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Offensive zu schwach

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Einen Rückschlag musste der TSV Waging im Duell der Fußball-Bezirksliga Ost beim FC Miesbach hinnehmen: Die »Seerosen« unterlagen mit 0:2, obwohl die Gastgeber keinesfalls überzeugend auftraten.


Auf recht gut bespielbarem Boden war die Begegnung zunächst von Abtasten und Unsicherheiten geprägt. Dabei agierten die »Seerosen« feldüberlegen. Dagegen wurde der FC Miesbach, im Winter nochmals personell verstärkt, erst Mitte der ersten Hälfte präsenter, ohne allerdings wirklich Torgefahr auszustrahlen.

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So gab es eigentlich nur zwei Höhepunkte: In der 25. Minute schoss Bernhard Mühlbacher nach Querpass von Sebastian Schilling am langen Pfosten knapp daneben, und in der 28. Minute musste Wagings Schlussmann Michael Endlmaier gleich zweimal parieren, bei einer langen Flanke und einem verdeckten Weitschuss. Ansonsten dominierten Zweikampfstärke und Einsatz, aber auch viele Fehlpässe und ungenaue Abspiele auf beiden Seiten.

Mit Michael Fuchs für den angeschlagenen Sebastian Schilling wollte Trainer Berni Zeif in der zweiten Hälfte mehr Druck ins Waginger Angriffsspiel bringen. Bereits nach einer Minute kam Patrick Quast nach einem Solo zum Abschluss, verzog aber. Im Gegenzug dann der Schock für die Gäste, denn nach einer Flanke setzte sich Christian Haimerl gegen Franz Eder durch und köpfte wuchtig und unhaltbar zur überraschenden Miesbacher Führung ein.

In der Folgezeit intensivierten die Seerosen ihre Bemühungen, nun auch mit Manuel Karlstetter, aber die Mannschaft von Trainer Weiß blieb bei schnellen Kontern aus einer kompakten Abwehr gefährlich. So brachte der eingewechselte Moritz Mack in der 77. Minute den Ball nach einem genauen Zuspiel mit viel Glück zum 2:0 über die Linie.

Angetrieben vom wieder agilen Tobias Hösle, der nur beim 1:0 etwas unachtsam war, hatte der TSV noch zwei Chancen durch einen Kopfball von Wolfgang Gabler und einen Schuss von Patrick Quast – das war in der 90. Minute übrigens der erste Schuss, den der aufmerksame Miesbacher Torwart Stefan Zimmerhakl halten musste.

So blieb es beim durchaus glücklichen Sieg der sehr engagierten Platzherren. Sie waren spielerisch nicht besser, verwerteten aber zwei Chancen eiskalt, während in der Waginger Offensive derzeit aufgrund von Trainingsrückständen oder Verletzungen Flaute herrscht.

Das muss sich im nächsten Heimspiel (Sonntag, 16.30 Uhr gegen Baldham-Vaterstetten) ändern.