Radunfall bremst Julian Erhardt aus: »Ich hatte Glück im Unglück«

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Ans Laufen ist aktuell noch nicht zu denken: Der Überseer Profi-Triathlet erholt sich gerade von den Folgen eines bösen Radsturzes. (Foto: Halder)

Es war alles angerichtet für eine starke zweite Saisonhälfte: Doch ein Radunfall hat Julian Erhardt nun vorerst einen Strich durch die Rechnung gemacht. »Dabei hatte ich noch Glück im Unglück. Das hätte auch anders ausgehen können«, berichtet der Überseer Profi-Triathlet im Gespräch mit unserer Sportredaktion.


Er stürzte bei einer Trainingsausfahrt mit dem Rad übel. Zwischen Inzell und Siegsdorf sah er beim Wechsel von der Straße auf den Radweg erst im letzten Moment eine Bordsteinkante – doch da war es schon zu spät: Erhardt flog im hohen Bogen über sein Rad und landete mit dem Rücken an einer Laterne, die in einer Mulde stand. Mit Handzeichen konnte er einen anderen Radfahrer auf seine missliche Lage aufmerksam machen und der rief sofort den Notarzt. Erhardt kam ins Traunsteiner Krankenhaus und musste dort auch einige Tage bleiben – die Diagnose: dreifacher Rippenbruch und Flüssigkeit in der Lunge.

»Aktuell geht es mir den Umständen entsprechend gut«, sagt Erhardt. Bei der ersten Kontrolluntersuchung gab's auch weiter positive Nachrichten für den Sportler: Die Flüssigkeit in der Lunge bildet sich zurück. Der Überseer dürfte auch schon wieder trainieren. »Aber die Schmerzen sind noch zu groß«, sagt er. »Ich spüre jede kleine Erschütterung.«

Deshalb will er jetzt »erst einmal ganz gesund werden und dann wieder gut trainieren«, ehe er wieder an der Startlinie stehen möchte. Die Challenge-WM über die Mitteldistanz in Samorin (Slowakei) am 29. August hat er deshalb bereits abgehakt. »Irgendwie würde es wahrscheinlich schon gehen, aber das wäre nicht klug«, sagt er. Auch das Mitteldistanz-Rennen im französischen Gerardmer im September kommt noch zu früh.

Im Oktober will Julian Erhardt dann nach Möglichkeit aber wieder angreifen. Die Challenge Budva in Montenegro am 10. Oktober hat er dabei im Visier. »Das ist ein cooles Fernziel.«

SB

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