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Lukas Pöllner (von links, Maximilian Vogl und Yasin Gürcan trugen am Samstag zum letzten Mal das Trikot des SVKirchanschöring. Thomas Dengel (rechts) und Manfred Abfalter (Vierter von links) aus der SVK-Abteilungsleitung sowie Stadionsprecher Manfred Straßer dankten den drei Spielern vor Spielbeginn für ihren Einsatz. (Foto: Butzhammer)

Perfekter Abschluss einer herausragenden Saison

328 lautstarke und gegen Ende enthusiastische Zuschauer sahen am letzten Spieltag der Fußball-Bayernliga Süd einen 2:1-Sieg des SV Kirchanschöring gegen den TSV Landsberg. Dabei wurden auch die langjährigen SVK-Kräfte Yasin Gürcan und Lukas Pöllner verabschiedet – und auch der Mann, der aus der eigenen JFG den Sprung samt Aufstieg in die Bayernliga schaffte: Maximilian Vogl. Thomas Dengel und Manfred Abfalter aus der SVK-Abteilungsleitung dankten den drei vor Spielbeginn unter tosendem Applaus der Fans. 


Die erste kleine Gelegenheit im Spiel hatte die Elf von Trainer Mario Demmelbauer, als Gürcan über das Gehäuse der Gäste schoss (2. Minute). Die Lechstädter waren nach einem Eckball gefährlich: Branko Nikolic nahm das Leder volley und schoss ans Außennetz (7.). Nach einer Gürcan-Ecke schoss Pöllner drüber (13.), SVK-Torwart Egon Weber hielt einen Schuss von Nikolic sicher (22.). Sein Gegenüber, TSV-Torwart Daniel Witetschek, war bei Dominik Buxmann zur Stelle (30.). Ein langer Querpass entlang der Strafraumgrenze von Maximilian Holdenrieder (32.) fand bei den Lechstädtern keinen Abnehmer. Gästespieler Elias Kollmann knallte einen Freistoß in die SVK-Mauer, beim Abpraller von Steffen Krautschneider war Weber zur Stelle (35.).

Die zweite Halbzeit begann mit einer kalten Dusche: Nach einer Hereingabe von der rechten Seite stand Krautschneider frei vor Weber und schoss links ein zur Gäste-Führung (51.). Beim SVK passte Florian Hofmann auf Thorsten Nicklas, Torwart Witetschek fälschte das Leder ab, letztlich konnte ein Abwehrspieler noch klären (55.). Möglichkeiten gab es nun hüben wie drüben – mit deutlichem Plus allerdings für die Rupertiwinkler: Dort fiel das 1:1 nach einer Traumflanke von Gürcan von rechts, am hinteren Eck des Fünfmeterraums setzte Nicklas zum Flugkopfball an und traf zum 1:1 (70.).

Ab diesem Zeitpunkt gab es Chancen und Aufreger im Minutentakt. Luca Schmitzberger setzte Buxmann ins Szene, Torwart Witetschek klärte mit beiden Fäusten (78.). In der 85. Minute stand das Landsberger Tor unter Dauer-Beschuss im Sekundentakt. Der eingewechselte Simon Jauk und Nicklas zielten jeweils mindestens zweimal auf das Tor der Landsberger, aber irgendwie war immer ein Abwehrbein oder Witetschek mit Glanzparaden zur Stelle.

SVK-Trainer Demmelbauer gönnte am Ende auch Tormann Weber Szenen-Applaus, als er den Schlussmann gegen Ersatztorwart Florian Krammer in der Nachspielzeit tauschte (90.+1). Ohne Weber gelang den Gelb-Schwarzen noch der Siegtreffer »typisch für diese Saison«, wie Demmelbauer nach dem Schlusspfiff bemerkte: Der künftige Teisendorfer Pöllner setzte sich auf der rechten Seite durch, legte zurück auf Schmitzberger und der schlenzte die Kugel mit rechts zum 2:1 ins Netz (90.+2).

Die Gelb-Schwarzen beendeten damit ihre bisher erfolgreichste Bayernliga-Saison mit 62 Punkten auf Rang fünf der Tabelle. Demmelbauer sah den Sieg seiner Mannschaft gegen Landsberg als durchaus verdient an und hofft auch künftig auf eine Unterstützung wie an diesem Tag. Der SVK-Trainer residiert in den nächsten Tagen im Freiburger Breisgau auf einem Trainerlehrgang, wo unter anderem Bundestrainer Hansi Flick per Video zugeschaltet wird. Mit diesem Feinschliff, so der SVK-Coach, würde es auch in der kommenden Saison wieder interessant werden.

SV Kirchanschöring: Weber (90.+1 Krammer), Obirei, Peter (59. Huber), Nicklas, Neumüller (54. Jauk), Pöllner, Schmitzberger, Vogl, Hofmann, Buxmann (80. Sternhuber), Gürcan (88. Mühlbacher).

TSV Landsberg: Witetschek, Kollmann, Gutia, Krautschneider, Georgiou (58. Dobruna), Detmar, Lutz, Wollens, Hutterer.

Tore: 0:1 Krautschneider (51.), 1:1 Nicklas (70.), 2:1 Schmitzberger (90.+2).

Zuschauer: 328.

Schiedsrichter: Hummel (Betzigau).

SB

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