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Opara sichert dem SB Chiemgau den nächsten Heimsieg

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SBC-Offensivmann Mike Opara (rechts, hier im Duell mit dem Landshuter Kapitän vor Alexander Hagl) erzielte im Heimspiel gegen Landshut das Tor des Tages. Er sicherte mit seinem sechsten Saisontreffer dem SBC den achten Heimsieg der Saison. (Foto: Weitz)

Der SB Chiemgau Traunstein hat seine beeindruckende Heimserie in dieser Saison um ein weiteres Kapitel bereichert: Auch gegen die SpVgg Landshut feierte die Elf von Trainer Rainer Elfinger in der Fußball-Landesliga Südost einen Sieg! Danke des sechsten Saisontors von Mike Opara gewann das Team aus der Großen Kreisstadt mit 1:0. Es war bereits der achte Erfolg im elften Spiel vor eigenem Publikum, damit ist der SBC jetzt mit bislang 24 gesammelten Zählern hinter dem TSV Grünwald (25 Punkte) die zweitstärkste Heimmannschaft der Liga!


Damit glückte also auch die Revanche für die deftige Hinspiel-Niederlage (0:8). »Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg für uns«, betonte Elfinger nach dem Schlusspfiff und ergänzte: »Wir waren kämpferisch wirklich gut drauf.« Was den Coach besonderes freute: »Wir sind damit wieder näher an die 40-Punkte-Marke herangekommen. Wir haben jetzt wirklich schon ein gutes Polster nach unten.«

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In Zahlen ausgedrückt: Gerade hat der Tabellenvierte mit 35 Punkten satte elf Zähler Vorsprung auf den ersten der drei Abstiegsrelegationsplätze, den gerade der FC Sturm Hauzenberg einnimmt. Und während Elfinger immer noch mit einem Auge nach unten schielt, dürfte der eine oder andere SBC-Fan mittlerweile eher nach oben schauen: Der SB Chiemgau steht jedenfalls hervorragend da und ist punktgleich mit den beiden Zweitplatzierten SV Erlbach und VfB Hallbergmoos.

Die erste Chance des Spiels vor 420 Zuschauern im Jakob-Schaumaier-Sportpark gehörte den Gästen aus Niederbayern. Bei einem Konter war die SBC-Abwehr noch unsortiert und so kam Florentin Seferi nach Zuspiel von Daniel Bergbauer frei zu Schuss, aber der Ball ging in der 2. Minute über das Tor von Mark Kao, der trotz seiner Verletzung aus dem Kastl-Spiel auf die Zähne biss und spielte. Drei Minuten später startete die Heimelf einen tollen Spielzug über Ersatzkapitän Maximilian Vogl – Spielführer Patrick Schön und Torjäger Goran Divkovic fielen ja verletzt aus – und Telat Ünal. Der Ball landete bei Mike Opara, der fackelte nicht lange und jagte das Leder trocken ins linke Eck zur 1:0-Führung!

Emotionen kochen hoch

Der SB Chiemgau hatte das Spiel nun über weite Phasen der Begegnung gut im Griff. Die Gäste kamen durch Alex Santander Munoz (16.) und einen Freistoß von Asllan Shalaj (20.) zwar noch zu Chancen, aber SBC-Torwart Kao hatte in beiden Fällen keinerlei Probleme, die Bälle zu halten. Auf der Gegenseite zog Vogl ab, doch das Leder zischte knapp am Kasten vorbei (25.).

Die Partie wurde jetzt von Minute zu Minute allerdings auch ruppiger. Neben dem Feld kochten auch auf den Rängen und den Ersatzbänken die Emotionen des öfteren richtig hoch. Das österreichische Schiedsrichtergespann um Zlatko Begovic hatte wahrlich keinen guten Tag erwischt und tat sein Übriges mit einigen äußerst fragwürdigen Entscheidungen dazu. Als Kevin Engber etwa Vogl übel an der Seitenlinie niederstreckte, rechnete die Mehrzahl der Zuschauer in der 31. Minute mit einer roten Karte für den Landshuter, Begovic zeigte aber nach einigem Zögern gerade mal Gelb. Kurz vor der Pause hätte Landshuts Tormann Andreas Steer beinahe ein zweites Mal hinter sich greifen müssen, als nach einer Flanke von Vedaant Nag Engber fast ins eigene Tor traf (45.).

Heimelf lässt gute Chancen ungenutzt

Nach dem Wechsel gelang dem SB Chiemgau schnell das erste Ausrufezeichen. Opara setzte Ünal stark in Szene und der fackelte nicht lange, doch seinen Schuss wehrte Landshuts Torwart Andreas Steer ab und hielt seine Mannschaft damit am Leben. Den Nachschuss jagte Kurt Weixler aus nächster Nähe über den Kasten – das hätte das 2:0 sein müssen (46.). In der 53. Minute prüfte Opara den Landshuter Schlussmann, doch aus spitzem Winkel hatte der Tormann keine Probleme mit dem Versuch. Danach war SBC-Innenverteidiger Ivan Savric mit einem Freistoß-Hammer aus rund 18 m dran, aber auch den fischte Steer raus (76.). »Wir haben teilweise unsere Aktionen nicht zwingend genug zu Ende gespielt«, monierte SBC-Trainer Rainer Elfinger angesichts der ausgelassenen Chancen.

Deswegen musste der SBC am Ende nochmals etwas zittern, denn in der Schlussphase der Partie warf Landshut natürlich alles nach vorne. Doch nur Daniel Bergbauer kam in der 83. Minute zu einer guten Chance, die er jedoch neben den Kasten setzte. Ansonsten blieb das Spiel hektisch und nach 97 (!) Minuten pfiff Zlatko Begovic die Begegnung dann endlich ab.

»Das knappe Ergebnis hat bei mir zum Ende hin durchaus einige Schweißperlen verursacht,« gestand Elfinger nach der nervenaufreibenden Partie mit einem Lachen ein. Am Ende war aber eben doch alles perfekt. »Wir haben die drei Punkte – es ist also alles gut«, freute sich auch SBC-Pressesprecher Peter Mallmann. Er hofft jetzt, »dass wir aus den letzten beiden Spielen auch noch ein paar Punkte holen können, um ganz beruhigt in die Pause gehen zu können«.

Für den SB Chiemgau geht es am nächsten Samstag um 14 Uhr zum Tabellensechsten FC Unterföhring. Das letzte Heimspiel des Jahres ist dann am Samstag, 30. November, um 13 Uhr gegen den ASV Dachau – und zum Jahresabschluss wäre es natürlich wünschenswert, wenn der SB Chiemgau seine bislang so starke Heimbilanz weiter ausbauen könnte.

SB Chiemgau: Kao, Sandner, König, Opara, Schiller (65. Topic), Weixler (72. Furch), Galler, Vogl, Ünal (85. Mustafic), Nag, Savric.

SpVgg Landshut: Steer, Younan (62. Ignjatic), Justvan, Shalaj, Seferi, Santander Munoz (69. Maier), Bergbauer (88. Zettl), Plomer, Engber, Hagl, Sibler.

Tor: Mike Opara (5.).

Schiedsrichter: Zlatko Begovic (Österreich).

Zuschauer: 420. SB