Petra Hirsch ist Europameisterin

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Sie wurde Winterwurf-Europameisterin im Speerwurf der Frauen W 45: Petra Hirsch vom TuS Traunreut. (Foto: Stuffer)

Ein riesiger Erfolg: Bei den Senioren-Winterwurf-Europameisterschaften in San Sebastian/Spanien überraschte die Leichtathletin Petra Hirsch vom TuS Traunreut mit der Goldmedaille.


Die 48-Jährige hatte sich bereits vor wenigen Wochen die Bronzemedaille bei den deutschen Meisterschaften im Winter-Speerwurf der Frauen W 45 gesichert und fuhr deshalb mit einem guten Selbstbewusstsein zu diesen kontinentalen Titelkämpfen.

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»Das frühlingshafte Wetter und fast 21 Grad Wärme haben mir einen riesigen Motivationsschub gegeben«, verriet die ehrgeizige Athletin, die sich an einem schönen Strand mental für ihren großen Auftritt vorbereitete.

Am frühen Abend musste sich die Traunreuterin mit den derzeit besten Europäerinnen im Anoeta-Mini-Stadion in San Sebastian messen. »Vor meinem Wettkampf habe ich mich diesmal sehr gut, locker und entspannt gefühlt und meine Verletzung am Arm habe ich diesmal auch nicht gespürt«, berichtet Hirsch.

Die Konkurrenz war sehr stark und die Griechin Efthimia Karatopouzi stand als klare Titelanwärterin schon fest. »Dennoch habe ich mir zumindest eine Bronzemedaille ausgerechnet«, so die TuS-Athletin, denn »das war so mein großes Ziel.« Aber der Wettkampf der Traunreuter Athletin verlief diesmal ganz anders, denn ohne Verletzungsprobleme am Arm und in der Schulter »blühte« sie während des Wettkampfes förmlich auf. Nach 32,55 Metern im ersten Versuch steigerte sie sich auf 32,68 Meter und lag damit bereits unerwartet in Führung.

Für die Entscheidung sorgte sie in ihrem dritten Versuch: Mit sehr guten 35,25 Metern schaffte sie eine völlig unerwartete Leistung. »Zu diesem Zeitpunkt war mir bereits klar, dass ich einen Superwurf hingelegt hatte und ich war nun nur noch gespannt, welche Medaille es werden könnte«, sagt Hirsch – und wenige Minuten später hatte sie allen Grund zum jubeln: Als neue Winterwurf-Europameisterin schaffte sie mit 35,25 Metern nicht nur einen sensationellen Sieg, sondern hatte auch einen klaren Vorsprung vor ihren Gegnerinnen.

Silber ging an Ilona Kojalovica aus Lettland mit 33,10 Metern vor der favorisierten Griechin Efthimia Karatopouzi mit 32,56 Metern.

Für Petra Hirsch war dieser Sieg übrigens der bislang zweite Europameistertitel ihrer Karriere nach 2009 in Ancona. »Mit diesem Gold hatte ich echt nicht gerechnet«, strahlt Hirsch überglücklich. »Ich bin sowas von glücklich, das ist einfach unbeschreiblich.« Sie fügt hinzu: »Das war ein perfekter Tag für mich – und genau solche gibt's eigentlich nicht viele im Leben«. lst

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