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Philipp Nawrath mit Laufbestzeit und Philipp Horn mit Sieg

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Er verbuchte im zweiten Sprint in Polen sogar die beste Laufzeit: Stützpunkt-Athlet Philipp Nawrath, der nun beim Weltcup in Ruhpolding eine Einsatzchance erhält. (Foto: DSV)

Zum Abschluss gab's das beste Ergebnis für das deutsche Team: Beim zweiten Sprint im Rahmen des IBU-Cups in Duszniki Zdroj (Polen) sicherte sich Philipp Horn (SVE Frankenhain) trotz eines Schießfehlers den Sieg vor dem Russen Anton Babikow (+ 2,9/1) sowie dem Tschechen Adam Vaclavik (+ 11,2/0). Bei den Frauen gab es ebenfalls einige ansprechende Platzierungen.


Bei den Männern überzeugte – wie schon am ersten Tag – auch Matthias Dorfer (SV Marzoll/Stützpunkt Ruhpolding), der Elfter wurde (+ 53,9/1). Und Philipp Nawrath (SK Nesselwang/Stützpunkt) »hat sogar die beste Laufzeit verbucht«, berichtet IBU-Cup-Trainer Remo Krug. Denn sein Schützling belegte den 14. Platz, wies aber bei drei Schießfehlern nur 59,4 Sekunden Rückstand auf Horn auf. »Er ist auf dem aufsteigenden Ast«, lobt Krug seinen Schützling.

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Dabei war das deutsche Männerteam diesmal arg geschwächt: Niklas Homberg (SK Berchtesgaden) musste wegen heftiger Halsschmerzen auf beide Rennen verzichten und pausiert weiterhin. Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg) und David Zobel (SC Partenkirchen) bestritten den ersten Sprint angeschlagen, den zweiten ließen sie wegen Magen-Darm-Problemen ganz aus.

So sorgte im ersten 10-km-Wettkampf beim Sieg von Alexander Powarnitsyn (Russland) Matthias Dorfer (+ 1:24,9/2) als 16. für das beste deutsche Ergebnis. Nawrath (+ 1:28,9/3) auf Rang 19 erreichte auch hier eine der schnellsten Laufzeiten des Feldes. Die weiteren Platzierungen: 24. Justus Strelow (+ 1:43,4/0); 33. David Zobel (+ 2:01,8/1). Es waren jeweils über 100 Teilnehmer am Start. Beim ersten Sprint der Frauen wurde das siegreiche russische Trio von Natalja Gerbulowa angeführt. Beste Deutsche war Stefanie Scherer (SC Wall/+ 1:05,6/1) als Zwölfte. Die 22-Jährige bestritt ihren ersten IBU-Cup-Einsatz überhaupt »und hat sich hier gut präsentiert«, lobt Krug.

Unter den 86 Teilnehmerinnen gab es folgende weitere Platzierungen: 25. Janina Hettich, SC Schönwald + 1:37,0/3; 55. Helene-Therese Hendel, WSV Oberhof + 2:53,8/2; 62. Stephanie Jesse, WSV Clausthal-Zellerfeld + 3:18,8/3.

Pech hatte Luise Kummer (SVE Frankenhain): Sie schoss beim ersten Anschlag auf die falschen Scheiben, bemerkte aber ihren Fehler zunächst nicht und lief an der Strafrunde vorbei. »Da hätte sie zehn Strafminuten kassiert, daher hat sie dann aufgegeben«, berichtet Krug.

Tags darauf wurde Kummer (+ 1:15,8/0) beim neuerlichen Sieg von Natalja Gerbulowa Elfte. Noch besser machte es Janina Hettich (+ 1:06,8/1), die Achte wurde. Auch Marie Heinrichs 14. Platz (+ 1:24,7/1) war erfreulich. Die weiteren Platzierungen: 47. Hendel + 2:56,8/2; 59. Scherer + 3:35,9/4; 67. Jesse + 4:37,4/5.

Für den IBU-Cup ab Donnerstag am Arber wird das IBU-Cup-Team neu aufgestellt. Da Erik Lesser (SVE Frankenhain) und Simon Schempp (SZ Uhingen/Stützpunkt Ruhpolding) für den Weltcup ausfallen und Lucas Fratzscher (WSV Oberhof) wieder in den IBU-Cup zurückkehrt, können Roman Rees (SV Schauinsland), Philipp Nawrath (beide Stützpunkt) sowie Philipp Horn in das Team für Ruhpolding aufrücken. Dafür rücken Marco Groß (SC Ruhpolding) sowie Florian Hollandt (WSV Oberhof) ins IBU-Cup-Team auf. Zudem sind dort noch Strelow, Fratzscher, Dorfer und Dominic Reiter (SC Ruhpolding) am Start.

Bei den Frauen dürften Vanessa Hinz und Laura Dahlmeier wieder fit sein und ins Weltcup-Team zurückkehren. Das IBU-Cup-Team am Arber bilden daher: Nadine Horchler (SC Willingen). Anna Weidel (WSV Kiefersfelden/Stützpunkt), Luise Kummer, Janina Hettich, Marie Heinrich und Stefanie Scherer.

Am Arber selbst gab es zuletzt nach den Sturmschäden Entwarnung. »Am Dienstag entfällt aber das Training. So gibt es nur ein Training am Mittwoch – das ist aber auch ausreichend«, weiß Krug.

Für seine Athleten gibt es am Arber eine Neuheit, nämlich jeweils einen verkürzten Einzellauf. Bei den Männern sind es 15 statt 20 Kilometer, bei den Frauen 12,5 statt 15 Kilometer. Dafür gibt es pro Fehlschuss statt einer Minute nur 45 Sekunden Zeitaufschlag.

Bei Schneemangel – wie er sonst oft herrscht – hatten die Veranstalter manchmal Probleme, eine ausreichend lange Runde zu präparieren. Das soll nun erleichtert werden. Dass die Gesamtdauer der Wettbewerbe dadurch kürzer würde, wäre auch dem Fernsehen ganz recht.

Krug sieht zwar die kurze Variante durchaus als interessanten Test (»Warum nicht«?), plädiert aber zugleich dafür, diese wirklich nur als Test sowie »Notlösung« zu sehen. »Der Einzellauf ist einfach ein Klassiker im Biathlon. Und seien wir ganz ehrlich: Da gibt es häufig die überraschendsten Ergebnisse im Weltcup, das ist doch auch sehr interessant.« who

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