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Pleiten, Pech und Pannen zum Abschluss

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Der Grassauer Triathlet Clemens Ostendorf belegte in der U 25 den starken fünften Platz.

Bei den Triathlon-Europameisterschaften am Walchsee lief es für die Grassauer Altersklassenathleten richtig gut. Sie bewiesen über die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 86 km Radfahren, 21,1 km Laufen), dass sie auch international mithalten können. Nur einer hatte ganz viel Pech: Profitriathlet Julian Erhardt. Dabei hatte sich der Überseer für den Saisonabschluss eine ganze Menge vorgenommen.


Bei der Generalprobe lief für Erhardt, der für das Team Erdinger Alkoholfrei und Triathlon Grassau startet, noch alles rund. Er wurde beim Triathlon in Viernheim Vierter und belegte damit in der Gesamtwertung des Rhein-Neckar-Cups den dritten Platz. »Damit war ich sehr zufrieden«, betont der ehrgeizige Sportler. Entsprechend motiviert fuhr er an den Walchsee – die Tage zuvor hatte er noch gemeinsam mit seinem Teamkollegen Flo Angert, der am Ende bei der Elite-EM am Walchsee Zweiter wurde, trainiert und war damit bestens vorbereitet. »Ich habe mich richtig gut gefühlt«, betont er.

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»Und es war leider kein Ersatzmaterial in der Nähe«

»Das Schwimmen verlief dann auch bis auf ein paar unnötige Schläge auf den Kopf, die ich an der Boje einstecken musste, ganz gut und ich konnte wie am Chiemsee den Radpart kurz vor Thomas Steger (Sieger des Chiemsee-Triathlons und Dritter der Elite-EM an diesem Tag, Anm. d. Red.) in Angriff nehmen.«

Doch sein Traum von einer Top-Platzierung zerplatzte jäh. »Denn das Ganze war auch schon nach etwa 50 m Fahrt auf der Felge vorbei,« ärgert sich Erhardt noch immer. »Und es war leider kein Ersatzmaterial in der Nähe.« Erhardt musste den Rest des Rennens also als Zuschauer verbringen. »Das war natürlich ein sehr unglücklicher Saisonabschluss für mich.« Zumal er sich durchaus eine Top-5-Platzierung zugetraut hätte. »Jetzt ist vermutlich erstmals ein wenig Pause, bevor es dann im Oktober wieder an die Vorbereitung für die Saison 2017 geht«, sagt Erhardt, »dann hoffentlich auch wieder mit etwas mehr Glück beim Material.«

Die Grassauer Heike und Harald Funk starteten beide in der AK 45-49. Sie spielten ihre ganze Erfahrung aus und schmückten sich mit einer Silber- und einer Bronzemedaille. Heike Funk erreichte das Ziel als Zweite in einer Zeit von 4:59,21 Stunden und Harald benötigte für die Strecke 4:22,50 Stunden.

Geschwommen wurde übrigens ein Dreieckskurs im Walchsee. Die Radstrecke verlief größtenteils über die schmalen Straßen oberhalb von Kössen, Schwendt, Rettenschöss und Walchsee und verlangte den Athleten mit einigen Höhenmetern alles ab. Auch der Halbmarathon – die Strecke führte viermal rund um den Walchsee – brachte mit einigen Bergauf- und Bergab-Strecken und den hochsommerlichen Temperaturen die Triathleten an ihre Grenzen.

Clemens Ostendorf, der noch in der U 25 startet, kam als Fünfter in 4:16,20 Stunden ins Ziel. Michael Ager landete in der M 25 am Ende auf dem 22. Rang in 4:31,14 Stunden. Ager, der eigentlich ein starker Radfahrer ist, hatte ausgerechnet in seiner Paradedisziplin etwas Probleme.

Frederic Funk, noch bei der Junioren-WM im Einsatz

Die Grassauer Triathleten haben sich ihre Saisonpause nun redlich verdient. Lediglich Frederic Funk, der am Samstag beim Europacup im slowenischen Bled mit einem 6. Platz seine gute Form noch einmal unter Beweis stellte, wird am 16. September noch bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Cozumel starten. SB