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Quast warnt den TSV Waging

»The trend is your friend« – diese alte Börsenweisheit trifft in der Fußball-Bezirksliga Ost derzeit voll und ganz auf den TSV Waging zu. Die Darbietungen seiner Elf konnten Trainer Berni Zeif zwar nicht immer überzeugen, aber mittlerweile stehen acht Spiele in Folge ohne Niederlage für die »Seerosen« im Ergebnistableau – am morgigen Samstag (16 Uhr) soll gegen den SB/DJK Rosenheim II das neunte dazukommen.

Mit großem Einsatz des Gegners müssen die Waginger Spieler auch gegen den SB Rosenheim II wieder rechnen, so wie zuletzt gegen Bad Aibling: In dieser Szene attackieren die Bad Aiblinger Julian Haas (links) und Arnold Palm den Waginger Sebastian Schilling (Mitte). (Foto: Weitz)

»Das war schon ein verdienter Sieg trotz der wahrscheinlich schlechtesten Saisonleistung«, blickt Co-Trainer Patrick Quast auf den jüngsten 3:1-Erfolg gegen Bad Aibling zurück. »Die Mannschaft glaubt an sich und macht immer weiter, auch wenn es mal nicht optimal läuft.« Und so wurde nach einer schwachen ersten Halbzeit ein 0:1-Rückstand mit drei Toren binnen gut einer Viertelstunde noch umgebogen.

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Damit gab es nach dem torlosen Remis bei der Heimpremiere gegen Kolbermoor am 6. August sechs Siege in Folge im heimischen Wilhelm-Scharnow-Stadion bei nur vier Gegentoren. Die Abwehr ist überhaupt das Prunkstück der Waginger, die in 15 Spielen erst 14 Treffer zuließen – das ist unangefochtene Liga-Spitze!

Lohn dafür ist der dritte Platz nach Abschluss der Vorrunde mit nur zwei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter SC Baldham-Vaterstetten. Die Waginger sind also weiter voll im Geschäft und können morgen gegen Rosenheim wieder auf Franz Eder zurückgreifen, wobei Quast dessen Ersatz Basti Maier ein großes Lob zollte: »Er hat den Franz souverän vertreten!« Ansonsten bleibt personell alles unverändert zur Vorwoche.

»Nach der sehr guten Vorrunde wollen wir am ersten Rückrunden-Spieltag natürlich Revanche für die bittere Lektion am ersten Spieltag nehmen«, kündigt Quast an. Ende Juli waren die Zeif-Schützlinge von den viel abgezockteren Sportbundlern mit einer 0:3- Niederlage auf die Heimreise geschickt worden. »Die haben ihre Chancen konsequenter ausgenutzt und jeden kleinen Fehler gnadenlos bestraft – das hat den Unterschied ausgemacht«, erinnert sich Quast.

Morgen sind die Vorzeichen aber ganz anders: Denn während sich die Waginger schnell fingen, stürzte Rosenheim bis zum Ende der Vorrunde auf Relegationsplatz 13 ab. Zuletzt hatte das Bayernliga-Team acht Ausfälle zu verzeichnen – das schlug natürlich auch voll auf die »Reserve« durch.

Das Team von Werner Wirkner hat sich angesichts der Personalsituation zuletzt beim 0:2 in Töging ganz gut geschlagen – aber es wird mal wieder Zeit zu punkten. Ob das ausgerechnet bei den heimstarken Wagingern gelingt, scheint allerdings äußerst fraglich.

Patrick Quast warnt trotzdem: »Wir brauchen eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel gegen Bad Aibling, um unsere Positiv-Serien auszubauen!« rse