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Pfoadathleten starten in Piesendorf

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So wie hier der Inzeller Stefan Plenk bei einem Aufdreher möchten die heimischen Ranggler auch heuer wieder viele Schultersiege erringen. (Foto: Eisenberger)

Die Ranggler starten am kommenden Sonntag (12 Uhr) in die neue Wettkampfsaison. Erster sportlicher Prüfstein ist das Salzburger Eröffnungsranggeln in Piesendorf im Pinzgau, bei dem zugleich die ersten Punkte im Alpencup vergeben werden.


Zum Start haben sich die Mannen um Vorstand Hans Schwabl einiges vorgenommen. Schließlich möchten die Chiemgauer Ranggler nicht nur an die guten Leistungen des Vorjahres nahtlos anknüpfen, sondern ihre Erfolge noch übertreffen. Vor allem für die etablierten Kräfte wie ihn und die Plenk-Brüder Thomas und Stefan (alle aus Inzell) wird die Auftaktpartie eine interessante Standortbestimmung sein.

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Von den Trainingseindrücken her brauchen sich die bayerischen Pfoadathleten bestimmt nicht zu verstecken, wenn auch der eine oder andere Neueinsteiger aufgrund der fehlenden Kampfpraxis sicher noch Federn lassen muss. Schwabl ist aber überzeugt davon, dass sich die Burschen im Verlauf des Sommers durchkämpfen werden: »Die sind mental gut drauf und zeigen genügend Biss im Training.« Das gilt auch für seine Schützlinge aus der Nachwuchsgruppe, die mittlerweile zur sechsköpfigen »Keimzelle« herangewachsen ist. Sein größter Wunsch, mal einen Klasse-I-Ranggler aus ihren Reihen rauszubringen, bleibt derzeit allerdings noch Zukunftsmusik.

Realistischer ist da seine Einschätzung für die beiden Mannschaftskämpfe in Mittersill und Südtirol. Bei diesen strebt er mit dem bayerischen Aufgebot – vorausgesetzt, man kann in Bestbesetzung antreten – jeweils den zweiten Platz hinter den favorisierten Salzburgern an.

Für ihn persönlich ist der Erhalt der Königsklasse das große Ziel. Zudem will er unter die besten Fünf im Alpencup kommen. »Jeder Platz weiter vorne wäre ein zusätzliches Schmankerl,« verdeutlicht Schwabl. Wichtiger für ihn und seine Kameraden ist es jedoch, ohne Verletzungen durch die Saison zu kommen.

Neues Lossystem scheitert an Formfehler

Noch ehe die Ranggler in den Ring steigen, kam es auf Verbandsebene fast zum Eklat. Weder in der Länderkonferenz noch während der Schiedsrichterbesprechung konnte man sich auf die gemeinsame Eingabe Tirols, Südtirols und Bayerns einigen, ein neues Lossystem einzuführen.

Bisher wurden die Teilnehmer in den ersten Runden entsprechend ihrer Länderherkunft gesetzt, sodass zum Beispiel nie zwei Salzburger gegeneinander antreten mussten. Da diese aber seit Jahren in der Überzahl sind, fühlten sich die übrigen Verbände im Nachteil. Ihrer Meinung nach sollte diese Regelung zukünftig nur noch für gleiche Vereinszugehörigkeit gelten.

Weil sich Salzburg aber auf einen Formfehler bei der Übermittlung des Vorschlags berief und im Nachhinein die offizielle Abstimmung nicht akzeptierte, kam es zu hitzigen Diskussionen. Letztlich siegte die Vernunft im Sinne des Ranggelsports: Das Thema bekommt im Herbst eine Neuauflage. ls

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