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Pech für Titelverteidiger Christopfer Haase

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Flott unterwegs: der Kirchanschöringer Christopher Haase am Nürburgring.

Eine starke Leistung wurde diesmal nicht belohnt: Der Kirchanschöringer Autorennfahrer Christopher Haase lag beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit dem belgischen WRT-Audi-Team aussichtsreich im Kampf um den Sieg im Rennen, ehe sein Teamkollege Laurens Vanthoor auf einer Öllache eines anderen Fahrzeugs mit seinem Auto wegrutschte und in die Streckenbegrenzung krachte. Das Auto war anschließend so zerstört, dass das Team nicht weiter am Wettbewerb teilnehmen konnte.


Der Sieg ging an das Mercedes-Team Bernd Schneider, Jeroen Bleekemolen, Sean Edwards und Nicki Thiim, das nach 88 Runden auf der 25,378 Kilometer langen Strecke (das heißt über 2200 Kilometer Gesamtstrecke) mit 2:39,8 Minuten Vorsprung vor dem BMW-Team VDS mit Maxime Martin, Yelmer Buurmann, Andrea Piccini und Richard Göransson vorne lag.

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Bestes Audi-Team waren Mike Rockenfeller, Marcel Fässler, Frank Stippler und Markus Winkelhock auf Rang fünf. Sechster wurde der Rosenheimer Martin Tomczyk mit seinen Teamkollegen Claudia Hürtgen, Dirk Adorf und Jens Klingmann vom BMW-Team Schubert, das ebenfalls einige kleinere Zwischenfälle hinnehmen musste.

Der Motorsport-Höhepunkt wurde zu einem 15-Stunden-Wettbewerb, denn bei heftigen Regenfällen und starkem Nebel unterbrach die Rennleitung den Wettbewerb in der Nacht von kurz vor 23 Uhr bis um 8.20 Uhr am nächstenTag.

Das WRT-Team von Christopher Haase überzeugte bereits im Freien Training, das man au dem zweiten Platz beendete. In der Qualifikation erreichte man dann Rang zehn. »Das war schon eine sehr gute Ausgangsposition. Immerhin geht es ja 24 Stunden lang, und im Vorjahr sind wir als Dreizehnte gestartet«, so Haase – bekanntlich folgte dann der Gesamtsieg mit dem Audi-Team Phoenix.

Und es ging auch diesmal gut los für das WRT-Quartett. »Mein Teamkollege Christopher Mies hat das Rennen begonnen und kam nach 2:20 Stunden zum Fahrerwechsel in die Box. In der ersten Runde hatten wir einige Plätze verloren, da mein Teamkollege mit Öl auf der Strecke überrascht wurde und dabei einige Konkurrenten vorbeilassen musste. Zum Boxenstopp waren wir dann knapp wieder unter den besten Zehn«, erzählt der Kirchanschöringer. Es folgte sein Einsatz, »der sehr gut lief, wir konnten kontinuierlich aufholen und Plätze gutmachen.«

»Dann fing es plötzlich zu regnen an und wir haben eine perfekte Strategie gewählt, die uns letztendlich auf Platz vier gebracht hat. Von nun an waren wir auf Gesamtsiegkurs.« Seinen zweiten Fahrtabschnitt (Stint) konnte Haase bei monsunartigen Regenfällen gut beenden. »Das war schon eine große Herausforderung, mit so einem Fahrzeug fehlerfrei durchzukommen.« Nach Haases 2:20 Stunden erfolgte der Wechsel auf seinen Teamkollegen Laurens Vanthoor.

Der heftige Regen hielt weiter an. Nach etwa drei Runden wurde Vanthoor am Streckenabschnitt Flugplatz ein Opfer des Aquaplanings und hatte einen Unfall, konnte das Auto aber in die Box zurückbringen. »Wir hatten Glück im Unglück, da die Rennleitung in dieser Runde das Rennen wegen zu starken Regens und Nebel unterbrach«, sagt Haase. Dadurch hatten die Mechaniker genügend Zeit, das Auto zu reparieren.

Nach dem Neustart am nächsten Tag lief es erst recht gut – bis zum zweiten Unfall von Laurens Vanthoor. Bei kräftigen Regenfällen hatte ein anderes Fahrzeug Öl im Streckenabschnitt Bergwerk verloren – Vanthoor rutschte mit seinem Auto auf der Ölspur aus und krachte in die Streckenbegrenzung. Dabei wurde das Fahrzeug so stark beschädigt, dass das Team das Rennen nicht beenden konnte.

»Das sind Situationen im Motorsport, die einfach vorkommen. Wir fahren eben am Limit, und wenn da nur eine winzige Sache dazwischenkommt, war es das eben. Das Glück war diesmal eben nicht auf unserer Seite«, bedauert Haase und verspricht: »2014 werden wir es erneut versuchen.«