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Perfektes Auto und Pech im Rennen

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Flott unterwegs in der Lausitz: Christopher Haase. (Foto: Montaplast by Land-Motorsport)

Die Form stimmt – dennoch war der Kirchanschöringer Autorennfahrer Christopher Haase mit dem Verlauf der Rennen des ADAC-GT-Masters auf dem Lausitzring nicht ganz zufrieden. Denn Haase und sein Teamkollege Jeffrey Schmidt blieben trotz flotter Fahrten ohne Punktgewinn. Nun freut sich Haase auf seinen Start beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring (Beginn: Samstag 15.30 Uhr).


Auf dem Lausitzring begann es gut: Der Audi R8 LMS des Teams Montaplast by Land-Motorsport war perfekt vorbereitet. Selbst nachdem es für Schmidt im Qualifying für das erste Rennen nicht perfekt gelaufen war (Startplatz 13), fand sich das Duo vor dem ersten Boxenstopp auf dem sechsten Rang wieder.

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»Leider haben danach die Probleme begonnen«, berichtet Haase: »Die Fahrertüre war nach einer Startkollision verklemmt, das hat uns ein paar Sekunden und damit ein paar Plätze gekostet. Dann haben wir auch noch eine Durchfahrtsstrafe bekommen, weil Jeffrey nach dem Fahrerwechsel versuchte, die klemmende Türe zu schließen und dabei mit einem Fuß in der sogenannten 'Working Lane' war, als ich losfuhr. Auch wenn die Strafe in Ordnung geht, war das natürlich sehr großes Pech ... Mehr als der 13. Platz war da nicht mehr zu holen.«

Der Sieg ging an Robert Renauer/Sven Müller (Porsche 911) vor Luca Stolz/Luca Ludwig im AMG-Mercedes, Ezequiel Perez Companc/Mirko Bortolotti im Lamborghini Huracan von GRT, Indy Dontje/Marvin Kirchhöfer (Mercedes AMG) und Jules Gounon/David Keilwitz (Corvette). Rang 17 belegten Ricky Collard/Philipp Eng (BMW-Team Schnitzer/Freilassing).

Haase hatte für das zweite Qualifying ein perfektes Auto zur Verfügung: »Das Auto war super ausbalanciert. So konnte ich die drittschnellste Zeit erzielen, womit wir auch den schnellsten Audi R8 LMS im Feld stellten«, berichtet der 29-Jährige.

Er war allerdings wieder vom Pech verfolgt: »Wir bekamen eine Strafe für die Startkollision im ersten Rennen und wurden um zehn Plätze zurückversetzt.« Der Audi-Pilot überstand zwar die besonders hektische Startphase, doch ein Problem beim Boxenstopp beendete letztendlich alle Hoffnungen: »Zuerst hing ich hinter einem langsameren Mitbewerber fest, und dann wurden wir beim Boxenstopp auch noch 'eingeparkt'. Daher mussten sich Haase/Schmidt mit 0,394 Sekunden Rückstand hinter Dontje/Kirchhöfer mit dem elften Rang begnügen, in der Gesamtwertung belegen sie mit 20 Punkten den 10. Platz.

Das zweite Rennen gewannen Perez Companc/Bortolotti vor Haases Teamkollegen Connor de Philippi/Christopher Mies, Rolf Ineichen/Christian Engelhart (GRT Lamborghini), Gounon/Keilwitz und Collard/Eng. In der Gesamtwertung führen Renauer/Müller (46 Punkte), Vierte sind Collard/Eng (36) vor de Philippi/Mies (34).

Im Rahmen des Masters fanden auch die Formel-4-Wettbewerbe statt. Hier holte die Grünwalderin Sophia Flörsch einige Punkte, obwohl sie im ersten Rennen Pech hatte: Da verlor sie in der vierten Runde den Frontflügel und schied aus. Der Sieg ging an Kim Luis Schramm vor Kami Moreira-Laliberte und Juri Vips.

Den zweiten Durchgang entschied Julian Hanses vor Felipe Drugovich und Marcus Armstrong zu seinen Gunsten, Flörsch wurde Zehnte. Im dritten Lauf musste die 16-Jährige von der 23. Position aus auf die Strecke gehen. Doch beim Sieg von Drugovich vor Frederik Vesti und Schramm zeigte sie beherzte Zweikämpfe und wurde Achte.

Während es für Flörsch erst in gut zwei Wochen weitergeht, ist Christopher Haase nun am Nürburgring gefordert. Der Kirchanschöringer nimmt viel Positives aus der Lausitz mit: »Das Team hat super gearbeitet, der Speed war da.«

Er ergänzt: »Jetzt freue ich mich darauf, dass ich mit der gleichen Mannschaft unter dem Namen 'Audi Sport Team Land' beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring starten werde! Gemeinsam mit meinen Teamkollegen Pierre Kaffer, Christopher Mies und Connor de Philippi werde ich alles geben. Vielleicht gelingt mir ja in diesem Jahr der dritte Gesamtsieg«, hofft er. Denn: »Die tolle Atmosphäre und die vielen Fans auf der Nordschleife sind weltweit einzigartig.« who