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Paukenschlag beim Saisonfinale

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Eisschnellläufer Joel Dufter vom DEC Inzell gelang zum Abschluss der Saison beim Weltcup in Salt Lake City über die 1000 Meter ein neuer deutscher Rekord. (Foto: Wukits)

Mit einem Paukenschlag hat Joel Dufter vom DEC Inzell die Eisschnelllauf-Saison beim Weltcupfinale in Salt Lake City beendet. Der bald 24-Jährige kam über die 1000 Meter auf den sechsten Platz und lief mit 1:06,80 Minuten einen neuen deutschen Rekord.


»Ich habe mich gut gefühlt. Das war einer der brutalsten Wettkämpfe, die ich im Verlauf meiner Karriere erlebt habe. Das Eis hier ist extrem schnell gewesen«, kommentierte Dufter seinen Lauf, in dem der Niederländer Kjeld Nuis in 1:06,18 Minuten einen neuen Weltrekord aufstellte. »Ich habe noch einmal alles rausgehauen. Die gute Zeit hat mich etwas überrascht, ich bin aber sehr zufrieden«, sagte der Inzeller, der als erster Deutscher die 1000 Meter unter 1:07 Minuten bewältigte.

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Nico Ihle kam in den USA in 1:07,06 Minuten auf den siebten Rang. »Das war für den Joel ein überragender Saisonabschluss«, freute sich sein Trainer Danny Leger, fügte aber auch hinzu, dass zu den Medaillenrängen noch eine halbe Sekunde fehlen würde. Deshalb muss in der neuen Saison der nächste Schritt kommen. »Wir arbeiten nicht dafür, Plätze zwischen sechs und acht zu erreichen.«

Joel Dufter sieht es ähnlich und zeigte sich mit der abgelaufenen Saison zufrieden. »Es ist bergauf und bergab gegangen, die Bergauf-Passagen haben aber überwogen.« Deswegen soll sich in Zukunft im Training bei Dufter grundlegend was ändern. »Mein Trainer sucht zusammen mit Nico Ihle eine Lösung, um mehr miteinander zu trainieren. Damit wollen wir näher an die Weltspitze rücken.« Vorerst aber will der junge Sportler »etwas chillen« und sich von der anstrengenden Saison erholen. Mitte April will er aber bereits wieder ins Training einsteigen.

Zufrieden zeigte sich Danny Leger auch mit der Entwicklung von Roxanne Dufter. Beim Weltcupfinale belegte sie im Massenstart den 16. Platz. »Es hat schleppend begonnen und manches hat nicht funktioniert. Sie ist aber immer besser geworden und hat eine gute WM in Inzell abgeliefert.« Einen großen Schritt nach vorne sieht der Trainer bei der 27-Jährigen im Langstreckenbereich. »Der achte Platz bei der Europameisterschaft war schon ein gutes Zeichen. Ich hoffe, ihr Weg geht weiter in diese Richtung«, so der Trainer.

Roxanne Dufter hat das Weltcupfinale in den USA dazu genutzt, anschließend in Utah Skiurlaub zu machen. Ihre Leistungen sieht sie überwiegend positiv, wenn auch nicht alles geklappt hat. »Ich habe mich gut entwickelt. Wenn mir auch jetzt am Schluss die Körner gefehlt haben«, sagt Dufter. Deutlich verbessert hat sie ihre persönlichen Bestzeiten über 1500 und 3000 Meter auf den europäischen Bahnen. In der neuen Saison will sie ihr vorhandenes Potenzial weiter verbessern und an sich arbeiten. »Ich glaube, bei mir ist noch einiges möglich.«

Verabschiedet von der großen sportlichen Bühne hat sich Gabi Hirschbichler. Bei der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Inzell und der Allround-WM in Heerenveen hatte die 35-Jährige noch einmal die ganz großen Bühnen für das Ende ihrer sportlichen Karriere. »Das hat alles gepasst. Ich glaube, damit ist auch alles gesagt«, fasst Danny Leger zusammen. SHu