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Physiotherapeut schwer gefordert

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Trotz Blessur konnte Andreas Koch (am Ball) – wie auch die anderen beiden Leistungsträger Sebastian Leitmeier und Stephan Schmidhuber – zuletzt dank der »heilenden Hände« von Bernd Huber für Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring spielen. (Foto: Butzhammer)

Normalerweise wird eine Fußballmannschaft vom Trainer, beim SV Kirchanschöring also von Uli Habl und Sepp Aschauer aufgestellt. Doch bei den Gelb-Schwarzen mischt in Sachen Personalentscheidungen derzeit ein Dritter mit: Physiotherapeut Bernd Huber. Der erfahrene Mann wird mitverantwortlich dafür sein, ob Sebastian Leitmeier, Andreas Koch und Stephan Schmidhuber heute um 18.30 Uhr im Spitzenspiel der Landesliga Südost beim TuS Holzkirchen auflaufen können.


»Es war schon bewundernswert, wie er die drei ziemlich angeschlagenen Jungs für das Spiel gegen Kirchheim noch irgendwie hingekriegt hat«, so SVK-Koordinator Rudi Tschoner, »jetzt hoffen wir natürlich, dass es Bernd auch diesmal gelingt, diese drei wichtigen Leute fürs Holzkirchen-Spiel fit zu machen.« Es wird also nicht nur auf dem Trainingsplatz engagiert gearbeitet, sondern auch auf der Massagebank. Offenbar mit Erfolg: Denn vier Siege in Folge – nur das Auftaktspiel gegen den aktuellen Spitzenreiter FC Ergolding wurde verloren – sprechen eine deutliche Sprache.

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Beide Teams sind sehr ausgeglichen besetzt. Auf Holzkirchner Seite teilen sich sieben verschiedene Torschützen die zehn Treffer, wobei Maxi Dengler bereits dreimal erfolgreich war. Beim SVK zeichnen sechs Fußballer für die 15 Tore verantwortlich. Neben Sebastian Leitmeier (8) haben auch Stephan Schmidhuber und Kapitän Alexander Köberich (je 2) öfter getroffen.

Nach wie vor verzichten muss das Trainergespann Aschauer/Habl auf Patrick Mölzl (Muskelfaserriss), der schon beim 4:2-Sieg gegen den Kirchheimer SC passen musste. »Ich habe mich in dieser Woche in München behandeln lassen und will spätestens am 24. August in Gerolfing wieder dabei sein. Vielleicht klappt's ja schon an diesem Sonntag im Heimspiel gegen Freising wieder«, ist der Ex-Profi zuversichtlich, der sich darüber freut, dass es beim SVK (aktuell Tabellenzweiter mit der stärksten Offensivabteilung der Liga) so prächtig läuft.

Doch auch die bisherige Saisonleistung der Holzkirchner ist aller Ehren wert. Seit Ex-Bayern-Torwart Mike Probst als TuS-Trainer das Zepter schwingt, wird im Verein sehr konzeptionell, strukturiert und zukunftsorientiert gearbeitet. Der jüngste Coup der Grün-Weißen ist die Verpflichtung von Jugendkoordinator Klaus Tobis, der jahrzehntelang bei der SpVgg Unterhaching erfolgreich tätig war.

Und offenbar stimmt auch die Moral des Teams: Am Wochenende schaffte der TuS, der noch ungeschlagen ist, trotz eines 0:2-Rückstands noch ein 2:2-Remis bei 1860 Pfarrkirchen. Holzkirchens Pressesprecher Lothar Fischer sprach von einer »starken Leistung in der zweiten Halbzeit, nachdem unsere Jungs vor der Pause doch etwas enttäuscht hatten«.

Das Gleiche war beim SVK der Fall: Gegen Kirchheim (1:2 zur Halbzeit) erlaubten sich die Gelb-Schwarzen laut Rudi Tschoner »zu viele leichte Fehler, die wir uns in Holzkirchen nicht leisten können. Sonst geht das ins Auge!« cs