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Palzer fordert die Stars heraus

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Er will beim 44. Hochfelln-Berglauf vorne mitmischen: Weltklasse-Skibergsteiger Anton Palzer. (Foto: Weitz)

Für den 44. Internationalen Hochfelln-Berglauf am Sonntag zeichnet sich schon jetzt wieder eine hervorragende Beteiligung ab: Über 210 Sportler sind vorangemeldet, zudem sind noch Nachmeldungen am Samstag und am Wettkampftag möglich.


In der Meldeliste stehen wie immer zahlreiche internationale »Kaliber« wie Welt- und Europameistern und Weltcup-Gesamtsieger. Neben den Stars sind auch zahlreiche Hobbyläufer am Start. Diese wollen zum Teil in der Kreismeisterschaft Inn/Chiemgau vorne mitmischen beziehungsweise ihre persönliche Bestzeit verbessern – oder sie wollen einfach nur in der Sollzeit den schönsten Aussichtsberg des Chiemgaus meistern.

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Für die internationalen Topläufer geht es auch um Punkte für den Berglauf-Weltcup. Zu diesem zählt der deutsche Berglaufklassiker seit 2016. Vor den beiden letzten Weltcup-Stationen in Bergen und Ljubljana steht der derzeit weltbeste Bergläufer Petro Mamu Shaku aus Eritrea aber bereits als Gesamtsieger fest. Beim Hochfelln-Berglauf peilt er seinen vierten Sieg nach 2013, 2014 und 2016 an.

Bei den Frauen gewann in den vergangenen drei Jahren jeweils die Österreicherin Andrea Mayr. Insgesamt hat sie schon sieben Siege am Hochfelln in ihrer Bilanz – und hält mit 47:28,2 Minuten auch den Streckenrekord bei den Frauen. Bei den Männern gilt dies für den auch diesmal wieder antretenden Neuseeländer Jonathan Wyatt (40:34,9), dessen letzter Erfolg am Hochfelln aus dem Jahre 2010 datiert.

Doch die Konkurrenz für die Titelverteidiger kann sich durchaus sehen lassen. So ist bei den Damen die derzeit beste deutsche Bergläuferin Michelle Maier (PTSV Rosenheim) ebenso am Start wie die Deutsche Meisterin im Berglauf, Sarah Kistner (MTV Kronberg).

Aus der Region ist auch bei den Männern ein Anwärter auf die Spitzenplätze am Start. Zugesagt hat nämlich der deutsche Ausnahme-Skibergsteiger Anton Palzer (Adidas Red Bull). Die sportliche Vita des 24-jährigen Sportsoldaten aus Ramsau kann sich sehen lassen: 2010 wurde er mit dem U-20-Team Vizeweltmeister, 2012 Dritter bei der Europameisterschaft und 2013 holte er bei der Deutschen Berglaufmeisterschaft auf dem Hochfelln als Gesamtachter mit einer Topzeit von 45:01 Minuten den Titel. Herausragend sind auch seine Erfolge beim Lienzer Dolomitenmann: 2015 wurde er dort Zweiter mit dem Team und 2016 Zweiter in der Einzel- und Erster in der Teamwertung. Bei der 30. Auflage des Dolomitenmanns kam er zuletzt hinter Petro Mamu Shaku (Eritrea) und Philip Götsch (Italien) auf den beachtlichen dritten Rang.

Die größte Leidenschaft des Ausnahmeathleten Palzer ist allerdings die Ausdauer-Sportart Skibergsteigen. Dort zählt er zur absoluten Weltspitze. In seiner Leistungsdisziplin erkämpfte er diverse Podestplätze bei Weltcuprennen und aktuell die Vizeweltmeisterschaft. Beim 44. Hochfelln-Berglauf traut ihm Georg Anfang, der Vater des Hochfelln-Berglaufs und Vize-OK-Chef, auch ohne Schnee und Ski einiges zu: »Bester Deutscher sollte er werden – und selbst ein Podiumsrang ist für ihn trotz Bestbesetzung drin.« Ein deutscher Sieg würde der hiesigen Berglaufszene neue Impulse verschaffen, ist sich Anfang sicher.

Am Samstag sind übrigens noch von 15 bis 17.30 Uhr neben der Startnummernausgabe auch noch Nachmeldungen im Verkehrsamt möglich. Am Sonntag erfolgen von 7.30 Uhr bis 9 Uhr die Ausgabe der restlichen Startnummern und die Nachmeldungen an der Talstation der Hochfelln-Seilbahn. Dort ist auch um 10 Uhr der Start, dann geht es auf die Strecke, die eine Länge von 8,9 km und einen Höhenunterschied von 1074 m aufweist. mmü

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