weather-image

Plätze schon in wenigen Wochen fertig?

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Tennisplätze des TSV Traunwalchen gleichen derzeit einer großen Baustelle. Mit einem sogenannten Grader wird der Unterbau für die neuen Allwetterplätze hergestellt, bevor dann der frostsichere Belag aufgebracht werden kann. (Foto: Rasch)

Bis vor wenigen Wochen wurde auf den Tennisplätzen des TSV Traunwalchen-Matzing über 40 Jahre auf Sand gespielt. Jetzt werden die drei Sandplätze, die ohnehin hätten generalsaniert werden müssen, durch Allwetterplätze ersetzt.


Am Montag rückten die Baumaschinen einer Landschaftsgärtnerei für Sport- und Golfplatzbau aus Memmingen an, um den Unterbau zu planieren, bevor dann der Belag aufgebracht werden kann. Sofern das Wetter mitspielt, wären die neuen Plätze in wenigen Wochen bespielbar: »Im Prinzip könnten die Tennisler dann auch gleich loslegen«, sagte der TSV-Vorsitzende, Hans Huber. Der neue Belag hat nämlich den Vorteil, dass die Plätze das ganze Jahr bespielbar sind.

Anzeige

In den nächsten Tagen muss zunächst der Unterbau mit einer drei Zentimeter hohen Schotterschicht noch planiert werden. Das passiert mit Walzen und einem sogenannten Grader, auch Planierer oder Erdhobel genannt, wie Herrmann Pfeiffer von der Allgäuer Spezialfirma erklärte.

Das Wetter muss mitspielen

Für die Aufbringung des Belags muss aber das Wetter mitspielen. Die Temperatur sollte bei mindestens 12 Grad liegen und es darf auch nicht gefrieren, sagte der TSV-Vorsitzende. Der Spielbelag besteht aus einer trittfesten, frostsicheren und wasserdurchlässigen Basisdecke.

Die Verschleißschicht (Gleitschicht) wird wie bei einem herkömmlichen Sandplatz mit Tennisziegelmehl abgestreut. Das neue System hat nicht nur den Vorteil, dass die Plätze theoretisch das ganze Jahr bespielbar sind. Auch der Pflegeaufwand ist verschwindend gering. Die Plätze müssen im Frühjahr nicht mehr instand gesetzt und im Herbst nicht mehr winterdicht gemacht werden.

Die Entscheidung der Tennisabteilung, die jetzigen Sandplätze durch zukunftsorientierte Allwetterplätze zu ersetzen, fußt da-rauf, dass die über 40 Jahre alten Plätze ohnehin generalsaniert werden mussten. Zunächst hatte sich die Abteilung auf frostsichere Granulat-Plätze verständigt. Nachdem aber die Verwendung von Gummi-Granulat ab 2022 nicht mehr erlaubt sein wird, hat man sich für einen sogenannten Tennis-Force-Belag entschieden.

Anteil des Vereins bei rund 40 000 Euro

Um das Projekt umzusetzen, musste nicht nur die Finanzierung in trockene Tücher gebracht werden. Im Vorfeld mussten auch eine Reihe von Auflagen erfüllt werden, um Zuschüsse abgreifen zu können. Die Instandsetzungskosten für alle drei Plätze liegen bei 100 000 Euro. Abzüglich der Zuschüsse der Stadt Traunreut und des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) muss der Verein rund 40 000 Euro Eigenkapital aufbringen, das durch einen Teilkredit finanziert werden soll.

Zudem wird um Sponsoren geworben. Hierzu teilte Abteilungsleiter Tobias Lischke aktuell mit, dass erste Spendengelder bereits geflossen seien.

Lobend äußerte sich der Abteilungsleiter auch über die vielen freiwilligen Helfer, die sich bei den Vorarbeiten (Abtragen des Tennissands) bereits eingebracht haben. Lischke teilte auch mit, dass aufgrund der steigenden Corona-Zahlen heuer keine Jahreshauptversammlung stattfinden wird. ga

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein