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Noch vier Punkte zum Klassenerhalt

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»Heute zwei Punkte, dann hätten wir vier Matchbälle«, rechnet Michael Lehmann, Trainer von Eishockey-Landesligist Trostberg Chiefs, sich den Klassenerhalt aus. Heute um 19 Uhr müssen die Chiefs im Derby gegen den DEC Inzell ran, am Sonntag gastiert der ESC Kempten im Trostberger Eisstadion. Bully ist um 17.30 Uhr.


»Wir brauchen noch vier Punkte zum Klassenerhalt«, betont Lehmann, der heute auf zwei Punkte gegen Tabellenschlusslicht Inzell spekuliert. »Dann haben wir fünf Minuspunkte Vorsprung auf den EHC Bad Aibling, der zudem ein schweres Restprogramm hat.«

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Lehmann steht seit fünf Wochen an der Bande der Alzstädter und kann eine positive Bilanz vorweisen; 10:8-Punkte wurden unter seiner Regie geholt. »Das zählt aber heute alles nicht. Wir sind zwar in der Favoritenrolle, aber durch das Fehlen einiger Inzeller Spieler wird die Aufgabe doppelt schwer«.

DEC-Trainer Pino Dufter antwortet auf die Frage, ob er noch genügend Spieler hat, lapidar: »Wesentliche Leistungsträger fehlen. Aber jeder, der spielt, wird heiß sein auf das Derby.« Sicher nicht zum Einsatz kommen Florian Schwabl, Bernhard Baltasar (beide verletzt), Michael Sporysch und Andi Wieser (beide gesperrt). »Wir werden aus der kontrollierten Offensive spielen. Ich freu' mich auf das Spiel und hoffe, dass ich danach auch noch Freude habe«, so Dufter.

Auch bei den Chiefs lief die Vorbereitung nicht reibungslos. Wegen des Dauerregens konnte auf dem weichen Eis nicht trainiert werden, dazu sind einige Spieler grippekrank. Verzichten muss Lehmann auf Oli Dicu (verletzt) und Christoph Seyffert (private Gründe), »aber im Tor haben wir sowieso keine Not.« Stephan Bozner dürfte noch gesperrt sein. »Mit vier Spielen habe ich nach der Matchstrafe gerechnet, fünf sind eindeutig zu viel. Vielleicht können wir in seiner Angelegenheit noch kurzfristig handeln«, ist der Chiefs-Trainer zuversichtlich.

Das Hinspiel war ein klarer Fall für die Chiefs, die in Inzell mit 6:3 die Punkte von 800 Zuschauern einfuhren. Mittlerweile haben Thomas Scheck und Oleg Matveenko »die Seiten« (von Inzell zurück nach Trostberg) gewechselt, das gibt dem Derby zusätzliche Brisanz.

Mit dem zweiten Heimspiel an diesem Wochenende geht es in die Schlussphase der Saison. Gegner ist der ESC Kempten, der vor zwei Wochen mit 6:2 gegen die Chiefs erfolgreich war. »Nun wollen wir den Spieß umdrehen, denn zu Hause können wir jeden schlagen«, ist sich Lehmann sicher.

Nach den jüngsten Heimauftritten ist den Trostberger Kufenflitzern sogar ein Vier-Punkte-Wochenende zuzutrauen, »dann wären wir alle Sorgen los« und Lehmanns Minimalziel – der Nichtabstieg – wäre erreicht. Aber das ist für Roßmanith und Co. vorerst Zukunftsmusik. Sowohl Dufter als auch Lehmann freuen sich zunächst einmal heute auf den »Ausnahmezustand« (O-Ton Lehmann), der stets bei einem Derby herrscht. td