst ist das hier eine tolle Anlage.« Er könne sich vorstellen, »dass die Würzburger am Anfang überrascht waren«, mit dem Umschaltspiel seiner Truppe war der 58-fache österreichische Nationalspieler auf alle Fälle »sehr zufrieden«. Nun verspricht er den Fans der »Roten Bullen«: »Wir werden den FK Liepaja am Dienstag auf keinen Fall unterschützen. Wir werden versuchen, ein gutes Ergebnis vorzulegen. Wir müssen nach vorne spielen und Tore machen – wie heute.«

Traunsteins Landesliga-Trainer Jochen Reil war von der »Geschwindigkeit und Beweglichkeit« der Mozartstädter sehr angetan. Vor allem Valon Berisha (»der Wahnsinn, was der gespielt hat«), der zweifache Torschütze Munas Dabbur und der kopfballstarke Kroate Juje Caleta-Car imponierten Reil, der das Würzburger Auftreten dagegen »schon etwas enttäuschend« fand.

Diesbezüglich konnte ihm Kickers-Trainer Bernd Hollerbach auch gar nicht widersprechen. »Das Verhalten einiger Spieler in der ersten Halbzeit hat mir nicht gefallen«, betonte er, »die Tatsache, dass wir zurzeit natürlich in keinem guten körperlichen Zustand sind, darf da auch nicht als Ausrede gelten.« Vor allem die Innenverteidigung mit Clemens Schoppenhauer und Richard Weil geriet immer wieder ins Schwimmen, sodass der 39-jährige Torwart-Routinier Robert Wulnikowski zwischen der 4. und 37. Minute gleich viermal den Ball aus dem Netz holen musste.

Dabbur schnürte einen Doppelpack (4./15.), außerdem trafen Valentino Lazaro mit einer feinen Einzelleistung und Kapitän Jonatan Soriano für Red Bull. Die Tatsache, dass der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich aus einem Eigentor von Gladbach-Rückkehrer Martin Hinteregger (14./nach Hereingabe von Nejmeddin Daghfous) resultierte, dokumentiert die Harmlosigkeit der Unterfranken in der Offensive.

Sehr positiv war auf »Bullen«-Seite das Comeback von Christoph Leitgeb in der Schlussviertelstunde zu bewerten: »Das letzte Mal bin ich im August 2015 auf dem Platz gestanden«, sagte der 31-jährige Mittelfeld-Routinier. »Für mich war es heute ein tolles Gefühl, auch wenn ich noch ein wenig Zeit brauche.« cs

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