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»Olympia ist der Gradmesser«

Das Sommereis in der Inzeller Max-Aicher-Arena erfreut sich bei den in- und ausländischen Sportlern großer Beliebtheit. Die Bedingungen in der Halle und auch im Umfeld sind ausgezeichnet, heißt es von allen Seiten.

Ließ im vergangenen Winter mit einigen Podiumsplätzen im Weltcup aufhorchen: Samuel Schwarz. Der Berliner bereitet sich derzeit in Inzell auf die Olympiasaison vor. (Foto: Wukits)

Nutznießer der optimalen Verhältnisse sind auch die deutschen Eisschnellläufer. Der Kader der Damen und Herren hat derzeit in Inzell sein Trainingslager aufgeschlagen. Darunter befindet sich auch Langstreckenspezialist Patrick Beckert, der auf dem Inzeller Eis den Grundstein für eine erfolgreiche olympische Saison legen will. »Ich kann mich hier toll vorbereiten«, schwärmt der 23-Jährige.

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Beckert kommt aus einer begeisterten Eisschnelllauf-Familie, Schwester Stephanie gehört bei den Damen bereits zur Weltspitze und in Lauerstellung befinden sich bereits die jüngeren Geschwister Jessica (19) und Pedro (17). »Vor den Spielen in Vancouver habe ich viel mit Stephanie trainiert. Mittlerweile bin ich weitaus schneller als sie, aber es kommt ja bald der jüngere Bruder nach«, schmunzelt Patrick Beckert.

Zusammen mit dem Inzeller Moritz Geisreiter, Marco Weber und Alexej Baumgarter gehört der Erfurter zum erweiterten Kreis der Weltspitze. Darum will sich der 23-Jährige nicht nur für die Spiele in Sotschi qualifizieren, sondern dort auch auf dem Siegerpodium landen. »Ich will eine Medaille; auch wenn's schwer wird, denn das wollen viele andere auch.«

Ähnlich sieht das auch Samuel Schwarz. Der Berliner sorgte im vergangenen Winter mit einer Reihe von Podiumsplätzen für Aufsehen. Vor allem die 1000 Meter scheinen dem knapp 30-Jährigen zu liegen. Zwei Weltcupsiege hat er auf dieser Strecke auf dem Konto. Auch Schwarz ist von den Trainingsmöglichkeiten in Inzell begeistert: »Das Ambiente hier ist einzigartig. Vom Eis geht es in den Kraftraum und die Radstrecken liegen quasi vor der Haustür. In Berlin muss ich erst 20 Minuten aus der Stadt hinausfahren, bevor ich Radeln kann.«

Besonders die Qualität des Eises in der Max-Aicher-Arena hat es dem Berliner angetan. »Die Eismeister sind sehr engagiert und machen ein sehr konstantes und schnelles Eis. Früher war das auf der Freiluftbahn in Inzell auch schon immer gut, aber nur bei gewissen Bedingungen.«

Sein Ziel im Winter ist klar abgesteckt: die Olympischen Spiele in Sotschi. »Ob es ein guter oder ein schlechter Winter ist, das entscheidet sich bei Olympia.« Die Deutsche Meisterschaft stuft Schwarz als »netten Wettkampf« ein: »Natürlich will man da auch einen Titel gewinnen. Wichtig wird es aber ab Oktober und: Olympia ist der Gradmesser.« SHu.