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Raue schießt TuS Traunreut ins Toto-Pokal-Finale

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Riesenjubel bei den Spielern des TuS Traunreut: Hier feiern Ersel Aydinalp (von links), Michael Lissek, Johannes Schreiber und Anton Mook den Einzug ins Finale. (Foto: Weitz)

Die Fußballer des TuS Traunreut haben für eine Cup-Überraschung gesorgt: Trotz eines 0:2-Rückstandes bis zur 84. Minute warf der Kreisligist den Landesliga-Absteiger TSV Ampfing mit einem 8:7-Sieg nach Elfmeterschießen aus dem Toto-Pokal und zog ins Endspiel auf Kreisebene Inn/Salzach ein. Im Finale treffen die Fußballer von Trainer Tom Stutz am 14. Mai auf den Sieger der zweiten Halbfinalpartie TSV Hohenthann gegen SV Ostermünchen.


Einen spannenden Pokalnachmittag sahen die 120 Zuschauer im TuS-Sportpark. Die »Schweppermänner« sahen bis zur 70. Minute wie der sichere Sieger aus: Denn der TSV lag bis dahin mit 2:0 in Front. Mit dieser Führung im Rücken schalteten die Gäste dann aber einen Gang zurück und brachten die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber wieder zurück ins Spiel.

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Treffer von Mook leitet Aufholjagd ein

Zunächst verkürzte Anton Mook per Freistoß: Sein Kracher aus 25 Meter landete unhaltbar für TSV-Torwart Sven Kouame im Kreuzeck (84.). Jetzt hatten die Traunreuter Blut geleckt. Ein Schuss von Christoph Raue in der 90. Minute wurde vom Tormann gerade noch auf der Linie entschärft, dann brachte ein TSV-Verteidiger Ersel Aydinalp im Strafraum zu Fall. Den Elfmeter verwandelte Michael Lissek (92.) zum Ausgleich für den TuS.

Im Elfmeterschießen verwandelten die ersten fünf Schützen beider Mannschaften alle sicher. Für Ampfing trafen Francesco Berardi, Benjamin Birner, Djordje Degenek, Djimisti Burim und Alin Ionas. Anton Mook, Ersel Aydinalp, Christopher Mayer, Johannes Schreiber und Michael Lissek waren für den TuS erfolgreich. Dann scheiterte der Ampfinger Christian Richter an TuS-Torwart Christopher Mayer, ehe Raue den entscheidenden Strafstoß verwandelte.

Beide Mannschaften versuchten, schon während der 90 Minuten die Entscheidung herbeizuführen. Die erste Chance hatten die Traunreuter: Johannes Schreiber zwang den Tormann zu einer Parade, die anschließende Ecke von Bernd Schweidler schoss Ersel Aydinalp (2.) direkt in die Arme des Schlussmanns. Aydinalp hatte auch in der 13. Minute sein Visier nicht richtig eingestellt. Auf Ampfinger Seite hatten Francesco Berardi (8.) und Djordje Degenek (20.) Pech.

Dann fiel nach einem Zweikampf TuS-Kapitän Michael Müller unglücklich auf den Arm. Er musste mit einer Ellbogen-Verletzung gegen Konstantin Klein ausgewechselt werden. Dieses Durcheinander in der Traunreuter Hintermannschaft nutzten die Gäste zum Führungstor, einen weiten Einwurf durch Josef Glasl köpfte Harald Weiß unbedrängt zum 0:1 (25.) in die Maschen.

Den Ausgleich hatten Michael Lissek (29.) und Johannes Schreiber (35.) auf dem Fuß, sie waren aber erfolglos. Auch auf der Gegenseite wollte kein weiterer Treffer mehr fallen, obwohl die Ampfinger durch Degenek (39.) und Benjamin Birner (42.) noch Chancen hatten.

Mit dem totalen Willen das Spiel noch zu drehen, kamen die TuS-Kicker aus der Kabine. Doch zunächst wollte ihnen kein Treffer gelingen. Bernd Schweidler (48.) und Mathias Gorzel (55.) brachten den Ball nicht im Tor unter. Für Ampfing blieben Alin Ionas (51.) und Christian Richter (60.) erfolglos. Im Verlauf der zweiten Halbzeit kamen beim TuS dann Anton Mook, Christoph Raue und Dominik Schneider ins Spiel – diese Wechsel sollten noch spielentscheidend sein.

Nach einer tollen Kombination zwischen Schweidler und Schreiber traf Aydinalp (64.) den Ball nicht richtig, eine gute Chance war vertan. Eine Aydinalp Hereingabe schoss Schreiber (69.) mit einer Direktabnahme am Kasten vorbei, dann ließ sich die Traunreuter Defensive zu leicht aushebeln. Einen Konter verwandelten die Gäste wieder durch Harald Weiß (70.) im zweiten Versuch zum 0:2.

Doch Traunreut gab sich nicht auf. Eine Flanke von Mathias Gorzel köpfte Konstantin Klein (73.) noch am Gehäuse vorbei, danach kamen die großen Auftritte von Anton Mook und Michael Lissek. Als dann auch noch Christoph Raue im Elfmeterschießen die Nerven behielt, war die Freude beim TuS grenzenlos. ds/cs