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Noch ein Spiel von der Landesliga entfernt

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Albert Deiter (am Ball) erzielte den Siegtreffer im Hinspiel um den Landesliga-Aufstieg gegen den TuS Pfarrkirchen. (Foto: Butzhammer)

Der ESV Freilassing hat mit einem 2:1-Erfolg beim TuS Pfarrkirchen die Tür zur Fußball-Landesliga Südost ganz weit aufgestoßen. Mit diesem Sieg und vor allem mit den zwei wichtigen Auswärtstoren in der Rückhand, gehen die Grenzstädter am heutigen Donnerstag, 18.30 Uhr, im ESV-Stadion in das Rückspiel.


Doch »Eisenbahner«-Pressesprecher Andi Brandl warnt: »Gewonnen ist noch nichts, heute wird‘s nochmals ein ganz heißer Tanz. Da gilt es, die letzten Kraftreserven zu mobilisieren. Hinsichtlich der Motivation, der Leistungsbereitschaft und des Engagements fehlen es sowieso nicht, denn wir wollen auf alle Fälle in die Landesliga.« Wenn's klappt, wäre es der Durchmarsch von der Kreisliga innerhalb von zwei Spielzeiten.

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Insgesamt verlief die Partie in Pfarrkirchen intensiv. Zwei gleich starke Teams begegneten sich auf Aufgenhöhe. Entscheidend war – wie auch Co-Trainer Stefan Mühlfeldner mit großem Respekt für seine Schützlinge feststellte – das taktische Verhalten: »Das allein war schon eine Meisterleistung.«

Verzichten musste Mühlfeldner auf die Stammspieler Christian Niederstraßer (Magen-Darm-Infekt) und Martin Poschner (verletzt). Dafür rutschten Andi Brandl und Andreas Catranici in die Startelf. Sein Debüt in der ersten Herrenmannschaft feierte außerdem U-19-Akteur Julian Galler.

Den ersten Angriff starteten die Freilassinger und sorgten bereits in der 2. Minute für Gefahr durch Albert Deiter, dessen 16-Meter-Knaller von der TuS-Abwehr zur Ecke abgefälscht wurde. Danach neutralisierten sich die beiden Mannschaften, ehe zwischen der 20. und 26. Minute etliche Höhepunkte folgten. Ein Schuss von Daniel Leitz wurde gerade noch geblockt. Auf der Gegenseite verfehlte nach einem Konter Matthias Tautz von der Strafraummarkierung das ESV-Gehäuse nur knapp.

Gleich drauf legte TuS-Spielertrainer Lukas Lechner quer auf den quirligen Felix Würzinger, doch der Top-Torjäger (27 Tore in 20 Spiele) verzog ebenfalls nur eine Handbreite vorbei. In der 35. Minute versuchte es Denis Krojer aus der Distanz – TuS-Schlussmann Matthias Buchner war auf dem Posten. Hatte der Pfarrkirchner Torhüter diese Situation noch sehr gut gemeistert, so ärgerte er sich maßlos, dass ihm in der 42. Minute nach einem markanten 20-Meter-Schuss von Manuel Weiß das Leder durch die Handschuhe rutschte – 1:0 für die »Eisenbahner«.

Den Ausgleich hatte drei Minuten nach Wiederbeginn Lechner auf dem Fuß, doch er konnte die Vorarbeit von Valdrin Blakaj, der sich bis zur Grundlinie durchgetankt hatte, freistehend vor ESV-Schlussmann Stefan Schönberger nicht nutzen. Hoffnung schöpften die Gastgeber nach 62 Minuten, als der eingewechselte Thomas Eder einen wuchtig getretenen Freistoß von rechts zum Ausgleich einköpfte.

Die Freude bei den Niederbayern währte aber gerade einmal vier Minuten. Eine Ecke von Weiß verlängerte Krojer per Kopf und Deiter hämmerte, am langen Pfosten lauerend, den Ball zum 2:1 in die Maschen. In der 70. Minute hätten die Freilassinger durch Andi Brandl ihren Vorsprung noch ausbauen können. Zunächst hielt Matthias Buchner den Drehschuss und nur Sekunden später schob Brandl den Ball am TuS-Gehäuse vorbei. schl