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Offensivmaschine mit meisterlicher Hilfe

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Sich auch in Bedrängnis durchsetzen: Das ist das Ziel der TVT-Basketballer – hier Lukas Schwankner (vorn) gegen Alexandar Blesic-Cesnovar – auch gegen den TSV Unterhaching. (Foto: Weitz)

Ungleiche Vorzeichen am neunten Spieltag der Basketball-Bayernliga Süd. Mit dem TSV Unterhaching gastiert morgen um 14 Uhr der Tabellenzweite beim derzeitigen Schlusslicht TVT. Klammert man den Bayernpokal aus, so hat der Hachinger Erfolgslauf mit fünf Spielen aktuell ebenso lange bestand wie die Traunsteiner Niederlagenserie.


Vor dem Duell mit der besten Offensive der Liga hofft die Mannschaft von Enes Tadzic auf die Rückkehr ihres Topscorers Stefan Gruber, dessen Einsatz sich kurzfristig entscheiden wird. Um auch am ersten Adventssonntag wieder zahlreiche Besucher in die Ludwig-Thoma-Halle zu locken, haben sich die Chiemgauer Korbjäger eine besondere Aktion einfallen lassen.

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Die sportliche Krise beschert dem TVT dieser Tage einen unruhigen Auftakt in die Vorweihnachtszeit. Nach der 62:79-Pleite in Murnau beschwor Enes Tadzic die Herrenmannschaft, den vorgegebenen Kurs zu halten und weiter hart für den Erfolg zu arbeiten. »Es kommt derzeit vieles zusammen«, so der Mann an der Traunsteiner Seitenlinie, »aber mit Geduld, Einsatz und Beständigkeit werden die Erfolgserlebnisse mit der Zeit kommen.« Selbstkritisch erkannten seine Akteure jedoch an, dass man am vergangenen Wochenende vielleicht so weit von einem flüssigen Zusammenspiel entfernt gewesen war wie jemals zuvor. »Staffelsee hat schlicht und einfach geilen und geschlossenen Teambasketball gezeigt«, erklärt Aufbauspieler Valentin Rausch.

Wenn auch der Angriffsmotor noch lange nicht auf vollen Touren läuft, ist zumindest auf die Defensive in der Regel Verlass. So kassiert der TVT mit durchschnittlich 69,6 Punkten die drittwenigsten Körbe der gesamten Bayernliga. Immerhin konnte also die altbewährte Stärke aus den Vorjahren bis dato auch auf die höhere Klasse übertragen werden.

Beim morgigen Heimspiel empfängt man nun ein offensives »Powerhouse«, wie die Basketball-Muttersprachler es treffend bezeichnen würden. 91 PPS (Punkte pro Spiel) – so lautet die Hausnummer der Hachinger Angriffsreihen im bisherigen Saisonverlauf. Nach schwierigen Auftaktwochen, in denen die Münchner Vorstädter knappe Heimniederlagen gegen den aktuellen Tabellenführer Schwabing (96:102 nach Verlängerung) sowie die Hellenen (71:72) verkraften mussten, ist der TSV nun seit dem 13. Oktober in der Liga ungeschlagen. Passenderweise dasselbe Datum, seitdem der TVT auf seinen zweiten Sieg warten muss.

Aus dem Kader der Unterhachinger stechen Niklas Kropp, Daniel Gebray und Lorenzo Brazzi heraus. Alle drei wechselten vor der neuen Spielzeit aus dem Leistungsprogramm des Deutschen Meisters FC Bayern München in den Süden der Landeshauptstadt. Letztes Jahr noch gemeinsam beim FCBB II in der ProB aktiv, dominieren sie nun seit Herbst in der Bayernliga. Kropp erzielt dabei knapp 29 Punkte je Spiel und weiß wie sein Flügelkollege Gebray auch mit Gefährlichkeit aus der Dreipunktdistanz zu überzeugen. Der hochgelobten Traunsteiner Defensive steht also der wohl bisher größte Härtetest bevor.

Um gegen den Tabellenzweiten für eine Überraschung sorgen zu können, bedarf es aber in erster Linie einer Steigerung in der Offensive. Ob Enes Tadzic dabei wieder auf den zuletzt pausierenden Topscorer Stefan Gruber setzen kann, entscheidet sich erst im Abschlusstraining.

Die erfreulichste Entwicklung der bisherigen Saison, der tolle Zuschauerzuspruch, soll mit einer besonderen Aktion fortgesetzt werden. Im Rahmen des großen Nikolausspieltages erhalten alle Besucher, die mit entsprechenden Weihnachtsmützen in die Ludwig-Thoma-Halle kommen, freien Eintritt. Zudem wird auch die kulinarische Verköstigung an die Jahreszeit angepasst. Zum Auftakt trifft die Mannschaft der Herren II des TVT in der Bezirksklasse auf den TV Miesbach, der Beginn ist auf 11.30 Uhr angesetzt. SK