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Nicht nur eitel Sonnenschein bei den »Seedeifen«

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Sie bilden die Vorstandschaft der »Seeoner Seedeifen« (hinten von links): Philipp Kirschner (2. Kassier), Martin Kaiser, Peter Wurm (beide Beisitzer), Mike Berger (2. Vorsitzender), Jonas Ettenhuber (Beisitzer) sowie (vorne von links): Thomas Watzl (Kassier), Thomas Welzel (Schriftführer), Armin Watzl (1. Vorsitzender), Christian Mayer (Beisitzer) und Thomas Donhauser (Schriftführer). Es fehlt der 3. Vorsitzende Stefan Maierhofer.

Im Folgejahr des 20-jährigen Bestehens zog der FC-Bayern-Fanclub »Seeoner Seedeifen« bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Neuwirt in Seeon eine fast makellose Bilanz. Einzig die Ausgaben waren im Jubiläumsjahr nicht ganz nach den Vorstellungen der Vorstandschaft.


Deshalb wurde der Jahresbeitrag mit Zustimmung der Mitglieder von zehn auf 15 Euro angehoben. Der Vorsitzende Armin Watzl verteidigte dies: »Seit der Gründung vor 20 Jahren war der Beitrag gleich.« Nun wurde er angepasst, um ein weiteres Finanzloch im Vorfeld ausschließen zu können.

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Die Versammlung war spärlich besucht, doch war eine Delegation der befreundeten »Alztaler« aus Altenmarkt zu Gast. Mit diesem Fanclub und den Bayern-Fans aus Obing bestreitet man seit Jahren das Allesfahrer-Programm zu den Heimspielen des FC Bayern in allen Wettbewerben. Von einem »skurrilen Jahr« des Rekordmeisters sprach der Vorsitzende. Positiver Höhepunkt war der Gewinn des 6. Meistertitels in Folge, negativ blieb die sonderbare Pressekonferenz im Oktober mit den Clubbossen.

Watzl blickte auf das Jubiläumsjahr zurück: Die Mitgliederzahl ist leicht gesunken, momentan sind es 396. Höhepunkt war das 20-jährige Bestehen, doch gerade da hat er nicht nur positive Erinnerungen. »Viele Mitglieder haben uns im Stich gelassen und wir sind an unsere Grenzen gestoßen.«

Vor allem am Turniertag war die Vorstandschaft fast auf sich alleine gestellt. Das Desinteresse der Mitglieder schmeckte nicht nur Watzl nicht. »Trotzdem war es ein schönes Fest«, betonte er.

Der erste Tag wurde mit den Gründungsmitgliedern, Ortsvereinen, der Gemeindepolitik und den Nachbarfanclubs durchgeführt. Tags darauf wurde der Jubiläumstag mit einem Fanclubturnier mit 14 Mannschaften und einer Party auf dem Gelände des SV Seeon durchgeführt. In Grenzen hielt sich auch die Beteiligung am Hüttenausflug nach Ruhpolding und an der »LEO-Fahrt« von Obing nach Bad Endorf mit der Nostalgiebahn. »Wir sind auf dem Weg zu einem 'Kartenfanclub', das kann nicht sein«, klagte Watzl. Schriftführer Thomas Donhauser unterstützte den Vorsitzenden bei seiner Kritik.

Ein Lichtblick war das Vergleichsschießen in der Vorwoche gegen die »Seeoner Löwen«. Hier wurde der Humpen das zwölfte Mal gewonnen, die Schützenscheibe ging an den Gegner.

Für das kommende Jahr blickte Watzl voraus: Die Fanclubfahrt findet am 22. April zum Spiel gegen Werder Bremen statt, die Karten-Nachfrage für das Champions-League-Spiel gegen den FC Liverpool war immens. Watzl warnte aber seine Mitglieder: »Bitte stellt keine Tickets ins Internet, da bekommen wir nur Probleme – dafür gibt es unsere WhatsApp-Gruppe.« Die Hütte (29./30. Juni) und die »LEO-Fahrt« mit Obing und Altenmarkt werden auch heuer wieder angeboten.

Der zweite Schriftführer Thomas Welzel berichtete von den Fanclubturnieren in Altenmarkt, Truchtlaching und Obing. Dank gilt hier an die Teamorganisatoren Jonas Ettenhuber und Peter Wurm. Weiters waren die Auswärtsfahrt beim FSV Mainz 05 und das Jahrestreffen mit Obing und Altenmarkt auf dem Programm.

Thomas Watzl las den Kassenbericht vor, die Steuerprüfung für das Jahr 2016 und 2017 hatten mit dem Jubiläum den größten Ausgabenanteil. Die Kassenprüfer Helmut Mair und Gerhard Huber lobten die Kassenführung.

Die Satzung überarbeitete das Mitglied Dr. Peter Lämmerhirdt (Seebruck). Er erklärte kurz die Knackpunkte und per Akklamation wurde diese abgesegnet. Die Aufgabe, den Verein auf einen e. V. umzustellen, bleibt die Herausforderung der kommenden Wochen. »Ich habe mich hier an die Mustersatzung des FC Bayern und die der 13 Höslwanger gehalten«, so Lämmerhirdt.

Der 3. Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck, Andreas Dorn, lobte die Aktivitäten. »Als 'Clubberer' im Herzen bin ich leidensfähig, danke für Eure Arbeit für die Gemeinde.«

Armin Watzl bedankte sich bei allen Mitgliedern und auch den Wirtsleuten für die gute »Beherbergung«. Im Anschluss gab es noch eine Tombola mit schönen Sachpreisen. td