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Offensivspektakel geht an den SV Seeon/Seebruck

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Gut in Schwung beim Offensivspektakel: Philipp Eder, der zweimalige Seeoner Torschütze, auf dem Weg zum 4:3. (Foto: Weitz)

»Für den neutralen Zuschauer war es heute ein Spektakel«, Thomas Langner, der Spielleiter der Gruppe Süd war ganz fasziniert vom 5:4-Sieg des Kreisligisten SV Seeon/Seebruck gegen den Vizemeister der Kreisklasse IV, den SC Inzell. 647 zahlende Zuschauer am Grabenstätter Eichbergfeld waren erfreut über starke Offensivreihen und etwas desorientierte Defensivreihen.


Seeon/Seebruck trat mit der Hypothek von sieben Niederlagen am Stück gegen den ambitionierten Kreisklassisten an und fand relativ gut ins Spiel. Schon nach zehn Minuten landete das Leder zweimal an der Inzeller Latte. Simon Heitauers langgezogene Flanke klatschte an die Latte (8.), kurz darauf stand Daniel Axthammer völlig frei vor SCI-Schlussmann Sebastian Schwabl und sein Unterlatten-Kracher sprang wieder ins Spielfeld zurück.

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Inzell legte auch wie der SVS ein hohes Anfangstempo vor und die Spielanlage ging dabei meist über den linken Flügel. Das führte auch zum 0:1. Fabian Zeidler, der eine überragende Partie ablieferte, narrte an der Auslinie zwei Gegenspieler und überraschte Manuel Hömmerich mit einem haltbaren Schuss in die Mitte des Tores (13.). Nach 20 Minuten prüfte Andreas Panitz die Stabilität des Tores, sein Knaller von der Strafraumgrenze krachte ans rechte Tordreieck.

Kurzzeitig war die Elf von Ralf Rößler geschockt, doch von da an kam die Zeit des Kreisligisten, die in den folgenden 20 Minuten die Partie drehte. Daniel Axthammer spielte in die Spitze, der wie aufgedreht agierende Florian Linner nahm den Ball per Direktabnahme und traf per Flachschuss zum Ausgleich. Auf der Gegenseite stand Andreas Dießbacher wieder einschussbereit, doch sein Schuss vom Elfmeterpunkt ging in den Grabenstätter Nachthimmel (27.).

Dann wurde Linner zum Wegbereiter des 2:1. Er setzte sich gegen die Deckung durch und wurde im Strafraum von Thomas Egger zu Fall gebracht. Schiedsrichter Florian Gebert zeigte sofort auf den Punkt und Daniel Axthammer verlud Schwabl zur erstmaligen SVS-Führung (35.). Damit noch nicht genug, Linner war wieder zur Stelle und bediente den mitgelaufenen Philipp Eder, der schob das Leder seelenruhig ins Eck – 3:1 (38.).

Die Zeichen standen nun gut für die Rößler-Elf, die aber vor der Halbzeit einen erneuten Tiefschlag einstecken musste. Wie aus heiterem Himmel schaffte die Truppe von Jürgen Biermaier den Anschlusstreffer. Michael Schaffler zog völlig alleingelassen aus 25 Metern mit einem Freistoß ab, der Ball wurde abgefälscht und Hömmerich war zum zweiten Mal bezwungen (43.). Und Fabian Zeidler setzte gleich noch eins drauf, er umkurvte die Deckung und traf an Hömmerich vorbei ins lange Eck zum 3:3-Halbzeitstand. Dieser Doppelschlag war der nächste Inzeller Beitrag zum Offensivspektakel mit sechs Toren im ersten Durchgang.

Nach dem Seitenwechsel übernahm der Kreisklassist zunächst das Kommando, das Tor erzielte aber der SVS. Die Verteidigung vertändelte den Ball, Philipp Eder setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und zog ansatzlos aus 20 Metern ab, der Ball schlug neben dem rechten Pfosten ein - 4:3 (57.).

Kurz darauf hatte der eingewechselte Christian Zehetmaier eine Riesenchance, doch Schwabl verhinderte mit einer Glanzparade die Vorentscheidung. Nun ging es hin und her, Panitz scheiterte an Hömmerich (61.), auf der Gegenseite scheiterte Tommi Mitterer an Schwabl (65.). Der quirlige Fabian Zeidler schaffte zwölf Minuten vor dem Ende den erneuten Ausgleich, er düpierte Hömmerich und schob ins leere Tor. Sollte das wahnwitzige Relegationsspiel wohl in die Verlängerung gehen? Nein, Christian Zehetmaier machte dem Treiben ein Ende und schoss in der 89. Minute den Siegtreffer für den SVS. Zehetmaier kam am Fünfereck an den Ball und versenkte das Leder im Netz. Der Klärungsversuch eines Inzellers kam zu spät.

In der Nachspielzeit verhinderte Manuel Hömmerich ein SVS-Trauma und wehrte einen Freistoßkracher von Michael Schaffler ab. Aus und vorbei für Inzell, Seeon/Seebruck kommt eine Runde weiter und trifft nun am Montag um 18.30 Uhr in Prien auf den SV Riedering.

»Die halbe Miete ist geschafft, ich bin beeindruck von der Moral meiner Mannschaft«, meinte ein geschaffter Ralf Rößler. Sein Gegenüber Jürgen Biermaier nahm es sportlich fair: »Vielleicht sind wir noch nicht reif genug, unser Gegner war heute in der einen oder anderen Situation einen Tick schneller.« Die Fortsetzung folgt ... td

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