Österreichische Biathletinnen im Ruhpoldinger Trainingslager: »Die Bedingungen hier sind immer perfekt«

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Sie freut sich auf die kommende Saison: Biathlon-Weltmeisterin Lisa Hauser, die mit dem österreichischen Damenteam und Trainer Markus Fischer mehrere Trainingstage in Ruhpolding verbrachte – und dabei auch im Waldstadion trainierte. (Foto: Wukits)

Zu einem viertägigen Trainingslager waren die österreichischen Biathletinnen mit ihrem Trainer Markus Fischer in Ruhpolding. »Es ist für uns eine erste Standortbestimmung«, so der Ruhpoldinger, der seit zwei Jahren Cheftrainer der ÖSV-Damen ist.


Auf dem Programm standen Grundlagen-Training mit Einheiten auf der Rollerbahn in der Chiemgau-Arena sowie Laufbahntests und Tempoläufe auch auf der Tartanbahn im Waldstadion. »Natürlich steht jetzt Olympia im kommenden Jahr in Peking schon ein wenig auf dem Plan. Wir wollen dafür den richtigen Weg finden, am Konzept werden wir aber nichts ändern«, betont Fischer.

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Aushängeschild seines Teams ist Lisa Hauser. Sie gewann bei der Weltmeisterschaft in Pokljuka Gold im Massenstart und Silber in der Verfolgung und im Mixed. Dazu holte sie die Gesamtwertung im Weltcup im Einzellauf, wurde Sechste der allgemeinen Gesamtwertung und gewann zwei Weltcuprennen. »Wir wollen ohne Druck in die Saison gehen, wollen aber schon versuchen, dass Lisa ihre Erfolge bestätigen kann«, so die Prognose ihres Trainers. Im Rahmen der Trainingsmaßnahme konnte unser freier Mitarbeiter Siegi Huber mit Lisa Hauser ein Interview führen. Die 27-jährige vom SC Kitzbühel stand offen Rede und Antwort.

Lisa, wie sind Sie hier in Ruhpolding mit den Verhältnissen zufrieden?

Sehr, vor allem, dass langsam auch das Wetter wieder besser geworden ist. Es ist wichtig, jetzt wieder Kilometer auf der Strecke zu sammeln. Ich hoffe, dass beim Training diese Woche in Hochfilzen das Wetter noch besser wird.

Es ist ja auch eine olympische Saison. Nach den Erfolgen der vergangenen Saison gibt es da sicher Begehrlichkeiten?

Klar, es ist immer sehr spannend, wenn Olympische Spiele anstehen. Nachdem der letzte Winter sehr gut verlaufen ist, sind natürlich Begehrlichkeiten da.

Wie haben sich die Erfolge in Österreich auf Sie ausgewirkt, schließlich genießen dort ja die Alpinen einen hohen Stellenwert?

Die Aufmerksamkeit ist durch die Erfolge schon sehr groß geworden und die Erfolge werden auch anerkannt. Die Wahrnehmung ist groß, vor allem daheim werde ich oft angesprochen und man freut sich über meine Leistungen. Ich hatte ja bereits vor der Weltmeisterschaft einige sehr gute Ergebnisse eingefahren. Es waren viele coole Rennen und im Fernsehen waren wir sehr präsent mit den Übertragungen.

Was hat sich durch die Erfolge sonst noch in Ihrem Leben geändert?

Die Termine sind mehr geworden. Im Frühjahr war es ein richtiger Medien-Marathon, aber das gehört dazu.

Wie hoch ist der Anteil ihres Trainers Markus Fischer an diesen Erfolgen?

Der Erfolg hat viele Namen. Ich bin ja doch schon eine lange Zeit im Biathlongeschäft dabei und über die Jahre hat jeder Trainer einen gewissen Anteil. Seit Markus bei uns ist, trainieren wir wieder in einem reinen Frauenteam. Zuvor war ich auch bei Ricco Groß. Es gab damals die sogenannte Biathlonschmiede, in der zum Beispiel auch Simon Eder dabei war. Ich hatte früher auch immer mit vielen Verletzungen und Erkrankungen zu kämpfen.

Wie sind Sie mit den Maßnahmen zur Corona-Pandemie zurechtgekommen?

Eigentlich ganz gut. 2020 konnte nur der letzte Weltcup nicht mehr gelaufen werden. Beim ersten Lockdown gab es keine Wettkämpfe mehr und später hat es mit dem Training für uns Berufssportler gut geklappt.

Gibt es eine Lieblingsstrecke im Weltcup?

Mein Favorit ist Antholz. Da liegen mir die Strecken, die sind technisch anspruchsvoll. Natürlich komme ich auch gerne nach Ruhpolding, das liegt quasi in der Nachbarschaft. Die Bedingungen hier sind immer perfekt.

SHu

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