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Profi Florian Neuschwander gewinnt

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Auch sie waren flott unterwegs: Die Damen-Gesamt-Zweite Stefanie Epple vom SV Surberg (links) und Anton Gröschl (vorn) vom PTSV Rosenheim. (Foto: Bittner)

Ein enorm starkes Feld präsentierte sich beim 35. Stoißer-Alm-Berglauf, insgesamt waren es diesmal 101 Teilnehmer. Dabei war bis wenige Stunden vor dem Startschuss noch nicht klar, ob diesmal bis ganz nach oben zur 1275 Meter hoch gelegenen Alm gelaufen werden könnte. Zahlreiche Schneeflecken, vor allem in der letzten Kurve, bereiteten den Organisatoren einige Sorgen. »Wir haben zuerst das Ziel beim Stall unten angepeilt, uns während des Aufbaus am Vormittag dann aber doch für die Originalstrecke entschieden«, informiert Organisatorin Steffi Koch-Klinger, die heuer erstmals selbst mitlief.


Die Ergebnisse waren stark: Bei den Männern setzte sich Florian Neuschwander (Spiridon Frankfurt) in 31:22 Minuten durch. Bei den Frauen gewann Antonia Niedermaier vom PTSV Rosenheim in 37:39 Minuten.

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Beim Start waren alle Augen sofort auf Laufprofi Florian Neuschwander gerichtet, der am kommenden Samstag 38. Geburtstag feiert. Der Saarländer ist seit 2015 für Spiridon Frankfurt im Einsatz und wohnt seit wenigen Tagen mit Freundin und Kind in Inzell. Die Berge seien der Grund für den Umzug nach Oberbayern gewesen, sagte er.

Der Spitzen-Langstrecken- und Ultraläufer nahm das erste Mal an einem Berglauf teil – und gewann diesen sofort. »Ich bin begeistert von diesem tollen Lauf«, meinte er im Ziel. Der Streckenrekord von 30:03 Minuten, aufgestellt von Andreas Raelert (2012) und Vorjahressieger Filmon Abraham (2015/diesmal nicht am Start) blieb aber ungefährdet. Florian Neuschwander benötigte 31:22 Minuten für die rund 650 Höhenmeter.

Auf Platz 2 landete Lokalmatador Wolfgang Klinger in 32:42 Minuten, der Stoißer-Alm-Sieger von 2017. »Ich war noch nie so schnell auf der Alm, darum bin ich super zufrieden«, jubelte er.

Dritter wurde Stefan Holzner vom Thumsee in ebenfalls überzeugenden 33:35 Minuten. Florian Holzinger folgte in 34:25 Minuten als Vierter. Stark präsentierte sich auch M-60-Sieger Anton Gröschl (PTSV Rosenheim). In 38:56 Minuten wurde er 19. des Männerfelds.

Als beste Dame überzeugte Nachwuchstalent Antonia Niedermaier vom PTSV Rosenheim in 37:39 Minuten. Damit reihte sich die 16-Jährige im gesamten Feld auf Rang 15 ein und ließ somit das Gros des »starken Geschlechts« hinter sich. Im Skibergsteigen landete die Innstädterin im vergangenen Winter bereits auf einigen vorderen Plätzen internationaler Rennen.

Zweitbeste Dame in Anger war wie 2018 Stefanie Epple (38:58/Gesamtrang 21) vom SV Surberg. »Mit dieser Zeit bin ich richtig happy, letztes Jahr habe ich noch über 40 Minuten benötigt«, so die W-20-Läuferin zufrieden. Dicht auf den Fersen war ihr Lauf-Organisatorin Steffi Koch-Klinger in 39:01 Minuten. »Oben, im steilen Gelände, ging’s mir richtig gut«, meinte die Siegerin der Angerer Dorfwertung.

2018 hatte Tina Fischl in 39:12 Minuten gewonnen. 2017-Siegerin Waltraud Berger (41:32) von der TG Salzachtal kam auf den starken 4. Platz – sie feiert in Kürze ihren 50. Geburtstag.

Älteste Teilnehmerin war einmal mehr die unermüdliche Elli Mai von der LG Mettenheim. Sie ist mittlerweile 77 und war heuer schon das neunte Mal dabei. Für dieses Durchhaltevermögen erhielt sie bei der Siegerehrung einen wertvollen Rucksack.

Die Siegerehrung des erneut top organisierten Laufs fand vor der Alm statt. Der neue Abteilungsleiter Fritz Schaller und Steffi Koch-Klinger überreichten die Preise. Angers 2. Bürgermeister Markus Winkler sprach für die Gemeinde einige Worte, SCA-Gesamt-Vorstand Max Stadler für den Verein. Der große Dank ging an alle Helfer. Darunter hatte die Bergwacht Teisendorf-Anger noch einen Einsatz: Auf dem Weg ins Tal stürzte eine Teilnehmerin mittelschwer und zog sich Verletzungen am Arm zu. Die Bergwacht übernahm die Erstversorgung und transportierte die Verletzte zur Übergabe an den Rettungswagen. bit

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