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»Perfekter Tag« für den SV Kirchanschöring

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Schlussmann Dennis Kracker hatte – wie die gesamte Landesliga-Mannschaft des SV Kirchanschöring – gegen Eching einen »perfekten Tag« erwischt. (Foto: Butzhammer)

Es war die erhoffte Reaktion, die der SV Kirchanschöring vor etwas mehr als 300 Zuschauern im Stadion an der Laufener Straße in der Fußball-Landesliga-Partie gegen den TSV Eching zeigte. Mit 4:0 verwiesen die Platzherren in einer munteren Partie auf hohem Niveau die Münchner Vorstädter in die Schranken. Nach zuletzt zwei enttäuschenden Vorstellungen präsentierten sich die Gelb-Schwarzen in weitaus besserer Verfassung.


Von Beginn an entwickelte sich ein abwechslungsreiches Geschehen, in dem beide Mannschaften sichtlich bemüht waren, die spielerische Kontrolle zu erlangen. In den Anfangsminuten gelang dies den Gastgebern besser, die auch sofort zu Chancen kamen: Eine der vielen gefährlich getretenen, ruhenden Bälle von Patrick Mölzl erreichte in der 5. Minute Sebastian Leitmeier, der am kurzen Pfosten zum Kopfball kam – den Aufsetzer parierte Echings Torhüter Ferdinand Kozel gut.

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Das zuletzt nicht besonders verwöhnte und kritische Kirchanschöringer Publikum sollte seine Verhaltenheit dann relativ schnell ablegen, als Stephan Schmidhuber nach zwölf Minuten den ersten Grund zum Jubeln bereitete. Einen geklärten Ball in Folge einer Ecke erreichte Schmidhuber am rechten Sechzehner-Eck. Der Mittelfeldmann zog nach innen, täuschte einen Schuss an und ließ so zwei Gegner ins Leere laufen, ehe er den Ball mit einem Flachschuss im rechten unteren Eck versenkte – 1:0.

»Das ist unser größtes Manko, dass wir häufig frühe Gegentore bekommen. Beim 1:0 haben wir uns im Zweikampf aber auch ungeschickt angestellt«, resümierte Echings Spielertrainer Janis Hoffmann, der mit seiner Truppe gegen Ende der ersten Halbzeit besser ins Spiel fand. Zuvor war Leitmeier zweimal nach Vorlage von Jakob Unkner und Mittelfeldakteur Bernd Eimannsberger zu Einschussmöglichkeiten gekommen. Nach Unkners Solo hatte jedoch Kozel in höchster Not gegen Leitmeier die Finger im Spiel, ehe der SVK-Torjäger das Leder per Hüftdrehstoß übers Tor jagte.

Dann kamen die Gäste erstmals dazu, ihr bekanntes Kombinationsspiel aufzuziehen. So musste SVK-Schlussmann Dennis Kracker kurz vor der Pause bei einem Weitschuss von Fabijan Hrgota seine ganze Klasse aufbringen, um den Ball um den Pfosten zu lenken.

Die Pause kam den Gastgebern ganz gelegen, um nach einer intensiven ersten Halbzeit durchzuschnaufen. Und wie schon zu Beginn der Partie waren es wieder die Gelb-Schwarzen, die einen perfekten Start in den zweiten Durchgang hinlegten: 49 Minuten waren gespielt, als eine Kombination über Florian Hofmann und Alexander Köberich in einer Flanke von Patrick Mölzl endete, die Sebastian Leitmeier als Adressat hatte. Der Torjäger stieg am höchsten und setzte das Leder via Innenpfosten in die Maschen – 2:0.

Ein bekanntes Szenario in Kirchanschöring: Auch gegen Markt Schwaben hatte man zuletzt 2:0 in Front gelegen und schließlich die klare Führung aus der Hand gegeben. So stellte sich auf dem Platz sowie auf den Zuschauerrängen eine gewisse Nervosität ein. Doch die Gastgeber sollten auch die stärkste Echinger Phase ab der 60. Minute gut überstehen. Da lief der Ball auf Seiten der Gäste gut durch die eigenen Reihen. Die Folge waren Chancen von Eren Bircan, der Kracker mit einem Freistoß aus 20 Meter zu einer Glanztat zwang, als auch die Hereingabe von Julian Allgeier, die zwei TSV-Akteure, einschussbereit postiert, nur um Haaresbreite verfehlte. Allgeier war es auch, der nach 69 Minuten für Aufregung sorgte: Er zog aus 18 Meter flach ab, fand aber ebenfalls im stark reagierenden Kracker seinen Meister.

Im Anschluss belohnten sich die »Anschöringer« für ihre Mühen und ihr Geschick. 73 Minuten waren gespielt, als Abwehrrecke Christian Jung nach einer Ecke einen Gegner energisch aussteigen ließ und das Leder mit einem satten Linksschuss in die Maschen hämmerte. Zum »perfekten Tag« aus Kirchanschöringer Sicht sorgte dann erneut Stephan Schmidhuber mit einem Traumtreffer: Manuel Omelanowsky bediente Schmidhuber mit einem Zuckerpass, der das Leder über den herausstürzenden Kozel locker-lässig hinwegchipte – 4:0. Ein Tag nach Maß – für starke SVKler. bts