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Ordentliche Leistung trotz der Niederlage

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Voller Einsatz: Traunsteins Yannick Beyouma Beyouma, der sich mit seinem Team diesmal allerdings gegen Waging geschlagen geben musste. (Foto: Weitz)

Der SB Chiemgau Traunstein II hat zwar den direkten Klassenerhalt fast schon verpasst, dafür aber die Teilnahme an der Relegation sicher: Am drittletzten Spieltag der Fußball-Kreisliga II unterlag der SB Chiemgau II gegen den TSV Waging mit 1:2. Der direkte Konkurrent im Abstiegskampf, der SV Riedering, zog mit einem 3:2-Sieg beim Schlusslicht und Fixabsteiger SV Seeon/Seebruck weiter davon, während der SVS nun den SBC II nicht mehr einholen kann.


Die Traunsteiner haben nun vier Zähler Rückstand auf den rettenden 11. Platz, den die Riederinger einnehmen. Doch SBC-Trainer Michael Wirth stellt klar: »Als ich im Februar die Mannschaft übernommen habe, war es unser Hauptziel, überhaupt die Relegation zu erreichen. Und dieses Etappenziel haben wir erreicht. Das liegt auch daran, dass das Team gut mitzieht.«

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Die Partie auf dem Traunsteiner Kunstrasen begann flott. Schon nach sechs Minuten traf Bernhard Mühlbacher für die Gäste zu 0:1. Doch die Antwort der Hausherren folgte prompt: Jan Hintermeier stellte kurz darauf auf 1:1 (8.). »Man hat schon gemerkt, dass die Waginger sich am Anfang mit dem ungewohnten Kunstrasen schwer getan haben. Da hat man in den ersten 30 Minuten nicht den Unterschied gesehen, wer gegen den Abstieg und wer um den Aufstieg spielt.«

Zwar waren die Waginger dann doch die stärkere Elf und sogar »der bisher beste Gegner in der Liga, den wir bisher hatten«, aber der entscheidende Treffer hätte aus Traunsteiner Sicht nicht sein müssen. Durch eine ungeschickte Aktion der Gastgeber nämlich kam es zum Strafstoß für die Gäste, den Andreas Siegel zum entscheidenden 1:2 (65.) verwandelte.

Gegen den Tabellenzweiten, der um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation kämpft und dabei derzeit die beste Ausgangsposition hat, konnten die Traunsteiner das Geschehen nicht mehr drehen. »Die Waginger hätten sich die Aufstiegschance wirklich verdient«, lobt Wirth den Gegner.

»Unser Problem ist, dass wir nie eine konstante Aufstellung hatten, weil wir wegen der Verletzungsprobleme in der Ersten Mannschaft immer wieder wichtige Spieler nach 'oben' abgeben mussten. Auch die besten U-19-Spieler konnten wir zum Teil nicht für unser Team einsetzen.«

Das dürfte sich – nach dem nun gesicherten Klassenerhalt der Landesliga-Mannschaft – schon für die kommenden zwei Partien (gegen Meister Teisendorf und beim Tabellendritten TSV Peterskirchen) – nun ändern. Wirth freut sich auf diese zwei Spiele gegen »zwei tolle Gegner«. Zwar wolle man sich vorwiegend für die Relegation einspielen, aber eben auch durch ordentliche Leistungen Selbstvertrauen für die entscheidenden Begegnungen gegen den Abstieg sammeln.

Dazu beitragen sollen auch Spieler aus der eminent starken U 19, »die ja so ein bisschen mein Baby ist. Schließlich habe ich da in den vergangenen Jahren viele talentierte Spieler nach Traunstein gelotst«, blickt Wirth zurück. Einige dieser Talente sollen nun zum Klassenerhalt der »Zweiten« beitragen – und in Zukunft möglichst sogar die Erste Mannschaft des SBC verstärken. who