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»Nicht immer wirkt sich alles in Medaillen aus«

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Sie durfte sich über eine gelungene Saison freuen: Roxanne Dufter. (Foto: Wukits)

Für die Inzeller Eisschnellläufer ist eine lange Saison beendet. Zuletzt waren Gabi Hirschbichler sowie Roxanne und Joel Dufter beim Weltcupfinale im norwegischen Stavanger am Start. Hier kam Roxanne Dufter als Neunte über 1500 Meter und ihr Bruder Joel als Achter über 1000 Meter ins Ziel.


Roxanne Dufter lief in 1:58,08 Minuten eine neue persönliche Saisonbestzeit. Dazu kamen die Teamsprinter mit Joel Dufter und den Ihle-Brüdern hinter Holland und Kanada auf den dritten Platz.

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»Das war ein schönes Zuckerl. Der Lauf war zwar nicht ganz rund, aber über einen dritten Platz kannst du nicht meckern«, meinte der Jungspund. Über 1000 Meter sei die erste Runde langsam gewesen, danach sei er schneller geworden. Das heißt nach seiner Rechnung: Ein perfekter Lauf würde ihn in den Bereich des vierten Platzes bringen.

Roxanne Dufter strahlte nach ihrer guten Zeit über 1500 Meter – und das trotz der mäßigen Eisbedingungen in Norwegen. »Die letzte Runde war nicht so gut, das kann man besser machen«, meinte sie selbstkritisch.

Etwas geärgert hatte sie der vierte Platz im Teamlauf mit Gabi Hirschbichler und Bente Kraus: »Da sind uns einige Fehler passiert.« Gabi Hirschbichler sprach von einer ungünstigen Programmplanung. Eine Stunde nach dem Teamlauf musste sie über 1000 Meter ran. »Das hat wehgetan, es wäre besser gewesen, vorher die 1000 zu laufen. Ich habe mich ganz gut gefühlt«, meinte sie nach ihrem 12. Platz.

Gute Leistungen zum Saisonbeginn

Nicht am Start war Moritz Geisreiter. Trainer Danny Leger hatte ihn nach Absprache mit dem Sportler nicht laufen lassen. »Da sind uns einige Fehler im Vorfeld unterlaufen, die müssen wir analysieren. Man hat schon vorher im Training gesehen, dass ein Start keinen Sinn hat.« Immerhin hatte Geisreiter zu Beginn der Saison mit starken Zeiten überzeugt. In seinem Saisonfazit stellte Danny Leger fest, dass er sehr gute und mitunter auch überragende Leistungen seiner Truppe gesehen habe. »Wir haben alle Startplätze bei Weltmeisterschaften und Weltcups besetzen können. Natürlich haben wir auch Ausreißer nach unten gehabt«, meinte er in Anspielung auf die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Südkorea.

Lob gab es vor allem für Roxanne und Joel Dufter, die sich immer wieder Top-Ten-Plätze gesichert hatten. »Ein paar Ausreißer mehr nach oben wären nicht schlecht gewesen«, weiß der Trainer. Auch Gabi und Hubert Hirschbichler haben laut Leger einen großen Schritt nach vorne gemacht. Aber: »Nicht immer wirkt sich alles in Medaillen aus.«

Material soll optimiert werden

»Der Weg zur Weltklasse ist noch weit. Trotzdem wollen wir uns in der Weltspitze etablieren«, so Leger. Ziel ist es, möglicherweise bei Olympia 2018 um Medaillen zu laufen. Dazu soll auch das Material weiter optimiert werden. Gabi Hirschbichler sprach von einem Auf und Ab in ihren Leistungen, bemerkte aber auch wichtige positive Schritte für die neue Saison. Auch für Roxanne Dufter war es eine sehr gute Saison. Über 1500 Meter und im Team lief es nicht schlecht. »Das Podium im Team in Heerenveen war natürlich toll. Über 1500 Meter war ich relativ konstant. Leider haben der Weltcup in Berlin und die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft nicht so gut funktioniert.« Dafür gelang ihr bei der Sprint-WM in Calgary ein siebter Platz über 1000 Meter.

»Wir wissen, an was wir arbeiten müssen. Nächste Saison werden wir uns weiter verbessern und wir werden wieder angreifen«, so die Kampfansage Dufters. Den größten Schritt in dieser Saison hatte ihr Bruder Joel gemacht. »Ich bin ein paarmal über die 1000 Meter in die Top Ten gelaufen. Natürlich hat es auch Rennen gegeben, wo es nicht so geklappt hat«, meinte der 21-Jährige. Für die Inzeller Trainingsgruppe von Danny Leger gibt es jetzt eine dreiwöchige Pause mit dem Auftrag, sich fit zu halten. Anfang April beginnt die Vorbereitung auf die anstehende olympische Saison. SHu