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Podestplatz für Stützpunkt-Athlet Thomas Wick

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Gleich zwei deutsche Skilangläufer überzeugten im Continentalcup über 15 km in klassischer Technik. Stützpunkt-Athlet Thomas Wick (links) wurde Zweiter hinter dem Franzosen Jules Chappaz und vor Thomas Bing.

Mit einer insgesamt positiven Bilanz haben die heimischen Skilangläufer den Continentalcup in Tarvisio (Italien) bewältigt. Zwar konnten nicht alle Athleten ihre Topleistungen abrufen, aber für den Großteil lief es gut – und im Falle von Miriam Reisnecker (SCMK Hirschau/CJD) sogar »sensationell«, freut sich Frank Nitsch vom heimischen Trainerteam.


Denn die 16-Jährige hatte im Sprint (Skating) das Finale erreicht und war dort Vierte geworden. Den Sieg hatte sich hier Barbora Antosova vor Jessica Löschke (TSV Leuna/19 Jahre) und Anja Weber (Schweiz) geholt. »Ich hatte Miriam schon eine gute Platzierung zugetraut, aber dass sie sogar ins Finale kommt, hätte ich vorher nicht ganz geglaubt«, zeigt sich der Trainer beeindruckt. Nun sieht er sogar gute Chancen, dass sein Schützling noch für die Junioren-WM nominiert werden könnte – »aber das liegt an der Einsatzplanung, da muss man einfach noch abwarten.«

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Bei den Frauen zeigte sich Nadine Herrmann (Bockauer SV) in guter Verfassung, auch wenn es im Sprint nicht ganz nach Wunsch lief. Der Neunten des Prologs fehlte im Viertelfinale »auf der Zielgeraden der Speed, eventuell hatte sie da nicht den optimalen Ski ausgewählt«, berichtet ihr Trainer. So wurde Herrmann hier »nur« auf Rang 13 gewertet. Doch bei den Damen waren auch teilweise Athletinnen aus dem Weltcup-Team dabei. Besonders Rang sechs von Herrmann über 10 km in klassischer Technik beeindruckte. »Das war richtig gut, da ist sie voll in die Auswahl der Weltcup-Leute reingelaufen«, lobt Nitsch die 24-Jährige. Den Sieg holte sich hier Victoria Carl (SCM Zella-Mehlis). Fünfte wurde Pia Fink (SV Bremelau/+ 55,7 Sekunden) knapp vor Herrmann (+ 57,0). Die Leistung von Victoria Carl entspräche im Weltcup ungefähr einem 15. Platz, die von Nadine Herrmann sei ca. mit Rang 30 anzusetzen – eine hervorragende Leistung.

»Mit gutem Gefühl nach Hause fahren«

Am Sonntag fehlten die Weltcup-Teilnehmerinnen, und so sei der 7. Platz über 7,5 km Freistil zwar erfreulich, aber nicht mehr ganz so hoch einzuschätzen. Herrmann hatte 34,1 Sekunden Rückstand auf Siegerin Elisa Brocard (Italien), zu Rang vier fehlten aber nur 3,1 Sekunden. »Sie kann mit einem richtig guten Gefühl heimfahren.«

Nicht ganz nach Wunsch lief es für Alexandra Danner (SC Lenggries) und Kim Hager (SC/TV Gefrees) aus dem Stützpunkt. Danner belegte die Ränge 26 (Sprint), 29 (10 km KT) und 19 (7,5 km FT), bei Hager waren es die Plätze 34 (10 km) und 23 (7,5 km).

Bei den Männern hatten im Sprint Thomas Wick (SM Zella-Mehlis) als 35. und Florian Knopf (SLV Bernau) als 43. die Finalläufe verpasst. »aber die Zeitabstände waren nicht so groß«, berichtet Nitsch. Freuen durfte er sich dann über seine Schützlinge in den Distanzläufen.

Über 15 km im klassischen Stil musste sich der im Weltcup erfahrene Wick (+ 17,5) nur dem Franzosen Jules Chappaz geschlagen geben, der schon den Sprint gewonnen hatte. Knopf (+ 1:33,6) mischte als Fünfter gut mit. Sehr erfreulich aus deutscher Sicht war auch der dritte Platz des – nicht dem Stützpunkt angehörenden – Thomas Bing (Rhöner WSV Dermbach/+ 20,1). Nach gut einem Jahr Pause nach einem komplizierten Bruch des Unterschenkels »kämpft er sich allmählich ins Wettkampfgeschehen rein«, lobte Nitsch.

Florian Knopf im Skating stark

Über 15 km Skating freute ihn vor allem der 9. Platz von Knopf, »da ist bei ihm der Knopf richtig aufgegangen«, schmunzelt der Trainer. Der 20-Jährige war mit 58,6 Sekunden Rückstand auf Stefano Gärtner bester Deutscher. Bing (+ 1:17,4) kam auf Rang 18, Wick (+ 1:39,8) auf Rang 24 vor seinem Stützpunkt-Kollegen Albert Kuchler (SpVgg Lam/ + 1:41,7). Hier mischte Wick noch bis zur Hälfte gut mit, »dann hat er etwas abgebaut und wurde auch noch durch einen Stockbruch zurückgeworfen.« Und während Kuchlers 25. Platz hier als ordentliche Leistung einzustufen sei, sei Rang 54 am Vortag »schon fast katastrophal« gewesen.

Nächster Wettkampf für das heimische Team ist der Deutschlandpokal vom 21. bis 23. Februar in Oberstdorf. Dieser wird gleichzeitig als Deutsche Meisterschaft der Erwachsenen gewertet. Über den deutschen Kader für die Junioren-WM (Junioren und U 23) wird erst im Laufe dieser Woche entschieden.

Somit müssen die Kandidaten aus dem Stützpunkt abwarten. Allerdings hat Anian Sossau (SC Eisenärzt) aufgrund seiner direkt erfüllten Norm seinen JWM-Platz schon sicher. who