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Topspiel fällt aus: SV Kirchanschöring sagt wegen Corona-Verdachtsfall alle Spiele am Wochenende ab

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Mit Schwung in den Re-Start: Das war auch das Ziel von Timo Weiß mit dem SV Kirchanschöring II, der gleich auf Tabellenführer DJK Weildorf treffen sollte – doch kurzfristig wurde auch diese Partie abgesagt. (Foto: Butzhammer)

Zwei Topspiele, von denen nur eines ausgetragen werden kann, und ein weiterer Nichtantritt: Die Fußball-A-Klasse 6 legt gleich furios los. Schauplätze sind Kirchanschöring, Bayerisch Gmain und Inzell. Der SVK II sollte den Tabellenführer DJK Weildorf begrüßen, doch diese Partie wurde kurzfristig abgesagt. Der TSV Petting soll sein Können beim WSC Bayerisch Gmain unter Beweis stellen. Und das Tabellenschlusslicht SC Inzell II tritt nicht gegen den TSV Tengling an.


Update, Freitag, 17.30 Uhr:

Beim SV Taching steht das See-Derby gegen den TSV Waging auf dem Programm, mit dem die Saison ihre Fortführung findet. Anstoß im Stadion am Strandbad ist am Samstag um 14 Uhr.

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TSV Waging II noch ohne Spielpraxis

Das Hinspiel ging im vorherigen Sommer mit 4:1 an die »Seerosen« (11. Platz/12 Punkte) gegen den SV Taching (10./16). Die Elf von Christian Schörgnhofer will den dritten Heimsieg feiern und sich damit etwas weiter von den Abstiegsrängen entfernen. Waging II geht ohne Wettkampfpraxis in die Neuaufnahme der Saison, alle vereinbarten Testspiele wurden abgesagt. Das ist keine einfache Situation für Trainer Florian Sternhuber.

Ebenfalls um 14 Uhr trifft der Tabellenzweite WSC Bayerisch Gmain (37) auf den TSV Petting (8./22). In der »Gmoa-Arena« sollte der heimische WSC klarer Favorit sein, doch ein runderneuerter TSV Petting mit den Rückkehrern Maxi Steinmaßl (SV Saaldorf), Daniel Stippel (TSV Teisendorf) und Simon Singhammer (Union Ostermiething/Österreich) lassen die Qualität der Truppe von Michael Schlagintweit – er hat seinen Vertrag bis 2022 verlängert – deutlich steigen. Dazu kommen noch sechs A-Jugendliche, die fix in den Herrenbereich hochgezogen wurden.

»Dadurch, dass sich Petting in der Corona-Pause sehr gut verstärkt hat, wird’s mit Sicherheit ein schweres Spiel«, weiß WSC-Coach Florian Huber. »Dem TSV traue ich in der Rückrunde einiges zu. Trotzdem wollen wir natürlich drei Punkte, um oben dabeizubleiben.« In Hubers Elf kehrten Dennis Freudenreich (TSV Teisendorf) und Tobias Kiontke (FC Hammerau) zurück. »Leider hat uns aber Danny Schönfelder beruflich bedingt verlassen«, bedauert er.

Der abstiegsbedrohte TSV Teisendorf II (12./12) empfängt um 16 Uhr den SC Weißbach (5./25). »In Teisendorf ist es immer schwer. Wir erwarten einen starken Gegner, die Erste Mannschaft spielt Bezirksliga, man weiß nie, wie stark die Reserve aufgestellt ist«, mutmaßt Weißbachs Pressesprecher Peter Gschwendtner. »Der Tabellenplatz sagt im Moment nach der Corona-Pause nicht viel aus, man weiß selbst nicht genau, wo man steht.« Neuzugänge der Elf von Andre Köppl sind Torwart Kajetan Reiter aus der Jugend, Thomas Holzner, Martin Bauregger, Andreas Holzner und Jonas Öttl. Die beiden Letztgenannten hatten bereits im Herbst gespielt.

Der Sonntag beginnt um 13 Uhr mit der Partie des SV Saaldorf II (9./20) gegen den starken Aufsteiger FC Ramsau (6./24). Beide können befreit aufspielen. Im Hinspiel gewann die Bezirksliga-Reserve knapp mit 1:0 im »Bergsteigerdorf«.

Für den SV Leobendorf (7./24) geht's am Sonntag (14 Uhr) zum Re-Start gegen den abstiegsbedrohten BSC Surheim (13./7). »Wir wollen natürlich gewinnen«, lautet die Devise von SVL-Abteilungsleiter Stefan Thaler. Allerdings fehlen in den ersten Wochen Florian Schnugg (beruflich in Bremen) und Leon Schifflechner (Bänderriss). »Die Vorbereitung lief ganz gut, und wir konnten einiges ausprobieren«, berichtet Thaler. In Michael Wegscheider steht seit dem 1. Juli als Nachfolger für Tom König auf der Kommandobrücke.

Das Beste sollte zum Schluss kommen: Sonntag, 16 Uhr, sollte der SV Kirchanschöring II (3./34) Gastgeber für die DJK Weildorf (1./42) sein. Der Sportliche Leiter des SVK, Joe Steinmaßl, hatte große Vorfreude gezeigt: »Derby! Spitzenspiel in der A-Klasse mit Zuschauern – juhu – und für uns eine richtungsweisende Partie.«

Auch Bayernliga-Duell des SVK entfällt

Doch am späten Freitagnachmittag kam dann noch die Absage: »Der SV Kirchanschöring sagt aufgrund eines akuten Verdachtsfalles alle Spiele an diesem Wochenende ab. Das betrifft das Bayernliga-Spiel in Landsberg, alle JFG-Spiele, auch an anderen Spielorten, und das Heimspiel des SVK II«, meldete SVK-Pressesprecher Michael Wengler.

Steinmaßl hatte erklärt, als Saisonziel gelte weiterhin Platz zwei. Über die Neuzugänge Christopher und Timo Weiß ist Steinmaßl sehr froh und lobt: »Super, welche Qualität wir hier aus der JFG bekommen.« Auch Weildorfs Coach Stefan Egger hatte gesagt: »Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht.« Doch nun muss er mit seinen Schützlinge noch eine Woche warten.

Das muss auch Schlusslicht SC Inzell II (14./4) tun. Der SCI II kann wegen Personalmangels nicht gegen den TSV Tengling (4./26) antreten. td

Update, Freitag, 17 Uhr:

Folgt auf die gelungene Generalprobe (3:2 gegen den Landesligisten SV Erlbach) nun auch eine geglückte Premiere? Diese Frage stellen sich viele Fußballexperten vor dem Re-Start der Bayernliga Süd des SV Kirchanschöring, zu dem die Fußballer von Trainer Seppi Weiß am Samstag beim TSV Landsberg gastieren wollten – wegen eines Verdachtsfalls sind nun aber kurzfristig alle Partien abgesagt worden.

Aufgrund eines akuten Corona-Verdachtsfalls sagt der SV Kirchanschöring alle Spiele an diesem Wochenende ab. Das betrifft das Bayernliga-Spiel in Landsberg, alle JFG Spiele, auch an anderen Spielorten, sowie das Heimspiel des SVK 2. Das teilte Pressesprecher Michael Wengler am Freitagnachmittag kurzfristig mit.

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Das Hinspiel – es fand im August 2019 statt – gewann Kirchanschöring mit 2:0. Den Führungstreffer für den SVK erzielte damals Tobias Schild (rechts, hier im Duell mit Martin Hennebach). (Foto: Butzhammer)

Bericht vom Freitagmorgen:

Der Optimismus ist durchaus groß im Lager der Gelb-Schwarzen, zumal die Rupertiwinkler auf eine starke Vorbereitungsphase mit guten Ergebnissen und beachtlichen Leistungen zurückblicken können. Das Gros des Kaders dürfte im Landsberger 3C-Sportpark auch zur Verfügung stehen. Sicher ausfallen wird eigentlich nur Philipp Hartl, bei Tobias Janietz und Josef Urban – ihr Einsatz entschied sich gestern Abend im Training – hatten die SVK-Verantwortlichen durchaus noch Hoffnung, dass sie gegen den Tabellen-13. dabei sein können.

Die gastgebenden Lechstädter liegen zwar aktuell nicht nur sechs Zähler hinter dem SVK, sondern auch knapp über dem »Relegationsstrich«. Allerdings hat der TSV auch schon eine Partie mehr absolviert als die momentan auf dem obersten Abstiegsrelegationsplatz stehende SpVgg Hankofen-Hailing. Insofern müssen die Landsberger schon noch höllisch aufpassen, dass sie in der Saison 2021/22 nicht in der Landesliga antreten müssen.

Landsberg sei ein starker Gegner mit vielen guten Neuzugängen. »Fast die ganze Mannschaft hat Regionalliga-Erfahrung«, betont Weiß, mit Muriz Salemovic (Rückkehrer von Spitzenreiter FC Pipinsried) habe man »den Königstransfer« gelandet. »Der hat uns früher schon öfter geärgert«, weiß auch »Anschörings« Pressesprecher Michael Wengler.

Im Übrigen sei nicht nur das Team gut vorbereitet, sondern auch die weite Reise als solche – »sofern das in diesen Zeiten möglich ist«, wie Wengler augenzwinkernd hinterherschiebt. Jetzt hoffe er, »dass wir von Corona lange verschont bleiben und in Landsberg gut starten«. Was den Ablauf dort betreffe, sei es in den Augen des SVK-Medienmanagers »ganz gut, dass wir zunächst auswärts Eindrücke sammeln und vielleicht auch Ideen von dort mit nach Hause bringen können«. Neben diesen Eindrücken und Ideen sollen es jedoch in erster Linie drei Punkte werden. Punkte, mit denen man das Abstiegsgespenst gleich mal ziemlich kräftig verscheuchen könnte. cs

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