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Per Rad von Ruhpolding zum Gardasee

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Nach seinen bisherigen starken Saisonleistungen will Andreas Huber (rechts, hier mit dem Priener Jan Wessely) auch beim Etappenrennen Craft Bike Transalp überzeugen. Das Bild zeigt Huber bei der Hochstein-Trophy, wo er sich letztlich den Hochstein-Wanderpokal vor Wessely gesichert hatte.

Sieben Tage Wettkampf, 612 Kilometer und gut 19 000 Höhenmeter: Das erwartet die Teilnehmer des Etappenrennens für Mountainbike-Zweierteams »Craft Bike Transalp powered by Sigma«, das am kommenden Sonntag (10 Uhr) in Ruhpolding seinen Anfang nimmt. Start ist im Ortszentrum in der Nähe der Kurverwaltung/Volksbank. Das Ziel ist in Riva del Garda (25. Juli), und auf diesem Wege haben die in etwa 600 Zweierteams harte Herausforderungen zu bestehen.


In einem dieser Teams ist auch der Ruhpoldinger Andreas Huber aktiv. In den vergangenen Wochen war er mit einigen Erfolgen (unter anderem siegte er bei der Hochstein-Trophy) für sein Team Chiemgau EDV unterwegs, diesmal bildet er zusammen mit Robert Wittmann (RSC Kempten) das »Team Ruhpolding«. Und als solches wollen die beiden »in erster Linie unfallfrei und ohne große Defekte« durchkommen.

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Zwar sei die Konkurrenz angesichts mehrerer beteiligter Profiteams groß, doch wenn alles gut laufe, könne man eventuell unter »den besten zehn bis zwanzig« landen, hofft er.

Unterstützt werden die beiden von den angehenden Physiotherapeutinnen Magdalena Feil (Ruhpolding) und Ursi Stöckl (Kirchanschöring). Während die Fahrer selbst in der Trikottasche einige Ersatzteile für die Schaltung, Kettennieten, Flickzeug etc. dabei haben – und natürlich auch Getränke am Rad – kümmert sich das Damenduo unter anderem um die Verpflegung, aber natürlich auch um die physiotherapeutische Betreuung nach den Höchstbelastungen. Denn trotz aller guten Vorbereitung: »Sieben Tage Maximalbelastung mit Etappen, die zum Teil über 100 Kilometer lang sind, das ist schon etwas Besonderes«, weiß Huber.

Im Frühjahr weilte er mit dem Team Chiemgau EDV wieder zum Trainingslager auf Mallorca. Anschließend gab es einige Straßenrennen, später folgte die Konzentration auf die Bergradl-Wettbewerbe, »und auch das Training der Fahrtechnik ist enorm wichtig«, betont der Lokalmatador.

Und während er die Strecke der ersten Etappe weitgehend kennt, »ist alles andere für mich Neuland, das kann man so nicht trainieren.« Er freut sich aber schon auf »landschaftlich wunderbare« Etappen, »auch wenn wir das natürlich nur wenig genießen können.«

Das gilt auch für die Favoriten. Denn noch nie ist es einem Duo gelungen, das Rennen dreimal in Folge zu gewinnen. Genau das haben sich aber Markus Kaufmann und Jochen Käß von Centurion Vaude vorgenommen, die 2013 und 2014 vorne gelegen hatten. Heuer haben Kaufmann/Käß ihre gesundheitlichen Probleme des Frühjahrs überwunden und bei den vergangenen internationalen Wettkämpfen bewiesen, dass Form und Kondition stimmen.

Vor wenigen Wochen wurde Kaufmann bei der Marathon-WM in Gröden Sechster und sicherte sich zudem bei einem Mehrtagesrennen in Österreich den Sieg, knapp vor seinem Partner Käß, der Fünfter wurde. »Wir beide verspüren keine Beeinträchtigungen mehr. Ich habe mir zwar vor ein paar Wochen am Tegernsee das im Frühjahr gebrochene Schlüsselbein nochmal angeknackst, aber das ist alles wieder gut verheilt«, so Kaufmann.

Bei den Damen dürfte der Titel nur über die Topeak Ergon Racing-Paarung Sally Bigham und Christina Kollmann vergeben werden. Die Britin hatte 2013 (Damen) und 2014 (Mixed) die Transalp für sich entschieden, Kollman wurde 2013 österreichische Marathon-Staatsmeisterin. Die dreimalige Gewinnerin des Ironman, Nicole Leder, und ihre Partnerin Tanja Lutz, die 2011 bereits das Atlas-Gebirge mit dem Mountainbike gequert hatte, werden als »Racing Mums« ins Rennen gehen. Auch sie hoffen auf eine gute Ankunft am Gardasee – so wie Huber/Wittmann. who